Ich mache täglich ein paar Runden durch unser Gärtchen. Retos viele Blumen sind wunderschön. Unser Kater sonnt sich auf dem Fenstersims. Die Hornisse bringt mich immer noch dazu, wegzurennen.
Heute habe ich einer kleinen Kreuzspinne zugeschaut. Sie hat zwischen den noch kahlen Zweigen des Feigenbäumchens ihr Netz gesponnen. Aber was ist passiert? - Der Wind hat zwei, drei Samenfallschirmchen eines Löwenzahns just in ihr Netz getrieben. Und das passt ihr nicht.
Bei einer solchen Aktion habe ich noch nie zugeschaut: Die kleine Spinne packt das Fallschirmdach des Löwenzahns mit ihren Beinen, Füssen, drückt es zusammen und versucht es nach unten zu bringen. Siehe da, mit Ach und Krach bringt sie das erste Sämchen wieder zum Fliegen, ohne dass ihr Netz kaputt geht.
Das zweite ist mühsamer. Wahrscheinlich klebt es fast zu stark. Aber die Spinne müht sich erneut. Bringt alle Beine um das weisse Dächlein in Stellung. Drückt, schiebt, wendet alle Kraft an. Das Schirmchen kippt. Jetzt ist der braune Samen oben. Stossen, stossen, bis auch dieses Samengebilde aus dem Netz befreit ist und fort torkelt.
Die Spinne verschwindet hinter dem Stämmchen der Feige. Muss sie ausruhen? Wird sie ein neues Netz an einem anderen Ort bauen?
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