Mittwoch, 16. September 2026

Sagenmülitäli

 Ein sagenhaft schöner Tag war das gestern. Ich durfte das Geburtstagsgeschenk von Sohn Stefan einlösen  > ein ganzer Tag mit ihm unterwegs. Er hatte für uns in Linn/Bözberg einen Besuchstermin in einem privaten Garten abgemacht. Weil uns das Postauto zu früh ausgespuckt hatte, verweilten wir noch an der sagenumworbenen Linde von Linn. Die elf Meter Stammumfang haben mich sehr beeindruckt. Das Alter von ca. 800 Jahren auch. Die Sicht auf den Jura hat mich "angeheimelt". Ich bin eine Aargauerin, und die Jurahügel waren früher "meine" Berge.

Um 14 Uhr hat uns Herr Massler schon erwartet am Gartentor zu dem  sagenhaften Garten, den er und seine Frau in vielen Jahren an einem Hang angelegt haben. Diese tausend Stauden, Blumen, geschwungene Wege und verwunschene Deko-Elemente - berührend schön. Ein grosser Teich mit Bergmolchen im Wasser und Libellen in der Luft. Plätzchen zum Verweilen, aber leider nicht für uns. Der Gastgeber war wenig gesprächig und nach dem Rundgang beflissen, uns wieder loszuwerden. Trotzdem, sein Garten hat mich inspiriert.

Stefan und ich sind dann durch das Sagenmülitäli nach Effingen gewandert. Fast alles in praller Sonne. Heiss, heiss, heiss. In Effingen hatten wir grossen Durst, aber da war weder ein Restaurant noch ein Volg. Wir mussten durchhalten bis Brugg, wo wir am Bahnhof ein kaltes, bittersüsses Getränk kauften.


Linner Wasserfall - der höchste des Kantons Aargau: sagenhaft! 😉

Montag, 14. September 2026

Viel und nichts

 Es ist fünf Uhr am Nachmittag. Ich habe viel und nichts getan. Was mir gerade vor Augen kam. Was gerade notwendig war. Aber nichts, was ein Vorhaben war. Nichts, woran ich morgen noch denke. Oder doch?

Ich habe die grüne Wolldecke enthaart, auf der Kater Nepomuk oft lag. Im unteren Teil des grossen Bäbibettes. Ich habe die Haare nicht weggeworfen, auch nicht dem Wind überlassen. Ich habe sie in meiner Hand gesammelt und nachher mit roter Filzwolle zusammen verfilzt. 


Ich habe heute viel und nichts getan, und Nepomuk war immer um mich.


Sonntag, 13. September 2026

cavalier king charles spaniel

Wir waren zum Apéro im Garten vom Schloss Hegi. So ein schöner, wohltuender Ort. Ich mag hohe Bäume und Festbänke. Wir haben unser Glas Chardonnay getrunken und Paprika-Chips geknabbert. Das Paar am gleichen Tisch wollte nicht plaudern, dafür die Frau bei den Schildkröten. Zusammen haben wir im Gehege nach den sechs Tieren geschaut. Merlin, der hübsche Hund der Dame, hat eifrig mitgesucht. - Ich habe gefragt, zu welcher Hunderasse Merlin gehört: Er ist ein "cavalier king charles spaniel". Früher Hunde des englischen Adels. Leider durch Inzucht zur Qualzucht geworden. Das weiss die Besitzerin alles, "aber er war so hübsch. Er hat mir so gefallen." Darum hat sie ihn gekauft, und bis jetzt hat er keine Herzbeschwerden. Möge es wunderbarerweise so bleiben.




 

Samstag, 12. September 2026

Der alte Kater ist nicht mehr

 


 



Wir haben am Donnerstagmorgen zwischen Hoffnung und Befürchtung geschwebt, als wir mit Nepomuk zur Tierärztin gingen. Nepi hatte am Mittwoch kaum gefressen. Sein Atem rasselte. Aber ich kann bezeugen, dass er eine gute Nacht hatte. Er schlief in meinem Zimmer. Ab fünf Uhr morgens donnerstags wollte er ins Freie, durfte aber nicht wegen des Arztbesuches. Er meldete sich viertelstündlich bei mir, und ich streichelte ihn so ausgiebig, wie noch kaum in einer Nacht.

Die Tierärztin behielt Nepi zum Röntgen in der Praxis und versprach, uns bald zu informieren über den Zustand unseres Katers. - Und dann kam der Schlag in den Bauch: Nepi habe einen Tumor am Kopf, der schon weite Teile des Gewebes angegriffen habe. Schleimhaut, Naseninneres und auch das rechte Auge, was sehr schmerzhaft sei. Sie schlage vor, ihn zu "erlösen". 

