Wen wundert es; ich lese immer mindestens ein Buch, oft mehrere gleichzeitig. Und ganz verrückt: Manche Bücher lese ich von vorn, von hinten und mittendrin. Ich lese Passagen mehrmals. Ich blättere, lese, blättere, lese - und kehre zurück zum Buchzeichen. Bei Krimis kann ich es kaum je lassen, schon bald herauszufinden, wer der Mörder oder die Mörderin ist. Wenn ich das nicht tue, stehe ich unter einer solchen Spannung, dass sie schwer erträglich ist. Kenne ich aber den Ausgang, so kann ich das Buch ganz ruhig als Ganzes lesen oder eben hin und her. Und ich kann mich allen Themen widmen, die verhandelt werden.
Jetzt gerade lese ich einen Krimi von Charlotte Link "hüst und hott" (durcheinander). Da wird zuerst eine Ferienidylle sondergleichen beschrieben. Drei Freunde verbringen alle ihre Ferien mit ihren Familien gemeinsam in einem Landhaus. Dann werden fünf von ihnen ermordet. Ganz allmählich erkennt man, dass hinter der idyllischen Fassade sich Abgründe auftun. Dass nicht ist, was es scheint zu sein.
