Heute haben wir uns einen Tag frei genommen und sind nach Luzern gefahren. Zuerst gingen wir "globüsslen" (im Globus herum gucken), dann suchten wir ein Restaurant, um Zmittag zu essen. - Unsere Vorgabe hiess, an einem Ort essen, wo wir noch nie waren. Weder zu zweit noch anderswie. Das erwies sich als schwerer als erwartet. In eine "Chnele" (Beiz, Spelunke) wollten wir nicht. Aber Platz war auch nicht überall. Wir gingen und schauten aus, und dann standen wir vor dem "Barbatti", wo wir schon mehrmals fein gegessen hatten. Wir guckten uns an und nickten und traten ein. Und es passte wie immer.
PS. In der Sonne dem See entlang spaziert sind wir auch noch.
PS.2 Die Buchhandlung Stocker haben wir nicht ausgelassen, aber nichts gekauft;
der Wein (2 dl) im Barbatti war teuer genug gewesen
Donnerstag, 31. Januar 2019
Mittwoch, 30. Januar 2019
Königlich
Sich auf eine Sache konzentrieren gegen das Schwirren im Kopf! - Gestern nach dem Kindergarten geschah das und tat gut. - Zuerst gemeinsam Zvieri essen. Das Grosi hatte Apfel-Tartelettes gebacken. Fein!! - Dann fokussierten wir auf unsere Enkelin. Beim Spielen ergab das Eine das Andere, und alle waren immer im Moment. - Wir spielten Königin, Prinzessin und Diener Johann. Wahrscheinlich war Kaya müde, deshalb ging es bald um Schlafen. Storen runter, Vorhang zu, und jetzt ist Ruh! - Später ergab es sich, dass wir Hörübungen machten. Der Grosspapi hatte ein feines Glöcklein nicht gehört. Frage, was hören wir gut oder überhaupt? Klangschale anschlagen und genau hinhören. Finger in die Luft, wer nichts mehr wahrnimmt. - Kaya war die Beste, dann der Grosspapi, und das Grosi hörte zuerst nichts mehr. - Das Alter! Das Alter! - Dann zeichneten wir uns eine Tabelle wie bei der Augenärztin. - Aus welcher Distanz erkennen wir die Ziffern noch. - Wir waren alle drei ziemlich gut. Allerdings hatten zwei eine Brille auf.
Dienstag, 29. Januar 2019
Mir schwirrt der Kopf
Gestern haben sie in "Puls" im Schweizer Fernsehen dargestellt, dass auch Erwachsene ADHS, die Aufmerksamkeitsstörung, haben können, bei der man Kindern (zu) oft das Medikament "Ritalin" verabreicht. - Nun befürchte ich keineswegs, dass ich von ADHS befallen bin. Nur fällt mir heute auf, dass mir auch der Kopf schwirrt, weil ich nicht alles auf mich Einprasselnde ruhig und geordnet eines nach dem anderen bedenken oder verhandeln kann. Es schwirrt halt durcheinander, taucht auf und taucht unter, kommt wieder - aber es belastet mich nicht. Das ist der Unterschied. Denke ich. - Und was schwirrt da so mächtig? - Tod und Geburten. Buchtexte und die neue FAMA (feministisch theologische Zeitschrift). Rezepte und Kochergebnisse. Warten auf die Enkelin und Vorbreiten meines Geburtstagsfestes (das dauert noch...). Besetzte und freie Tage. - Es schwirrt.
Montag, 28. Januar 2019
Garstiger Wind und weisse Kreide
Kinderhütetag. - Was tun mit zwei Mädchen bei diesem Wetter? Ein bisschen raus an die Luft muss der Mensch. Aber gerade sooo viel Luft? - Nach Spielen und Geschichten on CD gilt: Wir machen eine Runde um den Park. - Die Kinder kommen gern. Als ich dann weisse Kreiden aus einem Büchschen nehme und verteile, ist die Laune sehr gut. - Weisse Pfeile auf den Boden malen und weiterrennen. Namen irgendwohin schreiben und weiterrennen. ENTE schreiben beim Bach und weiterrennen. - Alles gut und schön, aber bei der Schaukel warten, bis die Kinder selber genug hätten, das überfordert mich. Ich habe KAAAALT. Also rennen wir malend zurück und riechen an all meinen Tees. Alle wählen ihren Tee nach der Nase aus und wir bereiten ihn zu. Jede Tasse wird ausgetrunken.
