Das ist ein Buch von Beatrix Gerstberger. Ich habe es sehr gern gelesen. Bin mit dem Buch in den Armen im Zimmer herumgegangen, als es fertig war und konnte es schwer loslassen. Ann, Julie und Mina sind die Hummerfrauen. Ihnen geschah und geschieht das Leben mit allen seinen Seiten. Man lacht, man ist traurig, man mag sie. - Sie gehören jetzt zu mir.
Klingklang
Donnerstag, 12. Februar 2026
Mittwoch, 11. Februar 2026
Wörter...
Ich hoffe ja, dass die Halbierungsinitiative bachab geschickt wird. Ich hänge an meinem Schweizer Fernsehen. Und nicht nur ich will, dass es weiterhin unabhängigen Journalismus gibt. (???) Von mir aus gern ein bisschen linker als rechter. Aber klar, ausgewogen muss es sein! - Ich bin am Lesen eines sehr langen Interviews mit Susanne Wille, SRG- Generaldirektorin. Klar geht es um die Abstimmung, aber nicht nur. Ich habe da etwas geradezu Rührendes gefunden: Susanne Wille hat ein blau-rotes Büchlein, in das sie sich als Schülerin schöne Wörter und Sätze notiert hat. Ich nehme ihre Idee auf. Meine Wörter und Sätze müssen nicht schön sein, sie können auch überraschen. Hier die ersten:
Schaumkronen
Tage wie diese
Flohsamen
Mundraub
Firlefanz
Kellerluken
Dienstag, 10. Februar 2026
Eingeladen bei Margrit und Cornelius
Gerade bin ich nach Hause gekommen von unseren lieben Nachbarn. Sie sind älter als wir, also alt (wie wir). Eine nächste Operation steht an, aber Margrit hat die Zwischenzeit benutzt, um uns und eine weitere Gästin zu einem vorzüglichen Essen einzuladen. Bami Goreng?? - Ich habe nicht aufgepasst, wie es heisst, aber sehr wohl geschmeckt, wie reichhaltig und fein es ist. Zum Dessert gab es Tirami su. Lecker! - Jetzt bin ich voll der guten Dinge und werde in meinem neusten Buch lesen, derweil Reto noch bei Cornelius geblieben ist, um Olympische Spiele zu schauen. Bin ich froh, dass es hier so ruhig ist.
Montag, 9. Februar 2026
Sehr, sehr, sehr zufrieden
Noch rein gar nie habe ich ein Goldhähnchen (Vogel) gesehen, aber heute! - Ich bin eine Stunde laufen gegangen. Kontrolle unseres Bärlauchplatzes: Ja, ganz zart und klein gucken die ersten Bärläuchlein aus der Walderde hervor. Ich werde am Abend die ersten wenigen Sprossen klein schneiden und auf die Pizzastücke streuen. - Auf dem Heimweg den Berg hinunter hat es geraschelt im Gebüsch. Ich habe ein winziges, so hübsches Vögelchen entdeckt, das da Futter suchte. Kleiner als ein Zaunkönig. Ich musste es googeln. Ob Winter- oder Sommergoldhähnchen weiss ich nicht, aber Goldhähnchen sicher. So klein! Es sei einer der kleinsten Vögel in Europa. Und ich durfte es sehen!!!
Sonntag, 8. Februar 2026
Abwechslungsreicher Sonntag
Am Morgen habe ich ein Dessert für drei kreiert; meine Beste Freundin, Susanna, kam zum Zmittag. Zum Dessert würde es vier Schichten in einem Becher geben: Muffin, Joghurt-Crème, Orangensalat, Nusscrunch. - Ich habe Susanna am Bahnhof abgeholt wie immer, während der Chicorée-Orangen- Auflauf schon im Ofen brutzelte.
Nach dem Mittagessen sind wir zur "überdachten Drachenbank" von Erwin Schatzmann an der Sulzerallee spaziert. Für mich heisst sein Werk "Kleines Heiligtum". Es gefällt auch Reto und Susanna.
Erwin Schatzmann hat auch eine Bank geschaffen, die vor der Schenke beim Schloss Hegi steht. Da sind wir auch hin gepilgert. Ich freue mich schon sehr auf den Mai, wo die Schenke wieder öffnet.
Als wir heim kamen, standen da ein paar Frauen und viele Gartentöpfe der Grösse XXL. Unsere liebe Nachbarin über uns zügelt leider. Sie hatte Hilfe von einer weiteren Nachbarin...Unversehens waren wir im Austausch über den "Dickmaulrüssler", einem nachtaktiven Käfer, dessen Larven Wurzeln abfressen und die Käfer Blätter vom Rand her annagen. - Reto wollte die viele "vorige" Erde dennoch haben - mit oder ohne Larven. Auf ein fröhliches Gartenjahr!
Samstag, 7. Februar 2026
Die Sonne leuchtet, es fliegt der Staub
Unsere Enkelin war kurz da und hat uns ein Pflänzchen anvertraut über die Ferienzeit. Ich konnte sie schnell fragen, ob ich das "Dökterli-Köfferchen" ausräumen darf. Ja, sie braucht es nicht mehr. - Ich glaube, mich hat schon die Frühlingsputz-Manie erfasst. Und das ist schrecklich, weil ich beim hellen Sonnenlicht jede Staubecke sehe und alle Flusen mir vor die Füsse fliegen. Soooo viel zu tun, aber altershalber weniger Energie. Deshalb setze ich mich jetzt mit der "Lismete" zu Reto vor den TV-Apparat; Olympische Spiele finden schliesslich nur alle vier Jahre statt. Da darf man wohl die eine und andere Abfahrt schauen. Nächste Woche kommt Regen; dann sehe ich die Stäubchen nicht mehr.
Donnerstag, 5. Februar 2026
Katzentischchen
Katzentisch sagt man dem Platz im Restaurant, der ungünstig steht. Zum Beispiel neben dem WC, an einem Durchgang, neben der Tür. Am Katzentisch will niemand sitzen. Und doch! Heute setzte ich mich ganz freiwillig an ein Minitischchen im "Gottlieber", wo ich allein Zmittag ass. Eine Übungssituation. Was macht es mit mir, da zu sitzen und die Tagessuppe zu geniessen (Sellerie). Ich fühlte mich sehr wohl auf dem niedrigen Polsterstuhl, der zu meiner Körpergrösse passte. Und die Suppe, die heisse, hatte Platz neben dem Grüntee mit Jasmin. - Ich hatte den Morgen bei meiner Freundin Helena verbracht. Wir geben uns Feedback zu unserem Leben, so wie wir es uns gegenseitig erzählen. Bis zum Wiedersehen üben wir uns je in einer Aufgabe, die wir uns geben. "Freiraum" ist so eine Aufgabe. Nimm dir den Raum, den du brauchst. Das kann sogar am Katzentischchen sein, wenn es passt.