Samstag, 16. Mai 2015

Kochstudio Hegifeldstrasse 51

Seit Tagen ist das Schulkochen Thema in den Leserbriefen des Tagi. Reicht es, etwas Theorie über gesunde Ernährung zu bekommen, oder sollen Schülerinnen und Schüler am Kochherd stehen und nach dem Kochen essen müssen, was sie fertig gebracht haben? - Ich erinnere mich, wie stolz ich war, als ich zu Hause kochen durfte, was ich in der Schule gelernt hatte. Gefüllte Omeletten mit Salat mochte meine Mutter besonders gern. Wenn ich kochte, durfte niemand in die Küche kommen. Ich brauchte keine guten Ratschläge. Gelernt ist gelernt. - Später unser Sohn in der Sekundarschule. Realschülerinnen und Realschüler kochten obligatorisch in den Kochschulstunden. Sekundarschüler durften überlegen, was es ihnen bringt und das Fach freiwillig wählen oder eben nicht. Mein Ehemann fragte am Elternabend nach, was das bedeute. Es wurde ihm erklärt, dass Sekundarschüler nicht unbedingt kochen können müssten. Sie fänden mit ihrem höheren Lohn schon Möglichkeiten, sich zu ernähren. Grauenhaft! - Heute Morgen habe ich für den Abend schon einen Crunchy-Teig zusammengemischt. Haselnüsse gehackt und geröstet. Welch ein Duft! Fenchelsamen und Rosmarinnadeln darunter gemischt und ein paar andere Zutaten. Der Grundstein meiner Freude am Kochen wurde im praktischen Tun an der Bezirksschule Zofingen gelegt.

Freitag, 15. Mai 2015

Ein "Grümscheli-Tag" (ein bisschen das und jenes tun)

Nach zwei langen Abenden im Garten mit Gästen kommt mir der heutige Regentag nicht ungelegen. Bei all dem Staunen und Geniessen des frühen Sommers bleibt das Eine und Andere liegen. Zuerst also das Pult sichten. Dann sich mit dem Ehemann hinsetzen und Daten bereinigen. Eine Einladung kreieren. Den Einkaufszettel schreiben. Es bleibt Zeit für die Weiterarbeit an der Taufe, die ich im Juni im Urner Oberland gestalten darf. Mit den Eltern zusammen, die das Ereignis sehr ernst nehmen. Mich treibt das Motto ein wenig um, das sie gewählt haben - "behütet vom Schutzengel". - Ich bin ohne den Gedanken an einen Schutzengel aufgewachsen und habe deshalb nie mit einem solchen gerechnet. Ob sich mein allfälliger Schutzengel beklagt, weil er keinen Dank bekommt von mir? Schliesslich lebe ich immer noch.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Gesund und munter

Auffahrtstag - früher immer der Tag, an dem mit den Velos ausgefahren wurde. Heute haben wir beschlossen, das schöne Morgenwetter zu nutzen und einen alten Weg wieder einmal zu gehen: Von der Endstation des Oberseener-Busses Richtung Schmetterlingstal, dann auf die Höhe und down gen Räterschen. Picknickhalt beim oberen Weiher ob Räterschen. So gesund haben wir lange nicht mehr gegessen: Darvida mit Kirikäse, eine Kinder-Banane und ein paar getrocknete Feigen, schliesslich ein paar Mandeln. Wasser zum Trinken. Fein war es und schön, dabei dem Mäusebussard und den Rotmilanen bei ihrem Segelflug zuzugucken. - Ein Vater und sein etwa zehnjähriger Sohn haben gefischt am Naturschutzweiher (???). Wir haben diskutiert, ob Buben und Mädchen schon Fische töten sollten. Die Diskussion ist Schweiz weit im Gange. Im Urner Oberland ist sie überflüssig; die allermeisten Buben machen einen Kurs und dürfen dann fischen, sind stolz, dass sie fischen dürfen (inklusive fachgerechte Tötung des Fangs). - Ich bin keine Vegetarierin, aber sollen Kinder???

Dienstag, 12. Mai 2015

Erster Sommertag

Kaya hat blutte Füsschen und ein Sommerröcklein an. Wir sind mehr draussen als drin. Mögen nicht am PC sitzen und sind überhaupt nicht sesshaft. Gleich geht es in den Eulachpark zum Sändele und Pflötschele.



Am Morgen war wieder Kayas Gärtli Trumpf wie schon oft. Kaya isst Gartenkresse samt Wurzeln und Dreck, wenn wir nicht aufpassen.

Montag, 11. Mai 2015

I do it...

Es wird konkreter. Als Fan vom Roten Kreuz mache ich beim Projekt "mitten unter uns" mit. Heute Morgen war die fröhliche, junge Projektmitarbeiterin bei mir zu Hause. Sie hat schon ein Kind "im Auge", das passen könnte, das auch mit Kaya spielen würde, dem ich Geschichten erzählen dürfte, das mein Bastelmaterial verkleinern helfen könnte, dem ich Sprache näher bringen dürfte mit allen spielerischen Methoden, die ich intus habe. - Das Projekt wird professionell betreut, und wie schön, es stehen mir Weiterbildungs- und Austauschtage offen! Horizonterweiterung und erst noch das Gefühl, einen kleinen Beitrag zum Thema "Migration" leisten zu können.

Sonntag, 10. Mai 2015

Einsetzung zum Gemeindeleiter

Ich gehe an keine Priesterweihen - auch nicht von mir gut bekannten, sogar vernünftigen jungen Männern (einen solchen kenne ich, genau gesagt). Dieses sich vor den Bischof Legen und damit Gehorsam gelobigen, das kann ich nicht mitanschauen. Noch ein paar andere Sachen. - Aber heute war ich mit Reto dabei, als in St. Ulrich Marcus Scholten als Gemeindeleiter eingesetzt wurde. - Ich habe Marcus kennengelernt, als er frisch von Deutschland in die Schweiz kam. Ein Lausbub und Chaot, aber ein prima Kollege, mit dem man gern durch Dick und Dünn ging und ihm half, die Stühle für eine Veranstaltung doch noch rechtzeitig aufzustellen. - Jetzt ist er ein gestandener fünfzigjähriger Familienvater. Lebenserprobt, aber immer noch lächelnd. Schön, dass St. Ulrich eine neue Gemeindeleitung erhalten hat! Schön, dass es Marcus ist!

Samstag, 9. Mai 2015

Wacholderlikör

Gestern zwölf Stunden "on the road". Heute Morgen schon um neun Uhr ein Telefon, dass ich Kaya hüten werde, derweil die Männer einen Hütehag für das kleine Mädchen gegen die Strasse bauen. Ist auch nötig - mit knapp zwei Jahren Lebenserfahrung sieht man noch nicht ein, dass eine Strasse gefährlich ist. - Da habe ich mich sehr beeilt, im nahen "Migrolino" das Nötigste für das Wochenende einzukaufen. Die Zeit hat noch gereicht, mit dem Gin, den ich gestern geschenkt bekommen habe, und meinem Löwenzahnhonig, den ich selbst eingekocht habe, einen Likör nach Gisula Tscharner zusammenzumischen. Reto und ich haben zur Stärkung für den Tag ein erstes Schlücklein genehmigt. Warm ist mir - vom Likör oder von der Beeilung.