Donnerstag, 30. April 2015
Grosseinkauf
Morgen ist 1.Mai. Die Läden im Kanton Zürich sind geschlossen. Ausser natürlich "Migrolino" und ähnliche. Wir würden nicht verhungern, falls wir den Einkauf unterlassen hätten. Aber gerade liegt neues Geld auf dem Konto. Und wir können 1000 Superpunkte ergattern, wenn wir genug einkaufen bei Coop. - Oh, wir haben eingekauft! Salate, Milch und Brot, aber auch Knabberzeug für die nächsten Apéros. Und warum nicht gerade ein paar Fläschchen Rotwein. Verschiedene zum Probieren. Halbliterli und noch kleinere. Wir haben nicht immer den ganz grossen "Durst". Die Katzen bekommen "Gutelis"; sie dürfen auch mal etwas mehr bekommen. - Wir haben sowas von eingekauft - aber dabei leider nicht vergessen, dass die ganze Herrlichkeit nicht über die neusten Churer-Geschichten hinwegtröstet. Da ist mal wieder ein fauler Kompromiss eingegangen worden. Er stinkt zum Himmel.
Dienstag, 28. April 2015
I did it - ich habe es getan
Meine Tochter hat kürzlich zu mir gesagt: "Wenn du einmal dement bist, dann weiss ich gar nicht, welche Lieder ich dir singen soll." - Ach, natürlich hat das meine Tochter niemals genau so zu mir gesagt. Sie ist sozial hoch kompetent. Schon als Mädchen. Das hat mich immer beeindruckt und tut es noch. Sie redet zwar ehrlich und offen zu mir. Jedenfalls glaube ich das. Aber sie ist dabei einfühlsam und niemals grob. - Sie hat also so ungefähr zu mir gesagt, dass sie bei einer allfälligen Demenz, die mich dereinst ereilen könnte, in hohem, sehr hohem Alter natürlich, man wisse ja nie, es könnte ja sein - also, welche Lieder sie mir dann singen sollte. Sie weiss ja natürlich auch nicht, was sie bezüglich eines Todes, der sogar mein Tod sein könnte, man weiss ja nie, alles vorkehren sollte gemäss meinem Willen. Deshalb habe ich endlich, ist ja nicht die schönste Arbeit, ein paar Zeilen oder Seiten aufgesetzt, was ich mir wünsche dereinst. In kommenden Tagen, die noch weit, weit weg sein mögen, da das Leben schön ist, da ich es gerade neu zu geniessen beginne. Übrigens ist das Leben gerade auch schön, weil ich eine Tochter habe, die mir Lieder singen will.
Montag, 27. April 2015
Am Tag nach dem Fest
Ja, ja, ja, das mit dem Wein - ich verliere regelmässig den Überblick. Gibt aber an einem Fest auch so viel anderes zu überblicken! Die Festgemeinschaft bestand aus Erwachsenen und Kindern, und alle bewegten sich souverän. Die beiden Jungs spielten mit Kaya und streichelten ihr ab und zu über den Kopf. Hochheben, um die männliche Kraft zu zeigen. Aber immer sorgfältig, und Kaya genoss die Aufmerksamkeit. - Hat eigentlich Judith ihren Geburtstagskuchen selbst gebacken? Wer hat die sieben (!?) Kerzen aufgesteckt und angezündet? Ausgeblasen hat sie Kaya unter dem Applaus der Anwesenden. - Auf alle Fälle haben Reto und ich mehr als genug gegessen (und getrunken). Das ist wörtlich zu nehmen. Wir sind noch am Abbauen. Reto tut das rasenmähenderweise, während ich mich körperlich nicht verausgaben mag. Chirimoya - eine Frucht wie eine Kröte - in den Blutbahnen ist für alles gut. Hat die südamerikanische Verkäuferin auf dem Markt gesagt. Sei es!
Sonntag, 26. April 2015
Fit und munter am Morgen
Gerade habe ich eine Umfrage beantwortet. Eine Frage lautete: Wie fühlen Sie sich am Morgen? - Zu meinem eigenen Erstaunen konnte ich eintragen, dass ich mich am Morgen gut fühle und mich auf den ganz neuen Tag freue, auch gespannt bin, was er bringt. - Der heutige wird einen festlichen Abend bringen. Unsere Tochter hat Geburtstag, und wir dürfen mit ihr feiern. Ich habe schon am Morgen etwas Schönes angezogen. Ob es sauber bleibt bis zum Abend? - Jedenfalls ist heute ein guter Tag, und ich möchte nochmals Ernst Halter aus meinem Bibliotheksbuch zitieren:
"Wüsst ich noch, was ich mir für morgen vorgenommen hatte! Es kann nichts weniger gewesen sein, als ein ganz neues Leben anzufangen."