Sonntag, 27. Januar 2019
Stadtrundfahrt (unbeabsichtigt)
Gestern waren wir eingeladen bei einer Freundin in Zürich. Sie waren umgezogen, und wir wussten nicht genau, wo die neue Wohnadresse ist. Aber es gibt ja Google Maps, kein Problem. - Beim Kartenstudium bekam ich Lust darauf, wieder einmal ausgiebig mit dem Tram Nummer sieben zu fahren. Wir früher oft, als ich auf der Jugendseelsorge in Zürich gearbeitet hatte. - Nostalgie immer wieder! - Reto liess sich von mir durch den Hauptbahnhof Zürich schleusen, und dann stiegen wir in den Siebner ein. - Alles prima, aber warum fahren wir dem See entlang. Das habe ich mir anders vorgestellt. Meine Anspannung steigt von Haltestelle zu Haltestelle. Wann kommt unsere? - "Normale" Leute würden ihr Smart-Irgendwas zücken, aber wir nicht. - Endstation und wahr, was ich längst befürchtet hatte - wir waren in die falsche Richtung gefahren. Ich schuld! - Im Tram sitzen bleiben - und zurück geht es. Stadtrundfahrt, die Zeit braucht. Aber die Zwillingsbuben hatten meine Freundin so auf Trab gehalten, dass bei ihr noch rein gar nichts angebrannt war. Ja, es war noch gar nichts im Ofen. Estherchen, entspanne dich. Der Papa schimpft nicht (mehr), und Reto sagt nur, dass er dann auch wieder einen Irrtum zugute hat. Oder so ähnlich.
Freitag, 25. Januar 2019
Spielernaturen
Heute eine Busfahrt und eine Zugfahrt - in die Stadt und aus der Stadt nach Hause. - Was wir längst wissen und oft sehen - viele gucken auf ihre Smartphones und haben keine Augen für ihre Umgebung, manchmal nicht einmal für ihre Kinder im Kinderwagen. - Heute haben wir eine neue Entdeckung gemacht: Frauen und Männer spielen auf ihren elektronischen "Spielzeugen", auch wenn sie nur kurz unterwegs sind. - Eine Frau im Bus vor mir. Schöne Haarfarbe, gut gewählt. Haarschnitt tiptop. Ich schaue ihr von hinten über die Schulter. Sie ist am "Gamen" auf ihrem smarten Ding. - Im Zug auf dem Heimweg. Ein älterer Herr steigt ein, lächelt kurz über einen fröhlichen Dreijährigen und dessen Papa, nimmt aber dann zügig das Tablet auf die Knie und spielt ein Jasskarten-Spiel. - Reto und ich brauchen das nicht. Wir sind immer noch fasziniert von der wirklich existierenden Welt. Eben von der Frau mit den kastanienroten, kurzen Haaren und dem eleganten älteren Herrn mit dem feinen Lächeln, wenn er sich dafür Zeit nimmt.
Donnerstag, 24. Januar 2019
Durch Jahrzehnte und Jahrhunderte...
"Eine Geschichte von Liebe und Finsternis", der Roman von Amos Oz, den ich aus der Bibliothek mitgebracht habe, kann nicht verschlungen werden. Jedenfalls nicht von mir. Ich verliere mich in den Jahrzehnten und Jahrhunderten, in denen die Familiengeschichte spielt. Wer war jetzt wer? Wie verwandt mit wem? - Ach, und das geht nun viele, viele Seiten so weiter? Das Buch endet auf Seite 830. - Ich kann aber nicht lassen vom Werk, nicht vom Autor. Amos Oz hat in Jerusalem und in der Wüste Negev gelebt. Er ist kürzlich gestorben. Sein Roman hat autobiografische Anteile. Wie viele? Welche? - Ich war in jungen Jahren mehrmals in Jerusalem und habe ein Vierteljahr in der Wüste Negev in einem Kibbuz gelebt. Autobiografisches, das verbindet, das interessiert. - Noch mehr: In Judaistik im Theologiestudium habe ich ein wichtiges Buch von Amos Ozens Onkel gelesen. Joseph Klausner im Buch in Pantoffeln zu begegnen ist erheiternd.
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