Donnerstag, 28. Mai 2026

Alles wiederholt sich

 Ich habe zwei Schwalbenschwanz-Raupen "gerettet" vor den gefrässigen Heugümpern und wer sie sonst noch zum Fressen gern hat. Mit viel Fenchel in ein Holzkistchen versteckt. Luftdurchlässiges Gewebe davor gespannt. Und jetzt täglich schauen, ob sie wachsen.  - Das habe ich in anderen Jahren auch gemacht.

Ich habe aus den in Öl eingelegten Rosenblättern mit Bienenwachs eine Salbe angerührt und in kleine Gläschen gefüllt - Das habe ich in anderen Jahren auch gemacht.

Ich habe Kräuter geschnitten und auf dem Grossmutter-Schrank zum Trocknen ausgelegt. - Das habe ich in anderen Jahren auch gemacht.

Langweilig? Routine? Nichts Besonderes?

Ich weiss nicht, was mit den Raupen dieses Jahr passiert. Letztes Jahr ist eine ausgebüxt. Werden wir sie fliegen sehen? Das ist immer von neuem berührend.

Die Rosensalbe ist gemacht wie immer, ABER zum erstenmal aus den Kartoffelrosen, die ich in Dänemark kennen gelernt habe. So viele Erinnerungen an das Meer und die Rosenfelder!

Ach ja, das mit den Kräutern wiederholt sich, das ist wahr.  

Mittwoch, 27. Mai 2026

Morgenessen auf dem Balkon meiner Freundin in Oerlikon

Eine Blumenkiste grenzt an die nächste. Stiefmütterchen in allen Farben, ein Bonsai-Rosmarin, Ringelblumen in einer Fülle, die mich neidisch macht..., und wir zwei Frauen essen Znünibrötchen vom Beck in der Nähe, trinken Kaffee oder Tee und erzählen uns von unseren Leben. Als ich mich um elf Uhr verabschiede, sage ich, dass ich nun nach Zürich HB fahre und dann weiter schaue, was ich mit meinem freien Tag noch anstelle. 

Aber an der Tramhaltestelle entscheide ich mich anders: Nummer 10 fährt auch zum Irchelpark hinauf. Dort laufe ich, schaue ich, geniesse ich Stille und Natur. Auf einer Bank neben einer asiatischen jungen Frau esse ich mein Zmittag, Trockenfrüchte und Nüsse von zu Hause mitgebracht. Auch die Wasserflasche ist dabei. Durst habe nicht nur ich:



Dienstag, 26. Mai 2026

Angenommen!

 


Meine gestern fertig gestellte Hundedecke wurde heute ganz selbstverständlich sofort "belegt" (oder  beliegt oder verlegen?). Geschlafen hat Yumi dann aber auf den kühlen Bodenplatten - bei diesen Temperaturen keine Beleidigung für mich!

Meine Enkelin kam heute nicht zum Essen - Mädelstreff in der Badi. Kann ich gut verstehen. 

Montag, 25. Mai 2026

Morgen kommt Yumi

 Yumi braucht auch bei uns eine Decke oder ein Hundebett. Jedenfalls einen Platz, wo sie entspannen kann. Einen Platz auch, auf den man sie schicken kann. Meine Tochter hat das schon mehrmals angetönt. Ich habe zum Spass gesagt, ich häkle eine Hundedecke.

Ist nicht meine Verantwortung, dieses Hundebett. Aber man (ich) kann ja mal googeln. Wahnsinn, was da alles gehäkelt, genäht, gebastelt wird für den Hund! Sieht gehörig nach Arbeit aus.

Ich wandere durch mein Zimmer, schaue in Kästen und Schubladen, gehe in den Keller, gedankenverloren, fast schlafwandelnd. Finde den Kleidersack, in dem ich im letzten Winter meinen neuen Mantel heimgetragen habe. Finde alte Leintücher, Badetücher. Finde eine Idee, wie es zu machen wäre.