Jeden Morgen ein neues Leben - das will ich; aufbrechen alle Tage.
"Wüsst ich noch, was ich mir für morgen vorgenommen hatte! Es kann nichts weniger gewesen sein, als ein ganz neues Leben anzufangen."
Jeden Morgen ein neues Leben - das will ich; aufbrechen alle Tage.
Samstag, 25. April 2015
Regenwetter - Arbeitswetter
Wenn immer Sonnenschein wäre, hätte ich wenig Lust zu schreiben und noch weniger, am Computer zu arbeiten. - Weil es seit vorgestern in mir arbeitet und rumort, habe ich heute Morgen einen Leserinbrief verfasst für den Tagesanzeiger zum Thema "Entsolidarisierung". Mein Text bezieht sich auf das, was ein 30-jähriger Journalist zum Thema "Ärgstes Problem" in unserem Land meint. Das sind nämlich wir Alten. Sagt er. - Na ja, der Leserinbrief ist abgeschickt. Nun will ich langsam wieder loslassen. Es gibt anderes zu tun. Auch Arbeit. Nämlich den Ablauf der Taufe so zu fassen, wie wir das in Seedorf besprochen haben. Ausserdem möchten die Eltern eine Auswahl an Glaubensbekenntnissen, da das "Apostolische" (= gebräuchlichstes) nicht zu überzeugen vermag. Wenn dann alles Erwünschte im Couvert steckt, melde ich mich beim Roten Kreuz an für das Freiwilligenprojekt "mitten unter uns". Gestern ist eine Karte ins Haus geflattert; da wird mir genau das angeboten, was ich am liebsten mache: Kindern Geschichten erzählen, ihnen bei den Aufgaben helfen, spielen, basteln...
Freitag, 24. April 2015
Glückliche Alte
Dieses stand heute im Tagesanzeiger auf Seite neun:
"Dabei ist die Überalterung ein Kernproblem unseres Landes, wenn nicht sein ärgstes überhaupt."
Nichtsdestotrotz bin ich heute Abend eine glückliche Alte, weil der Tag erfüllt war. Ich spüre nichts davon, dass mit dem Alter die Lust auf...News, auf Innovation sinkt. Und von noch viel mehr, was Linus Schöpfer über unsereins schreibt, spüre ich nichts. Ich kann nicht gemeint sein, obschon er uns alle in denselben Überalterungstopf schmeisst. Wie er uns am Leben hindern will, hat er nicht geschrieben, also lebe ich mal fröhlich weiter. Heute war Enkelin- und Tochter- Schwiegersohn-Tag. Erfüllend. Fröhlich. Sinnvoll.
"Dabei ist die Überalterung ein Kernproblem unseres Landes, wenn nicht sein ärgstes überhaupt."
Nichtsdestotrotz bin ich heute Abend eine glückliche Alte, weil der Tag erfüllt war. Ich spüre nichts davon, dass mit dem Alter die Lust auf...News, auf Innovation sinkt. Und von noch viel mehr, was Linus Schöpfer über unsereins schreibt, spüre ich nichts. Ich kann nicht gemeint sein, obschon er uns alle in denselben Überalterungstopf schmeisst. Wie er uns am Leben hindern will, hat er nicht geschrieben, also lebe ich mal fröhlich weiter. Heute war Enkelin- und Tochter- Schwiegersohn-Tag. Erfüllend. Fröhlich. Sinnvoll.
Donnerstag, 23. April 2015
Noch heute und morgen
Noch heute und morgen scheint die Sonne, ist es warm und wachsig. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Aber es ist schade, dass das Geburtstagsfest unserer Tochter auf den Wetterumschlag fällt. Zu machen ist da nichts, und auf ihr Fest freue ich mich trotzdem sehr. Gleich gehe ich ihr Geschenk zusammenbasteln - und schauen, was Ehemann Reto an der wüsten Wand gepflanzt hat. Unsere Betonlöcherwand auf dem Sitzplatz hat nämlich eine Holzverkleidung bekommen, die nun allmählich bepflanzt wird. Wir haben heute Morgen dreierlei Pflanzen nach Hause gekarrt - immer zu Fuss. Aktiv im Alter nennt sich das.
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