Im Tagi-Magi Nummer 49 (6.12.2025) wird Julian Schütt zu Max Frisch befragt. Schütt ist der "Autor einer gefeierten Frisch-Biografie". Trotzdem glaube ich nicht, dass ich mir die Biografie kaufe. Aber ich frage Stefan, ob er für mich Frischs "Der Mensch erscheint im Holozän" finden kann im Bücherbrocki. Es sei ein "Werk voller Altersradikalität". Das interessiert mich.
Julian Schütt wird im Tagimagi-Gespräch gefragt, ob es bei Frisch etwas gab, das er mehr fürchtete als den Tod. - "Ja", sagte Schütt, "den Tod zu Lebzeiten." - Lebendig zu bleiben falle im Alter schwerer. Die Neugier werde kleiner. Abgelöscht vor sich hin zu vegetieren, das machte Frisch am meisten Angst.
Ich selber fürchte mich am meisten vor dem Tod von lieben Menschen. Und ich fürchte mich davor, dass die Menschheit nicht genug tut gegen die Klimaerwärmung und das Artensterben. Ich habe eine Enkelin, und meine Schwester hat sieben Enkel*innen, Retos Schwester gar elf. Sie alle und deren Freund*innen und überhaupt alle Kinder sollen eine gute Zukunft haben.
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