Freitag, 15. März 2019
Wer kämpft sich durch Sturm und Wind...
Heute Morgen waren wir mutig. Bewehrt mit Schirmen kämpften wir uns zur Bushaltestelle. Grosseinkauf war angesagt. Zwei Rucksäcke, ein Einkaufswagen mit dabei und ein bisschen Geld. Ha, wir stemmten uns gegen den Sturmwind und hielten die Schirme fest, die uns die Winde aus allen Richtungen entreissen wollten! Schwindelerregend, Nervensache. Wir kamen an im Einkaufszentrum. Dort hatten wir uns nur in die Ströme von anderen Einkaufenden einzureihen. Den Gestellen nachzugehen und Punkt für Punkt von unserer zweiseitigen Einkaufsliste abzuarbeiten. Dann fast alles Geld hinzugeben, das wir mitgenommen hatten und einpacken. Alles Pipifax! Dann wieder ins Wetter hinaus. Und erneut ankämpfen. - Haben wir es geschafft, oder fliegen wir mit den Wolken an einen Ort, wo der Wind sich legt und die Sonne scheint?
Donnerstag, 14. März 2019
Keinen Hund...bei diesem Wetter...
Woran lohnt es sich zu denken bei diesem Wetter, Unwetter, Sauwetter? - Natürlich an kommende sonnige Tage, Frühlingstage, Gartentage, Glückstage. - Damit das leichter falle, sind wir per Zug und Postauto nach Rafz gefahren, um uns im Gartencenter auf bessere Tage vorzubereiten. Noch nie haben wir so viele Samentütchen gekauft. Gemüse, Blumen, von allem viel. Und einen Topf gewachsenen Schnittlauch, denn solchen von Marokko wollen wir definitiv nicht kaufen im Coop. Am Wochenende aber soll von allem da sein. Natürlich nicht in Samentüten. In Schüsseln und auf Tellern und in Gläsern. In Büchsen und Schubladen. Im Keller und im Kühlschrank. - Ohhhhh, da müssen wir wohl morgen wieder los, auch wenn es regnet, regnet, regnet. Einkaufen, heimschaffen.
Mittwoch, 13. März 2019
"Feldenkrais Methode"
Vor unendlich langer Zeit bildeten meine Kinder, und sie waren da noch Kinder, den Anfang einer FeldenkraisGruppe für Kinder. Mit der Leiterin Stefanie Betschart spielten sie lustige, unbekümmerte Spiele und lernten dabei viel über die Reaktionen ihrer Körper, den guten, behutsamen Umgang mit ihm. - Seit ich zurück in Winterthur bin, überlege ich mir, für mich über meinen Körper etwas Gutes zu tun. Da ist der Name Stefanie Betschart wieder aufgetaucht. Google sei dank habe ich sie gefunden, mich angemeldet, und heute war ich in der ersten Gruppenstunde. - Gut war es, und anstrengend fast mehr für den Kopf als für die Glieder. Eine Stunde lang die Vorgaben von Stefanie befolgen, das fordert: "Und jetzt verschränkt ihr eure Hände, aber verkehrt. Der nicht gewohnte Daumen ist oben. Die verkehrt verschränkten Hände legt ihr unter euren Kopf, den ihr dann nach rechts dreht. Hebt den Kopf und das linke Knie. Bringt Kopf und Knie aufeinander zu aber niemals zusammen. Die Ellbogen nach vorn wie Schmetterlingsflügel." - Und wenn ich dann alles verstanden habe, kommt alles noch einmal aber gegengleich oder so ähnlich, jedenfalls Mal für Mal anders.
Dienstag, 12. März 2019
Wir "müssen" ein Lied einstudieren
Hütekind hier. Es bringt ein Frühlingslied mit Text und Noten mit, das es in der Musikschule bekommen hat. Wir kennen das Lied auch nicht, können aber noch Blockflöte spielen. Dann üben wir alle Stunden mal und singen das Lied der Mamma vor, als sie ihr Kind wieder abholt. Das Hütekind am lautesten. - Nebenbei haben wir erfahren, dass der Opa ein Musikzimmer hat mit Klavier, Tuba und Akkordeon. - Bin ich da gerade ein wenig eifersüchtig in meiner Puppenstubenwohnung?
Montag, 11. März 2019
Der Nachbar meint...
Heute ist im Kanton Zürich Fastnacht. Erstmals seit Jahren haben wir ganz darauf verzichtet. Sind lieber im Hegifeld laufen gegangen und haben uns über den bissig kalten Wind gewundert. Aprilwetter im März. Wir sind der Zeit ständig voraus. Sind wir nicht schon ein paarmal unter dem Ahorn an der Wärme gesessen?! Wohl deshalb hat der Nachbar gespöttelt, er habe uns gar nicht im Garten sitzen gesehen heute. War ja auch Schneesturm und Graupelschauer. Es kommt besser.
Sonntag, 10. März 2019
Drachen fliegen
Nein, kein Wetter für grosse Spaziergänge! Jedenfalls für mich nicht. Ausserdem hat Meteo Schweiz gestern gewarnt. Also, Bäume links liegen lassen. Aber es könnte alles Mögliche durch die Luft fliegen. - Im Eulach Park fliegen Drachen hoch und tief. Schnüre verheddern sich. Leute lösen das Verwickelte auf. Lassen wieder hoch gehen. Ziehen die Strippen. Es sieht faszinierend aus. Ich halte mich zwar knapp am Ort; die Sturmböen wollen auch mich dahin und dorthin tragen. Aber noch bestimme ich meinen Standpunkt! - Der blaue Drachen aber landet in den Bäumen. Nach langer Anstrengung geben die Besitzer auf und gehen von dannen. Wir haben auch genug und gehen in unsere windstille Wohnung zurück.
Samstag, 9. März 2019
Und wieder ein Siebzigster
Mit dem Zug nach Altdorf gefahren am Morgen und jetzt am Abend müde, aber reich an Eindrücken nach Hause gekommen. - Vor siebzig Jahren ist ein winziger Seppli zur Welt gekommen. Dazwischen war er Lehrer und später mein Chef und heute unser Freund. Er ist Ehemann und Vater, und heute haben wir mit seinen Söhnen am gleichen Tisch gesessen und das Seppsche Familiengefüge so richtig studiert. Und ausserdem haben wir viele "Eingeklemmte" und viel Süsses gegessen und "es bitzeli" getrunken. Jetzt nachdenklich. Siebzig Jahre - so viel und doch rückwärts geschaut so schnell erreicht. Wie kam es nur - das alles?
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