Donnerstag, 23. November 2017

Ich warte...

Ich warte
  • auf gesündere Tage
  • auf morgen, wo wir trotzdem einen Ausflug machen
  • auf den Advent, der die Wartezeit per Definition ist
  • auf interessante Vögel im Garten
  • auf die Wolle, die ich vor einer Woche bestellt habe
  • auf die Rechnung vom Zahnarzt NICHT; sie ist gekommen
  • auf unseren Zvieri-Besuch, der bald, bald kommt
Dann warte ich vorerst nicht mehr.

Mittwoch, 22. November 2017

Erzwungenes Essen

Unsere Enkelin ist, sagen wir es so, ziemlich wählerisch beim Essen. Gestern habe ich ENDLICH wieder mal ins Schwarze getroffen mit einer Gemüselasagne. Das hat mich sehr gefreut. Allerdings, da sind wir uns einig, wollen wir Grosseltern uns nicht abhängig machen lassen vom Daumen nach oben oder nach unten - sei es im Facebook, sei es am Esstisch. Ich koche, wozu ich Lust habe oder wozu mir der Inhalt des Kühlschrankes rät. Dass niemand alles essen MUSS, versteht sich von selbst. Oder versteht sich umso besser, als ich weiss, wie es ist, wenn man zum (Aus-)Essen gezwungen wird. - Ich habe unserer Enkelin gestern erzählt, wie das war, wenn meine Schwester und ich "Rääbebappe" (Räbenmus) essen MUSSTEN. So lange am Tisch sitzen bleiben, bis das ungeliebte, graue Zeug unter Würgen geschluckt war. - Heute habe ich von Sportlerinnen gelesen, dass man sie in jungen Jahren brechen wollte, unter anderem mit erzwungenem Essen. - Brauche ich immer noch Beweise, dass schlimm WAR, was ich schlimm fand?

Dienstag, 21. November 2017

Es gibt keine Wirklichkeit.

Ich habe gelesen. Über Wolkenmaler in verschiedenen Epochen. Ich mag Wolken und betrachte sie oft. Als Jugendliche lag ich im versteckten Rasenstück, schaute zum Himmel auf und sah in den Wolkengebilden Figuren. Natürlich wusste ich, dass der Hund am Himmel auch ein Schaf sein konnte oder - halt, nicht eher ein Urweltgeschöpf? - Nimm mich mit, du weisses, fahrendes Flauschgebilde! Mit in eine Welt, die mir gefällt.

Florian Illies, der Wolkenversteher vom "Tagi-Magi" Nr.46 schreibt:

"Es ging ihnen (den Wolkenmalern) darum, dass man jeden Tag etwas Neues malt, indem man in den Himmel blickt, und - das ist der Begriff der Serialität in der Kunstgeschichte - dass mit jedem Blick die Welt eine andere ist, jede Verschattung einer Wolke die Szenerie komplett verändern kann. Sie erkannten, dass es keine Wirklichkeit  gibt, sondern diese immer nur die Summe vieler Bilder ist."

Die Summe vieler Bilder! - Auch die Summe vieler Wörter, vieler Sätze! - Und dann habe ich immer noch nicht gesagt, was ich sagen wollte. Nicht eingefangen meine Wirklichkeit. Und wer liest, hat nochmals eine andere. Meinen wir. Aber Wirklichkeit gibt es nicht. Nicht wirklich.

Montag, 20. November 2017

...dass ich winters meinen Kater auf meiner Bettdecke schlafen lasse

Leute, die mit ihren Tieren das Bett teilen, habe ich nie verstanden. Hatte ich auch nie, nie, niemals im Sinn. Aber unsere Katzen haben das anders gesehen. Zuerst Peppina, als sie noch bei uns wohnte. Nachfolgend Nepomuk. - Er liegt manchmal bereits auf meiner Decke, wenn ich zu Bett gehe. Soll ich leise machen, um ihn nicht zu wecken? - Aber hallo, so weit kommt es noch! Chefin bin ich. Er hat zu rutschen, Platz zu machen, meine Nachtgewohnheiten zu ertragen, Radio zu dulden. Aber dann schlafen wir einträchtig. Ob ich im Schlaf auch seufze, weiss ich nicht. Er ist ein Träumer. Zuckt manchmal zusammen, liegt aber fast die ganze Nacht still, einfach still. Morgens will er um die sieben aus dem Haus. Ist mir auch recht, bin ich eh schon wach. Noch ein wenig Radio hören, kurz dösen und dann aufstehen. - Unsere gemeinsamen Nachtgewohnheiten dauern, bis der erste Hauch Frühling meinen Kater anweht. Dann ist er weg. Verbringt die Nächte im Freien. Steht aber jeden Morgen bereit für sein Morgenessen.

Sonntag, 19. November 2017

Das hätte ich nicht für möglich gehalten

Leben ist Veränderung. Ist ja klar! Aber wie sehr ich mich auch selbst verändere, das sehe ich eher nicht. Ich bin die ich bin. Stimmt aber nur bedingt. Und dabei geht es bei weitem nicht nur um Falten und Fältchen. Auch nicht einfach um Gewohnheiten, obschon diese hartnäckig sind. Es geht auch um Grundlegendes, um Haltungen sogar. Manchmal ertappe ich mich beim Gedanken: "Das hätte ich nie von mir gedacht." - So zum Beispiel hätte ich es nicht für möglich gehalten:
  • dass ich winters unseren Kater auf meiner Bettdecke übernachten liesse.
  • dass ich "mein heiliges, eigenes Zimmer" mit meiner Enkelin teilen würde.
  • dass ich Randen freiwillig essen und sogar neue Randen Rezepte ausprobieren könnte.
  • dass ich "Feindschaften" beenden könnte und überhaupt viel friedlicher würde, als ich es war.
Das sind nur vier Beispiele. Reicht für heute, sonst erkenne ich mich selbst nicht wieder.


Samstag, 18. November 2017

Schon vier Wochen

Ich kann es fast nicht glauben und habe im Kalender viermal nachgezählt - wir sind bereits vier Wochen zurück von unseren Grossen Ferien. - Einerseits wirken sie nachhaltig nach. Ich habe viele meditative Bilder in Kopf und Herz, Sandgefühl unter den Füssen, Sonnenwärme über den Schultern. Aber andererseits bin ich enttäuscht. Der Meereffekt ist nicht eingetroffen. Ich meine, dass die Meerluft das Abwehrsystem stärken sollte. Zwei verschnupfte Kinder, und schon sind wir auch verschnupft. Na, ich behelfe mir damit, dass es ohne Toscana-Ferien vielleicht eine veritable Grippe geworden wäre. Jetzt ist es nur ein Grippaler Infekt. - Reto hat gesagt, ich müsse mich hinlegen. - Jawohl, ich gehorche sofort!

Freitag, 17. November 2017

Zugegeben

Also gut, ich bin krank. Aber ein Tag genügt bestimmt. Dieser Tag ist heute. Ich liege, ich schwitze, ich esse Zwieback, ich habe keine Lust auf Schoggi, Wein und Co., ich lese dosiert, ich messe ab und zu die Fieber. Nichts ist besorgniserregend, nur blöd. Ich mag es nicht, aber wer schon. Morgen ist ein neuer Tag.