Eine liebe Freundin bot an, in Winterthur einen Zwischenhalt zu machen - wir könnten uns ein Stündchen sehen. Wir trafen uns, nachdem Reto und ich zur Blutentnahme beim neuen Doktor gewesen waren. Wo ein Patient im Rollstuhl plötzlich nirgends mehr war und in jeder Ecke und hinter jeder Türe gesucht wurde. Dies nur schnell nebenbei, wie meine Mutter zu sagen pflegte.
In der Stadt genoss ich die Kaffeepause mit Moni, die heute im Gegensatz zu mir noch viele Programmpunkte abzuarbeiten hat. Wir haben uns über Krakau, Töff-Ferien, Lehrperson sein...unterhalten. Auch über das Wiborada-Projekt. Vor 1100 Jahren ist die Frau aus dem Mittelalter gestorben, die sich in St. Gallen für Jahre in einer Zelle einmauern liess. Ich verwarf die Hände und betonte, wie mir das zu katholisch sei, ich das nicht verstehen könne und wolle. Moni hat sich mit einer Ezählperformance sehr engagiert. Durch ihre intensive Beschäftigung mit Wiborada ist sie der Frau und ihrer Spiritualität näher gekommen.
Oh, ein Plauderstündchen ist schnell vorbei, aber wenn ich schon in der Stadt bin... Ich habe meine Lieblingsläden aufgesucht und so das und jenes gekauft. Immer, wenn ich in die Stadt gehe, wird es teuer.
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