Und so sind wir jetzt ohne unseren Nepi, der uns so nah war wie keine andere Katze in unserem Leben. Meine Hände vermissen sein weiches Fell. Meine Beine werden nicht mehr umstrichen. Reto muss allein auf seinem Sofa liegen. Er kommt nicht mehr nachts auf meine Bettdecke und will morgens um drei ins Freie.........

Ich habe heute Morgen das Katzenklo zum letztenmal geputzt, die Lieblingsplätzchen auf dem Sitzplatz aufgehoben, das vorige Futter weggeräumt. - In der Nacht zum Donnerstag hatte es in mir immer und immer wieder gedacht: Ein Leben geht zu Ende, ein Leben geht zu Ende...Und es war mir sehr bewusst, dass auch mein Leben zu Ende gehen wird. Nepi war alt; ich bin alt. Ich bin auch in den Kreislauf des Lebens eingebettet. Werden und Vergehen. Dankbarkeit und Demut. Noch scheint die Sonne, noch sind wir da.

Donnerstag, 10. September 2026

Vermischte Tage

Jeden Tag nur Hochstimmung geht nicht, das weiss ich wohl. Auch nach dem schönsten Wochenende ist alles noch da, was vorher auch da war. Zum Beispiel der alte Kater, der Sorgen macht. Sein Atem rasselt manchmal. Er frisst immer weniger. Morgen gehen wir mit ihm zum Tierarzt. Ich fürchte mich.

Aber heute kamen die Mädels zum Zmittag, und wir haben es genossen. Sie haben über ihre Klassenlager referiert. Wie haben mich die alten Themen amüsiert: Einladung an die Jungs, am letzten Abend in den Mädchenschlag zu kommen. Trotz absolutem Verbot. Essen auf den Betten. Natürlich auch verboten. Hach, so ist es, so war es, so wird es sein, solange es Klassenlager gibt. 

Wie sind die Früchte so teuer! Wir haben im Hofladen in der Nähe Zwetschgen gekauft. Ich werde beim Essen an den Preis denken müssen. Früher, sehr viel früher bekamen wir sie von der Grossmutter einfach so. Unentgeltlich. Wollt ihr noch das oder jenes mitnehmen?

Ich nehme mit in den Abend, dass mein Leben mindestens gut genug ist. Dankbar, dass der Kater noch da ist, dass die Mädels wieder kommen werden, dass es bei uns nie langweilig ist, dass viel zu denken, zu tun und zu leben ist.

Mittwoch, 9. September 2026

Vier Flaschen TOMATEN-Passata

 "Passata" kommt von "passieren", z.B. mit dem Passe-vite, das auch "Flotte Lotte" heisst. - Ich habe zweieinhalb Kilo TOMATEN und TOMÄTCHEN in Stücke geschnitten, alles in einer grossen Pfanne ein Viertelstündchen gekocht, es zum Abkühlen stehen lassen - und dann passiert. Nur noch gewürzt mit Salz und echli Zucker. Nochmals aufgekocht und dann in Flaschen, die sehr sauber waren, heiss eingefüllt. 

Ah, zum Zmittag habe ich Gulasch-Suppe gekocht. Waseliwas hat es da auch drin: TOMATEN. 

Wozu habe ich am Morgen ein Triopack Mozzarella gekauft: Für "TOMATENMozz", wie wir sagen (TOMATEN mit Mozzarella und Basilikum). Gibt es morgen zum Znacht.

Ich mag TOMATEN sehr. Jetzt ist TOMATENSCHWEMME in unserem und in Nachbars Garten. Hurrah!



Dienstag, 8. September 2026

Dankbarkeit

 Mittagessensbesuch. Judith bringt eine Papiertasche Pfirsiche mit vom eigenen Spalier. Eine Frucht schöner als die andere. 

Reto hütet Nachbars Garten und bringt Tomaten in Hülle und Fülle mit. Ich werde Sugo einkochen. Dazu blaue Trauben, die mehrheitlich im Zmorge-Müesli landen. 

Die roten Peperoni stammen aus unserem Garten, und Tomaten haben wir auch zum Ernten. Ein paar Himbeeren zur Abwechslung und eine Handvoll Blaubeeren. Blumen fehlen nie für ein Tisch-Sträusschen.

Die neuen Äpfel sind da, und ich liebe sie. Gravensteiner, Cox orange...

Der Herbst ist nah. Ich bin erstaunt, wieviel gewachsen und gereift ist trotz der schwierigen Hitze-Bedingungen. Wir kommen nochmals davon!