Mittwoch, 30. September 2026

Ich lese ein Buch...

 Wen wundert es; ich lese immer mindestens ein Buch, oft mehrere gleichzeitig. Und ganz verrückt: Manche Bücher lese ich von vorn, von hinten und mittendrin. Ich lese Passagen mehrmals. Ich blättere, lese, blättere, lese - und kehre zurück zum Buchzeichen. Bei Krimis kann ich es kaum je lassen, schon bald herauszufinden, wer der Mörder oder die Mörderin ist. Wenn ich das nicht tue, stehe ich unter einer solchen Spannung, dass sie schwer erträglich ist. Kenne ich aber den Ausgang, so kann ich das Buch ganz ruhig als Ganzes lesen oder eben hin und her. Und ich kann mich allen Themen widmen, die verhandelt werden.

Jetzt gerade lese ich einen Krimi von Charlotte Link "hüst und hott" (durcheinander). Da wird zuerst eine Ferienidylle sondergleichen beschrieben. Drei Freunde verbringen alle ihre Ferien mit ihren Familien gemeinsam in einem Landhaus. Dann werden fünf von ihnen ermordet. Ganz allmählich erkennt man, dass hinter der idyllischen Fassade sich Abgründe auftun. Dass nicht ist, was es scheint zu sein.

Dienstag, 29. September 2026

Wie verschieden wir sein können, und doch!

 Ich habe in der Stadt eine Freundin getroffen. Wir haben von unseren Befürchtungen und Nicht-Befürchtungen für unsere Welt geredet. Ich mache mir dauernd Sorgen, sie sich nicht. Aber beide bemühen wir uns, sorgfältig zu leben. Wir sind verschieden, aber das ist in Ordnung. Oder?

Wir haben davon geredet, wie allein man sich manchmal, oft, sehr oft fühlt. Hinein geworfen in diese Welt. Umgeben von anderen und doch allein. Weil keine und keiner uns wirklich verstehen kann. Weil jede und jeder ver-schieden von uns ist. 

Verschieden, abgeschieden, unterschiedlich; scheiden, sich scheiden, entscheiden, bescheiden...


"Allein,

Wir sind allein,

Wir kommen und wir gehen ganz allein.

Wir mögen noch so geliebt, von

Zuneigung umgeben sein:

Die Kreuzwege des Lebens gehen wir immer

ganz allein.

Allein,

Wir sind allein, 

Wir kommen und wir gehen ganz allein."                Reinhard Mey


Und doch - es ist gut, zusammen zu sein. Miteinander zu sprechen, zu schwiegen, wie es passt. 


Montag, 28. September 2026

Und immer wieder der Gärtner

Unser Nachbar beschäftigt einen Gärtner. Einen äusserst fleissigen Gärtner. Er ist alle paar Tage am Schneiden und Mähen und Rechen. Manchmal bringt er seine Frau mit, und sie begutachten gemeinsam den Feigenbaum an der Hausecke. Wenn es viele reife Feigen hat, bekommen wir auch eine Handvoll. Der Gärtner ist nämlich mit uns zufrieden. Wir sind keine von der Sorte, die den Garten verwildern lassen. Wir pflegen den Garten, und das muss man. Nicht wie eine Hausbewohnerin, die Kartoffeln gesetzt hat - und sie nie, nie erntet. Hat sie sie vergessen? - Wir sind nicht so. Wir gehören zu den Guten  Auch wenn der Herr Gärtner nicht vergessen hat, dass ich dem lästigen Unkraut, das er samt und sonders ausreisst, "Beikraut" sage. Und dass ich sehr gern einen Garten hätte, der ein bisschen wilder, verwilderter wäre. Aber da ist ja auch noch Reto, der das alles in guten Bahnen hält.

Sonntag, 27. September 2026

Wieviele Küchengeräte braucht der Mensch

Bald ist wieder die Olma in St. Gallen. Die Messe für Landwirtschaft und Ernährung. Reto freut sich schon darauf.

Gestern haben wir mit unserem Besuch über die (überflüssigen) Käufe an der Olma gelacht. Wie war das mit Oskar, der Küchenmaschine, die alles kann? Oskar verschwand so sang- und klanglos aus unserem Haushalt, wie er gekommen war. Unser Besuch kannte den Oskar auch, hat ihn aber nicht erstanden. Dafür andere Dinge, sogar mehr als Reto. Es sei eben schön, etwas Neues zu haben. Etliches landet im Keller, bis da kein Platz mehr ist.

Unser Besuch von gestern ist jünger, als wir es sind. Sie kaufen noch, wir räumen schon.

Die Olma und Reto gehören zusammen. Gern darf er dreimal durch die Degustationshalle schlendern und probieren, was das Zeug hält. Und warum sollte er nicht zum Säuli-Rennen! Einfach keine neue Geräte heimbringen. Das ist wichtig (für mich).

Freitag, 25. September 2026

Meine reiche Küchenecke


 Da stehen meine geliebten Kochbücher; andere habe ich nicht mehr, weil Retos Kaffeemaschine viel Platz braucht. Da steht der Backstein, mit dem wir vor dreizehn Jahren wieder willkommen geheissen wurden in Winterthur. Mein Messerblock enthält u.a. ein silbriges Tortenmesser und ein neues, langes, wunderschönes Brotmesser.

Heute haben wir auf dem Markt Zwetschgen gekauft und zwölf grosse Tomaten. (Drei neue Pflanzen setzt Reto in den Garten und zupft da und dort aus, was ihm nicht gefällt.) - In meiner reichen Küchenecke stehen viele Gewürze, die im Gewürzschrank keinen Platz gefunden haben oder täglich gebraucht werden. 

Donnerstag, 24. September 2026

Die Wege sind gelegt...

 Gestern und heute Morgen haben wir im Garten geschuftet - Reto mit voller Kraft, ich mit ein bisschen weniger. Aber nun sind die Gartenwege fertig. Sie können begangen werden. Müssen begangen werden, damit sie sich noch setzen. - Ich sage begangen, aber der kleine Kater Mio "scheisserlet" gern darauf. Er kann so gut zuscharren. Ist noch so schön weich. Nun geht das Katerchen manchmal voraus und Reto argwöhnisch hintennach. "Seltsam", denkt der Mio, "was will der Mensch von mir?" Und ab spaziert er in Nachbars Garten. Was uns sehr gefällt!

Mittwoch, 23. September 2026

Der Herbst beginnt, das Jahr neigt sich hin zum Ende

 Wir haben am Gartenprojekt weiter gearbeitet. Und ich habe daran gedacht, dass ab heute die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Leise Wehmut. Grössere Sorge um die Welt. Der Radiowettermann redete von "staubtrockener Schweiz". Regen nicht in Sicht.

Ab heute beginne ich mit der Vorbereitung auf Weihnachten. Das lenkt mich ab und macht mir Freude.