Montag, 28. September 2026

Und immer wieder der Gärtner

Unser Nachbar beschäftigt einen Gärtner. Einen äusserst fleissigen Gärtner. Er ist alle paar Tage am Schneiden und Mähen und Rechen. Manchmal bringt er seine Frau mit, und sie begutachten gemeinsam den Feigenbaum an der Hausecke. Wenn es viele reife Feigen hat, bekommen wir auch eine Handvoll. Der Gärtner ist nämlich mit uns zufrieden. Wir sind keine von der Sorte, die den Garten verwildern lassen. Wir pflegen den Garten, und das muss man. Nicht wie eine Hausbewohnerin, die Kartoffeln gesetzt hat - und sie nie, nie erntet. Hat sie sie vergessen? - Wir sind nicht so. Wir gehören zu den Guten  Auch wenn der Herr Gärtner nicht vergessen hat, dass ich dem lästigen Unkraut, das er samt und sonders ausreisst, "Beikraut" sage. Und dass ich sehr gern einen Garten hätte, der ein bisschen wilder, verwilderter wäre. Aber da ist ja auch noch Reto, der das alles in guten Bahnen hält.

Sonntag, 27. September 2026

Wieviele Küchengeräte braucht der Mensch

Bald ist wieder die Olma in St. Gallen. Die Messe für Landwirtschaft und Ernährung. Reto freut sich schon darauf.

Gestern haben wir mit unserem Besuch über die (überflüssigen) Käufe an der Olma gelacht. Wie war das mit Oskar, der Küchenmaschine, die alles kann? Oskar verschwand so sang- und klanglos aus unserem Haushalt, wie er gekommen war. Unser Besuch kannte den Oskar auch, hat ihn aber nicht erstanden. Dafür andere Dinge, sogar mehr als Reto. Es sei eben schön, etwas Neues zu haben. Etliches landet im Keller, bis da kein Platz mehr ist.

Unser Besuch von gestern ist jünger, als wir es sind. Sie kaufen noch, wir räumen schon.

Die Olma und Reto gehören zusammen. Gern darf er dreimal durch die Degustationshalle schlendern und probieren, was das Zeug hält. Und warum sollte er nicht zum Säuli-Rennen! Einfach keine neue Geräte heimbringen. Das ist wichtig (für mich).

Freitag, 25. September 2026

Meine reiche Küchenecke


 Da stehen meine geliebten Kochbücher; andere habe ich nicht mehr, weil Retos Kaffeemaschine viel Platz braucht. Da steht der Backstein, mit dem wir vor dreizehn Jahren wieder willkommen geheissen wurden in Winterthur. Mein Messerblock enthält u.a. ein silbriges Tortenmesser und ein neues, langes, wunderschönes Brotmesser.

Heute haben wir auf dem Markt Zwetschgen gekauft und zwölf grosse Tomaten. (Drei neue Pflanzen setzt Reto in den Garten und zupft da und dort aus, was ihm nicht gefällt.) - In meiner reichen Küchenecke stehen viele Gewürze, die im Gewürzschrank keinen Platz gefunden haben oder täglich gebraucht werden. 

Donnerstag, 24. September 2026

Die Wege sind gelegt...

 Gestern und heute Morgen haben wir im Garten geschuftet - Reto mit voller Kraft, ich mit ein bisschen weniger. Aber nun sind die Gartenwege fertig. Sie können begangen werden. Müssen begangen werden, damit sie sich noch setzen. - Ich sage begangen, aber der kleine Kater Mio "scheisserlet" gern darauf. Er kann so gut zuscharren. Ist noch so schön weich. Nun geht das Katerchen manchmal voraus und Reto argwöhnisch hintennach. "Seltsam", denkt der Mio, "was will der Mensch von mir?" Und ab spaziert er in Nachbars Garten. Was uns sehr gefällt!

Mittwoch, 23. September 2026

Der Herbst beginnt, das Jahr neigt sich hin zum Ende

 Wir haben am Gartenprojekt weiter gearbeitet. Und ich habe daran gedacht, dass ab heute die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Leise Wehmut. Grössere Sorge um die Welt. Der Radiowettermann redete von "staubtrockener Schweiz". Regen nicht in Sicht.

Ab heute beginne ich mit der Vorbereitung auf Weihnachten. Das lenkt mich ab und macht mir Freude.

Dienstag, 22. September 2026

Neues Gartenprojekt

Uns ist es am wohlsten, wenn wir etwas haben, worauf wir uns freuen können. Ein Fest ist wunderbar, aber ein Gartenprojekt ist auch schön. Diesmal möchten wir unseren Garten klimatauglicher machen. Keinen Rasen mehr, der im Sommer braun wird. Aber Stauden und Gräser, die nicht gemäht werden müssen. Die stehen bleiben, und im Winter, so es ihn  noch gibt, den Vögeln Samen anbieten. Dort, wo wir immer wieder durchgehen müssen, sollen Gartenwege entstehen. Ein Muster haben wir schon angelegt.


Dann haben wir Säcke mit Sand und Steinen zu uns bestellt. Und fast augenblicklich ist uns gemeldet worden: Heute irgendwann wird geliefert. Dass der Camion schon ankäme, wenn wir noch im Pyjama wären, hätten wir nicht gedacht. So schnell war Reto noch selten in den Hosen.



Montag, 21. September 2026

Vier Kilo, zwei Kilo, ein Kilo

Gebana beteiligt die Produzent*innen weltweit am Erfolg und bezahlt sowieso anständige Löhne. Deshalb liegt mir Gebana am Herzen (ist entstanden als Nachfolgeprojekt aus der "Bananenfrauen"-Bewegung in den 1980-er Jahren). Die Organisation steht für bio, fair und nachhaltig.

Es gibt eine Schwierigkeit bei den Lieferungen von Gebana: Man kann von fast allem nur grosse Mengen kaufen. Zum Beispiel im Winter dreizehn Kilo Orangen auf einmal. Aber ich habe mich eingerichtet und angepasst. Verschenken ist schön, einkochen und tiefgefrieren auch.

Heute kam wieder eine bestellte Gebana-Lieferung: 

Vier Kilo Haferflöckli fürs Zmorge-Müesli. 

Zwei Kilo Bio-Schokolade-Münzen, zartbitter. Das ist seit einiger Zeit meine bevorzugte Schokolade. Zwei Münzen in den Mund, schmelzen lassen, einen Moment lang glücklich sein. 

Ein Kilo Dörr-Aprikosen süss. Nehme ich auf Ausflüge und Wanderungen mit. Muss ich bei einem plötzlichen kleinen Hunger nicht einkehren oder den nächsten Volg suchen. Ich freue mich über Gebana.