Donnerstag, 16. November 2017
Ein ganzer Novembertag im Haus
Reto und ich sind erkältet. Etwas mehr als erkältet, aber nicht ganz krank. Dieser Zustand, wo man keine Memme sein will und sich tapfer durch den Tag kämpft. Aber man ist überaus froh, wenn es Abend wird und man sich einfach hinlegen darf. Kein Hütekind mehr etwas von mir will. - Reto ist für ein paar Stunden ausgeflogen. Essen mit ehemaligen Arbeitskolleginnen. Mochte ich ihm von Herzen gönnen, aber wann kommt er endlich zurück?
Mittwoch, 15. November 2017
Und dann war es schon nach zwanzig Uhr...
Pensioniert und immer zu tun! - Gestern Morgen mussten wir auf den Markt in Winterthur. Reto brauchte nochmals Quitten, weil der erste Gelée zu sauer und zu wenig war. Fand er. - Ich finde ihn fein und nicht sauer, aber unsere Kinder lieben ihn auch, also braucht es mehr. - Wir können ja nicht in die Stadt, ohne uns noch eine Tasse Kaffee zu gönnen. Da schauen wir dann interessiert aus dem grossen Fenster und sehen Leute: "Schau mal, der Herr Hans!" - Er heisst nicht so, aber wir erinnern uns gut an das Geschichtenerzählen mit Moni im Jugendraum von St. Ulrich. Da war der Herr Hans unser grösster Fan. - Ach ja, und irgend eine ehemalige Arbeitskollegin von Reto sehen wir fast immer. - Wo sind eigentlich meine Leute? Noch nicht pensioniert und an der Arbeit oder pensioniert und am Reisen. Oder es geht ihnen so wie mir: Kaum bin ich aufgestanden ist es schon wieder Abend. Gestern habe ich einfach vergessen zu bloggen. Darf ich, ist ja freiwillig.
Montag, 13. November 2017
Der Tag geht nun zu Ende
Halb acht Uhr morgens bis sechs Uhr abends ein oder zwei Kinder zum Hüten und Unterhalten. Oder unterhalten sie eher uns? - Jedenfalls sind die Tage voll von allem. Nur sehr selten von schlechter Laune. - Sind zwei Kinder anstrengender oder weniger anstrengend als ein Kind? - Schwer zu sagen, mal so, mal so. Aber lauter sind zwei bestimmt als eines. - Jetzt ist Ruhe eingekehrt. Das ist unser Vorteil > wir geben die Kinder spätestens am Abend wieder ab. Ein bisschen aufräumen, ein bisschen für morgen planen und dann kann kommen, was will - wir fläzen uns aufs Sofa und haben Feierabend.
Sonntag, 12. November 2017
"Hereinspaziert"
So hiess der Film, den wir gestern im Kino gesehen haben. Lustig - wir waren gerade mal vier Personen im kleinen Kinoraum. Und lustig war auch der Film - jedenfalls oberflächlich gesehen. - Ein vermögender Autor stellte sein neues Buch vor und plädierte dafür, dass die Reichen ihre Herzen und Häuser für Arme öffnen sollten. Er wurde öffentlich gefragt, wie er es damit halte, ob er eine Roma-Familie aufnehmen würde, die vor seiner Tür stände. Natürlich behauptete er überschwänglich, er würde es tun, hoffte aber, in Ruhe gelassen zu werden. - Die Roma-Familie kam und brachte alles drunter und drüber. Manchmal war es nicht lustig sondern gruselig (Maulwurfsragout). Die Romas waren auch nicht einfach sympathisch und nett. Sie bedienten alle Klischees über Romas, die wir so haben. Aber als Komödie angelegt kam alles zu einem harmonischen Schluss in Rumänien. - Unterschwellig war Merkel da mit ihrer "Willkommenskultur" und ihrem Ausspruch: "Wir schaffen das!" - Ich würde es nicht schaffen.
Samstag, 11. November 2017
Bereit für neue Taten
Ein zweiter "freier" Tag - und schon will ich mehr. - Mehr lesen, mehr erleben, mehr Kreatives tun. - Aber bitte dran denken: Nächste Woche hüten wir wieder an vier Tagen Kinder. - Oh, lala, ist aber auch wahr! Aber kommen danach nicht auch wieder drei "freie" Tage? - Ich erinnere mich schwach daran, dass meine Geschichte für unsere Enkelin weitergeschrieben werden sollte. Und unser Sohn wünscht sich einen Pullover, von mir gestrickt. Ausserdem geht es nicht lange bis Weihnachten. Was ist mit Geschenken? - Zuerst aber gehen wir nun wieder mal ins Kino. Dann sehe ich weiter.
