Donnerstag, 9. Juli 2026

Elif Shafak, Am Himmel die Flüsse

 Ein Buch, dessen Figuren ich auch nach dem Zu-Ende-Lesen herznah sein werde.

Da ist die wunderbare Grossmutter Besna, die während ihres Lebens so viel Wissen und Weisheit an die zwei nächsten Generationen weitergibt, dass man sich an ihr festhalten kann auch nach ihrem schrecklichen Tod als Verfolgte einer religiösen Minderheit. Ihre Enkelin Narin überlebt, versklavt vom IS, später zum Glück frei gekauft.

Arthur, der aus ärmsten Verhältnissen kommt, will nach Ninive und dort Tontafeln ausgraben, um das  Gilgamesch-Epos zu vervollständigen. Er hat sich die Keilschrift selbst erarbeitet. Die älteste verschriftlichte Dichtung wird zu seiner Passion. Er widmet ihr sein Leben.

Von Zaleekhah habe ich am liebsten immer wieder gelesen. Sie verlor als Neunjährige ihre Eltern durch ein Hochwasser. Ihr Onkel Malek nahm sie in seine Familie auf. Aber sie kämpft als Erwachsene sehr um ihre Identität. Nach der Trennung von ihrem Ehemann lebt sie auf einem Hausboot. 

Die Geschichten der Menschen im Buch sind miteinander verflochten. Und geeint im Thema Wasser. Ein Wassertropfen fällt, steigt wieder auf, fällt wieder zur Erde...

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