Seit einiger Zeit gehe ich nicht gern einfach so spazieren mitten in der Woche. Als hätte ich nichts zu tun. Als wäre ich Rentnerin. (hihi) Als hätte ich immer Ferien. - Wenn aber etwas zu holen oder zu bringen ist, dann bin ich dabei.
Heute haben wir den Plastikabfall wieder nach Elsau gebracht. Die Sammelstelle in Winterthur ist leider aufgehoben. Wir also mit zwei vollen Säcken per Postauto an die Pestalozzi-Strasse. Zu Fuss die Treppe mit den blöden, breiten Stufen hinunter und weiter zur Abfallsammelstelle. Dann zu Fuss eine Stunde heimwärts.
Reto spannte den Regenschirm mal auf, mal klappte er ihn zu. Ich liess mich mit Wonne kühl berieseln. Aber die tiefschwarzen Wolken liessen auch mich Starkregen befürchten. Ob der Wind, der Wind auf unserer Seite war und die Wolken bewegte? Von uns weg bewegte? - Er tat es.
Trotz dräuendem Unwetter schauten wir unterwegs zwei Amseln zu, die am Ufer der Eulach ein ausgiebiges Bad nahmen. So ein fröhliches Geplantsche! Hinter ihnen stand hoch aufgerichtet eine Ente, als würde sie die Amseln bewachen.
Eine Stockente? Aber sie hat so einen langen Hals! Menschen haben doch auch unterschiedlich lange Hälse. Eine Laufente? Aber ausserhalb eines Gartens. War sie entwichen? War es doch eine Wildente? - Nachschlagen zu Hause ergab: Es muss eine Laufente sein.
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