Die Firmung vom Sonntag mit (fast) allem Drum und Dran wirkt stärkend in mir nach. Das soll ja eine Firmung. Darum bin ich so fröhlich, ja, so fröhlich, so fröhlich wie Alfred Jodokus Kwak, die Enten-Komikfigur von Herman van Veen, meinem Lieblingsliedermacher. Und auch, weil ich eineinhalb Tage frei habe und machen darf, was ich will. Ich bin ja so fröhlich...Und im Januar 2013 geh ich mit Sohn Stefan Herman van Veen erleben in Bern. Ich bin ja so fröhlich...
Mittwoch, 9. Mai 2012
Montag, 7. Mai 2012
Tulpenfest
In unserem Garten blühen soviele bunte Tulpen in all ihrer Pracht, dass wir heute ein Tulpenfest gefeiert haben. Stefan ist auch gekommen, der bald seinen Traum wahr macht und ein "Lädeli" eröffnet. Das ist so eine schöne Geschichte wie die von "Momo" im Film "Monsieur Ibrahim", den ich auf DVD gerade fertig geschaut habe. Nur ist die von Stefan wirklich, während die von Monsieur Ibrahim fiktiv ist. Wahr sind beide. Und wahr ist auch, dass wir ein Tulpenfest gefeiert haben.
Samstag, 5. Mai 2012
Zum letztenmal im Leben
Heute bin ich zum letztenmal in meinem Leben für einen Firmkurs mit Firmgottesdienst verantwortlich. 25 bis 30 Firmkurse habe ich geleitet oder mitgeleitet und dabei viel erlebt: Unvergesslich die weisse Rose, die mir in Rom zwei Jungs überreicht haben. Unvergesslich die Tränen einer jungen Frau, für die ihre Firmung ein Lebenshöhepunkt war. Unvergesslich der Zickenkrieg in Zürich kurz vor der Firmung, wo nur noch schwere Drohungen wirkten. Unvergesslich all die Reisen nach Assisi und Rom und die Weekends da und dort! Unvergesslich! Unvergesslich! Und ein wichtiger Teil meines Lebens. Immer bin ich auch ein wenig gewachsen mit den Jugendlichen im Kurs. Immer musste ich meinen Glauben auch neu und wieder und wieder definieren.
Heute zum letztenmal. - Mal schauen, wie das mit mir tut...
Heute zum letztenmal. - Mal schauen, wie das mit mir tut...
I chume vo nöime ond goh nöime hii
Ein Berner Sänger hat ein Lied, das beschreibt, wie wir kommen und gehen. - Ich komme heute von Göschenen und gehe nach Winterthur. In Göschenen haben sich Firmandinnen und Firmanden mit Paten und Firmspender getroffen. Ich habe initiiert und organisiert. - In Winterthur feiern wir zwei runde Geburtstage.
Und dann kommen wir wieder.
Und gehen morgen wieder.
Und immer so weiter.
Aber woher kommen wir ganz zuallererst?
Und wohin gehen wir ganz zuallerletzt?
Berner Sänger sind Philosophen.
Und dann kommen wir wieder.
Und gehen morgen wieder.
Und immer so weiter.
Aber woher kommen wir ganz zuallererst?
Und wohin gehen wir ganz zuallerletzt?
Berner Sänger sind Philosophen.
Freitag, 4. Mai 2012
Es jauchzt mein Herz
Seit ich aufgestanden bin, versuche ich, nichts zu vergessen. Nichts zu vergessen, was rings um die Firmung und für die Firmung am Sonntag in Göschenen gebraucht wird oder auch nur gebraucht werden könnte. Es steht eine Reisetasche mit weissen Leintüchern, Farbe, Hammer, Nägeln... bereit. Es fliegen lose Zettel herum. Es liegen feste Abmachungen vor. Und ich eile vom Computer zum Pult und zurück. Und bei alledem klingt das Lied in mir immer stärker, das sich die Firmandinnen und der Firmand im Gottesdienst wünschen: "Es jauchzt mein Herz, dir grosser Herrscher zu." Und ist nicht das DAS ALLERWICHTIGSTE, dass wir jauchzen mögen am Sonntag!
Donnerstag, 3. Mai 2012
Wohl - wollen
Ich hatte ein paar Telefonate zu machen. Die einen macht man lieber als die anderen. Ich telefoniere nicht so gern. Aber manchmal wird man überrascht von einer warmen Stimme am anderen Ende, und man fühlt sich willkommen. Dann redet es sich leichter, und ich verhasple mich nicht. Wenn das Vis-à-vis sogar dann wohlwollend bleibt, wenn man einen Fehler oder zwei zu beichten hat, dann ist der Tag gerettet, und man macht sich voller Kraft und Mut ans weitere Tagwerk. Wohlwollen ist eine sehr schöne Sache. Wie habe ich selbst es damit? Ich will möglichst vielen mein Wohlwollen zeigen! Ich will wohl. Wohl kann man wollen. Wohlwollen.
Mittwoch, 2. Mai 2012
Entschieden!
Ich bin entschieden für die Demokratie. Aber manchmal ist sie, wenn sie ganz konkret gelebt werden soll, äusserst anstrengend. Wenn aber entschieden ist, dann kehrt Ruhe nach dem Sturm ein. Dann kann keine und keiner sagen, man hätte auf sie oder ihn nicht gehört. - Alle haben wir angehört, die etwas zum Ort der Firmung sagen wollten. Hin und her geworfen waren wir selbst von all den Meinungen und Ratschlägen. Aber jetzt ist entschieden. Nicht wirklich demokratisch, aber so wie es die Firmandinnen und der Firmand beschlossen hatten: Die Wetterumstände sollen entscheiden. Wenn man offiziell auf die Göscheneralp kann, gehen wir, wenn nicht, ist es in Göschenen. ES IST IN GÖSCHENEN. Ich bin entschieden für Ruhe nach dem Sturm.
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