Ich war am Morgen in der Stadt. Die neuen Unterhosen sind nicht bunt und sexy, wie ich vor hatte, nur wieder schwarz aber naturaline. Ich stöberte dann in den aufgehängten "Sale- Kleidern" im Coop-City. Nichts konnte mich überzeugen. Die schönste Hose gab es nur in Grösse 50. Der schönste Pullover gehört zur eben eingetroffenen Kollektion: Hundert Franken will ich nicht bezahlen.
Wanderung hinauf zum Beck Riboli. Oh, diesmal gab es noch Maggia-Brot; also Kafi complet zum Znacht.
Nahebei gab es einen Kleiderständer mit Herabgesetztem. "Modetor" heisst der kleine Laden mit Damen-Mode. Ich liess mich hineinziehen vom Gebotenen. War noch nie da. Schaute mir alles an und war sehr angetan von allem, auch von der witzigen Dame hinter der Kasse. Zwei Kleidungsstücke brachte ich zu ihr. Die helle Bluse weckt Frühlingsgefühle. Der grüne Baumwollpulli ist blau gesprenkelt. Sagte die Verkäuferin: "Haben Sie gesehen, dass der Pullover beidseitig tragbar ist?" - Hatte ich nicht. Sie kehrte ihn um, und da war er grün-blau gestreift. Sie sagte: "Sehen Sie, manchmal hat man gestreifte Laune, aber dann ist es auch wieder genug."
Gestreifte Laune - psychologisch betrachtet deute dies auf Ordnungsbedürfnis und Struktur. Die Streifen könnten aber auch Kopfweh auslösen. Das alles und noch mehr wusste mein Handy. Ich finde die "gestreifte Laune" viel schöner.
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