Donnerstag, 8. Oktober 2020

Morgens hüten, abends Besuch

 Wir haben sogar gebastelt mit unserem Hütekind. Am Morgen einfach noch nicht dran denken, dass am Abend Besuch kommt. Dann wird alles gut. Eine Sache nach der anderen mit Aufmerksamkeit tun. Gespannt bin ich nur, ob das Rezept für panierte Pouletschnitzel taugt. Die Panade besteht aus geriebenen Marroni. Noch nie gegessen, noch nie fabriziert. In drei Stunden weiss ich mehr. - Aufgeräumtheit, innere, kommt auf. Freude auf den Abend. Reto und ich sind so weit.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Charlotte Wood im "Tagi-Magi" über das Altwerden

 Die Angst vor dem Altwerden bestehe vor allem darin, dass wir fürchten, reduziert zu werden auf unser Alter. Dass wir "der Fülle dessen, was wir sind, beraubt werden" (Charlotte Wood). Aber wir seien alle "eine Vielheit", schrieb Walt Whitman (amerikanischer Dichter, 19. Jh.). 

"Anstatt uns reduzieren zu lassen, könnten wir unserer Vorstellung vom Altwerden immer neue Facetten hinzufügen, das Nachdenken über das Alter zur Kunst machen und das Altwerden immer neu erkunden." Charlotte Wood

Hoffentlich vergesse ich das nicht und versuche meine Vielheit zu leben. - Das Altwerden erkunden, das gefällt mir. Jetzt.


Dienstag, 6. Oktober 2020

Verblüfft

 Auf dem Wochenmarkt haben wir Eglifilets gekauft. Die isst sogar Reto. Ich habe mir dazu Spinat gewünscht. Den isst Reto nicht. Also haben wir an einem Stand Spinatblätter in ein Stoffsäckli gefüllt und uns Brokkoli abwägen lassen. Die grosse Flasche Süssmost habe ich schon mal eingepackt. Reto kümmerte sich um den Rest. Äpfel hatten wir schon, Kürbis auch. Zeit für Kaffee. Reto schlug zu meiner Verwunderung vor, im Freien am Graben zu "käfele". Zwar bekamen wir einen kalten A...., eh Hintern, aber gut wars. - Zu Hause packten wir alles aus. Ich freute mich sehr auf Fisch mit Spinat. Nur - - - wo war der Spinat??? Wo waren die Brokkoli??? - Zwei Rucksäcke dreimal untersuchen. Nützte auch nichts. Spinat und Brokkoli waren in der Stadt geblieben. - Da gab es zuerst mal viel Stille. Dann ging ich in den Garten und fand ein Kohlrabi, das knapp gross genug war, und ein paar Rüebli, die sowieso klein sind. Feines Essen allemal! 

Montag, 5. Oktober 2020

Schaffhausen - einfach so

Ferientage und Abende sollen ein bisschen anders aussehen, riechen, schmecken. In der Küche köchelt ein saures Rotkraut vor sich hin. Beim letzten meinte Reto, es könnte saurer sein. Soll er nur mal sehen! - Später fahren wir nach Schaffhausen. Weil wir lange nicht dort waren. Weil es eine hübsche Stadt ist. Und einfach so. Aber die Ausstellung über Hühner im Museum Allerheiligen ist heute nicht offen. Können wir noch bis April 2021 aufsparen. - Dann gehen wir also heute ohne Plan. Das gibt ein Ferien Gefühl.

Sonntag, 4. Oktober 2020

Wochenende - haben wir auch Ferien?

 Die Kinder haben Schulferien. Reto und ich betrachten diese zwei Wochen auch als Ferien. Einige denken wohl, Pensionierte hätten immer Ferien, aber dem ist nicht so. Haushalt, Garten, echli Politik, Keller bitzeli räumen, und immer, immer dem Staub wehren und dem allgemeinen Niedergang, auch dem unsrigen. - Aber jedenfalls haben wir den gestrigen Abend wunderschön mit Besuch verbracht. Schon ein bisschen Ferienstimmung! - Heute sind wir laufen gegangen. "Süüferli" wegen Retos Fuss, der schmerzt. Unterwegs haben wir alle anderen gesehen, die den sonnigen Sonntag auch genossen haben. Viele, viele waren unterwegs. Ferienstimmung? - Wir werden herausfinden, wie die nächsten Tage zu Ferientagen werden können.

Freitag, 2. Oktober 2020

Konzernverantwortungsinitiative

 Oh, oh, da habe ich mir etwas eingebrockt. Aber gut so! Heute ist Freitag - mein Schreibnachmittag ist angebrochen. Zuerst schreibe ich einen Brief an Onkel Max. Wie fast jeden Freitag. Dann aber liegen FÜNFUNDZWANZIG Karten auf meinem Pult. Ich habe sie ganz selber bestellt. Dick Marty vom Initiativkomitee der Konzernverantwortungsinitiative (welch ein Wort!) möchte, dass ich/wir, die Karten bestellt haben, diese innerhalb einer Woche schreiben. Man erwartet, dass das Abstimmungsergebnis sehr knapp wird. - Also auch hier: Bitte, bitte am 29. November abstimmen gehen! Hoffentlich in meinem Sinn und dem von Dick Marty und dem von allen Menschen, die eine Schweiz wollen, auf die wir stolz sein können und deren wir uns nicht zu schämen brauchen. Und bitte, nicht auf die Ablenkungsmanöver der Gegner reinfallen!!! 

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Überall "Plopper"

 Dutzende in unserer Wohnung. Auf dem Kaya Pult. Auf dem Stubentisch, dem kleinen Tisch zwischen den Sofas, auf Kästchen. Einfach überall "Plopper". Diese knapp drei Zentimeter grossen Köpfe mit Saugnapf gab es vor Jahren bei Coop zur Belohnung - "Goodies" hiess das in korrektem Marktdialekt.


Heute hat sie Kaya wieder einmal aufgestellt, mit ihnen gespielt. Und ich lasse die Dinger noch zwei, drei Tage haften, wo sie sind. Ich habe es gern, wenn Kaya unsere Räume mitgestaltet. Hie und da mache ich dann "plopp". Plopp, plopp, plopp.