Freitag, 10. November 2017
Schon wieder Abend - haben wir heute etwas gemacht, was lohnt?
Schon um die Mittagessenszeit habe ich mich gefragt: Was habe ich bisher getan? Und jetzt am Abend frage ich mich dasselbe abermals. - Ich habe meinen Ehemann gefragt, ob der Tag sich "gelohnt" habe. - Er ist der Meinung, dass wir nicht nichts getan haben.
Also: Am Morgen habe ich mich durch das Papier auf meinem Pult gewühlt und sofort erledigt, was mich ansprang. Zum Glück gab es keine unliebsamen Überraschungen. Die Bio Orangen auf Weihnachten sind bestellt. Sie waren letztes Jahr so, so, so fein. - Ich habe mich bei meinem Zahnarzt gemeldet wegen meines bösen Zahns. Weil der Zahnarzt keine Zeit hat und es NICHT dringend ist, muss ich erst im nächsten Jahr (5.1.) wieder vorsprechen (oder eher: mich hinlegen). Das hat mich sooo glücklich gemacht für den Moment. Freigesprochen für dieses Jahr! Hurrah!
Am Nachmittag waren wir in der Stadt, haben gemeinsam Kaffee getrunken und uns dann getrennt für ein paar Stunden. Jedes von uns hat alles gefunden, was gesucht war. Am Schluss war ich im "Wolelädeli", das mir meine Schwester empfohlen hat. Mein Sohn wünscht sich von mir einen selbstgestrickten Pullover. Ich habe ihm nun einen schönen Vorschlag samt Wollmuster. Blau muss es sein, eioohhh! - Ich kam in Euphorie nach Hause.
Also: Am Morgen habe ich mich durch das Papier auf meinem Pult gewühlt und sofort erledigt, was mich ansprang. Zum Glück gab es keine unliebsamen Überraschungen. Die Bio Orangen auf Weihnachten sind bestellt. Sie waren letztes Jahr so, so, so fein. - Ich habe mich bei meinem Zahnarzt gemeldet wegen meines bösen Zahns. Weil der Zahnarzt keine Zeit hat und es NICHT dringend ist, muss ich erst im nächsten Jahr (5.1.) wieder vorsprechen (oder eher: mich hinlegen). Das hat mich sooo glücklich gemacht für den Moment. Freigesprochen für dieses Jahr! Hurrah!
Am Nachmittag waren wir in der Stadt, haben gemeinsam Kaffee getrunken und uns dann getrennt für ein paar Stunden. Jedes von uns hat alles gefunden, was gesucht war. Am Schluss war ich im "Wolelädeli", das mir meine Schwester empfohlen hat. Mein Sohn wünscht sich von mir einen selbstgestrickten Pullover. Ich habe ihm nun einen schönen Vorschlag samt Wollmuster. Blau muss es sein, eioohhh! - Ich kam in Euphorie nach Hause.
Donnerstag, 9. November 2017
Ein Haus abreissen - eindrücklich
In unserer Nähe werden alte Häuser mit zu kleinen Räumen für die heutige Zeit abgerissen. Wir sind mit unserem Hütekind schauen gegangen, wie das passiert. Eindrücklich! Als wir kamen, war schon die Vorderfront weg. Man sah also den Aufriss des Hauses. Die Badewanne war intakt. Das Kamin stand auf dem Dach. Aber vorn alles offen. Der grosse blaue Kran mit der Schaufelhand fuhr vor und zurück, legte Hölzer auf eine Beige, wischte die Böden von Unrat frei, holte sich das Kamin, riss die Wand neben der Badewanne auf. - Ein Mann fuhr auf dem Velo an uns vorbei. "Da läuft etwas, nicht wahr!" rief er. - Der Kranführer machte sich an die Badewanne und riss sie aus der Betonierung. Die Wanne flog in zwei Teilen zu Boden. - Der Mann mit dem Velo fuhr in die andere Richtung an uns vorbei und rief: "Soll ich euch Stühle bringen!?" - Unser Hütekind hätte gern einen gehabt oder noch lieber eine Leiter, um alles noch besser sehen zu können.
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