Und dann werde ich "Sattlerin". Ich stopfe den Sack, streiche glatt, Reissverschluss zu. Obendrauf kommt ein weiches, lustiges Badetuch. Ich hefte, stecke Nadeln und nähe (von Hand). Nähe wie eine Sattlerin: Das Zeug ist dick. Ich brauche den Fingerhut, damit die Nadel mit Murks durchgeht. Morgen kommt Yumi; sie wird einen Platz zum Entspannen haben. 




Sonntag, 24. Mai 2026

Fünfzehn Kannen Wasser

Zwar ist der Garten beileibe noch nicht ausgetrocknet. Aber trotzdem habe ich heute vor dem Morgenessen fünfzehn Kannen Wasser verteilt. Wohl bekomms - den begossenen Pflanzen und meinem Körper, der sich gern bewegt!

Mein Ehekumpan singt in der Kirche während dem Pfingstgottesdienst. Nachher wird es einen Apéro geben im Kirchgemeindehaus, und Reto wird es geniessen, unter Leuten zu sein. 

Unterdessen habe ich Zopf gebacken, Salat im Garten geholt und mich über ein allerallerkleinstes Nacktschnecklein gewundert: Ein Millimeter dick, ein Zentimeter lang. Sowas. - Überleben durfte es nicht, das Arme. - Die Kartoffeln kochen. Der Käse steht bereit. Ich habe echli Hunger. Hatte das Schnecklein auch...

Samstag, 23. Mai 2026

Afrikanisch bunt

 Jedes Jahr besuchen wir über die Pfingsttage den bunten Markt von Afro-Pfingsten in der Winterthurer Altstadt. Heute Morgen waren wir da.

Wir haben sehr wenig gekauft, aber sehr viel geschaut und bewundert. Vor allem die Frauen in ihren bunten Gewändern haben mir sehr gefallen. Reto hätte gern, dass ich auch so fröhliche Stoffe trüge.

 Leider ist es mir nicht gegeben, dermassen aufzufallen. Mir fehlt das fröhliche Selbstverständnis der afrikanischen Frauen. Auch die Gabe, meinen Körper in seiner ganzen Fülle zu mögen, geht mir (immer noch) ab. Afro-Pfingsten ist also auch ein Ort für mich, um zu lernen. 

Freitag, 22. Mai 2026

Herr Metzger Metzger meint es gut mit uns

Der Gemüsemarkt in der Steinberggasse bietet weit mehr als Gemüse. Jetzt im Frühling ist er ein Blumenmeer. Und ja, ein bisschen Dichtestress ist auch spürbar. Aber es ist jedem und jeder zu gönnen, über diesen wunderbaren Markt zu gehen und zu kaufen, was das Herz begehrt. Reto wird schon bald glücklich gemacht mit einer "Schwarzäugigen Susanne", einer Kletterblume, die ihm noch gefehlt hat im Garten. Und ich darf endlich Basilikum posten, wo wir schon Sommerwetter haben. 

Irgendwann stehen wir am Verkaufswagen von der Metzgerei Metzger. Ich sage laut: "Was isst man eigentlich an Pfingsten?" - Es gibt eine Weihnachtsgans, den Osterlammbraten, den Erstaugustweggen...Aber an Pfingsten? - Herr Metzger weiss es auch nicht, verkauft uns aber gern zwei Koteletten für den Grill. 

Nicht auf dem Markt, aber am Graben finde ich blühende Schokoladenblumen. Sie machen mein Glück voll. Ich "päppele" seit Monaten in einem kleinen Töpfchen eine gesäte Schokoladenblume. Sie hat "schon" vier Blättchen. Ob sie je blühen wird?

Zu Hause räume ich unsere Esswaren ein, z.B. die Koteletten. Läck, sind die aber schwer! - Zwei Stück, so schwer. Ich lege sie auf die Waage: 737 Gramm!