Ich finde nicht nur Sachen (wieder), sondern auch Wörter und Sätze, die mich erstaunen oder die mir gefallen. Ein Wort von weit her: Das Kabuff. - Das ist ein Raum, der nach kaltem Pfeifenrauch riecht, und in dem alte Bücher verjähren. Ein Raum, in dem alles etwas vergilbt ist, und in dem man gar nicht mehr weiss, was man alles zwischengelagert hat. Ein Raum aus alter Zeit, denn wer hat heute schon noch Platz für ein Kabuff. Die Wohnung von meinem Götti war ein einziges Kabuff.
Viel erstaunlicher noch ist der Satz eines Bäckers: "Wenn man ein Jahr lang den gleichen Teig macht, dann wird er zu einem Kollegen." - Der Bäcker plädiert für ein ausgiebiges, aufmerksames Üben. Erst dann kennt man seinen Teig. ("Teig" wäre da durch Vieles zu ersetzen, das man sich vertrauter machen müsste.)
Ich bin eine Vielleserin und eine Viel(f)resserin und eine "Vielerleberin". Jetzt kommt die Zeit, wo ich meinen "Teig" kneten kann.
Ich lese zuviel. Ich denke zu wenig. Ich bin kaum.
Freitag, 10. Mai 2013
Donnerstag, 9. Mai 2013
Und wenn ich mich wiederhole?
Gestern bin ich auf ein Gedicht von Antje-Sabine Nägeli gestossen, das ich vielleicht schon einmal gepostet habe, vielleicht aber auch nicht. Ich habe es wiedergefunden, als ich verzweifelt ein anderes Gedicht gesucht habe, von dem ich meinte, es sei von Hilde Domin, aber es ist von Rose Ausländer. Google bringt unter Hilde Domin nicht das gesuchte von Rose Ausländer. Klar. - Da ist mir eingefallen, dass ich einige Lieblingsgedichte von Hand auf Karteikarten geschrieben habe. Irgendwann. Nie mehr gebraucht. Fast vergessen. Gesuchtes gefunden und darüber hinaus ungesuchtes Geliebtes. Hier Antje-Sabine Nägeli:
Nicht fragen was morgen ist
Genug dass heute Dinge mich finden
die Leben verheissen
Gestern haben wir einen Markt in unserer Nähe gefunden. Findet jeden Mittwochnachmittag statt. Ich habe das Nähzeug im Keller gefunden - etwa in der achten Umzugskiste. Reto hat mir triumphierend das Döschen mit den gesuchten Schrauben für die Gartenkiste vor die Nase gehalten.
Aber sind das "Dinge, die Leben verheissen"?? - Muss ich drüber nachdenken. Auch über die Frage, was ist, wenn ich mich wiederhole.
Nicht fragen was morgen ist
Genug dass heute Dinge mich finden
die Leben verheissen
Gestern haben wir einen Markt in unserer Nähe gefunden. Findet jeden Mittwochnachmittag statt. Ich habe das Nähzeug im Keller gefunden - etwa in der achten Umzugskiste. Reto hat mir triumphierend das Döschen mit den gesuchten Schrauben für die Gartenkiste vor die Nase gehalten.
Aber sind das "Dinge, die Leben verheissen"?? - Muss ich drüber nachdenken. Auch über die Frage, was ist, wenn ich mich wiederhole.
Mittwoch, 8. Mai 2013
Am Familientisch
Heute beim Morgenessen war mir so richtig wohl am Familientisch. Es ist immer noch der gleiche grosse Tisch, um den unsere Kinder an der Wurmbühlstrasse in der Riesenstube mit dem Dreirad gekurvt sind. An dem ich meinen 49. Geburtstag mit dem Märchenmotto "Der Fischer und seine Frau" mit Freundinnen und Freunden gefeiert habe. An dem mein damaliges Team von St. Urban, Winterthur-Seen, mit uns eine Hausmesse gefeiert hat. An dem unsere Kinder ihre Hausaufgaben gemacht haben und überlegt haben, was sie in der Beichte dem Pfarrer Unwahres erzählen wollten, weil sie ganz sicher nicht Wahres zugeben wollten. - Unser Familientisch, um den herum ich mir jetzt die ganze Zeit Menschen aus dem Urner Oberland vorstelle. Wer weiss, die einen und anderen besuchen uns vielleicht früher oder später.
Im Badzimmer aber fühle ich mich wie im Hotel: ganz praktisch, aber da bleiben wir doch etwa nicht?! - Familientisch contra Hotel-Gefühl.
Im Badzimmer aber fühle ich mich wie im Hotel: ganz praktisch, aber da bleiben wir doch etwa nicht?! - Familientisch contra Hotel-Gefühl.
Dienstag, 7. Mai 2013
10000, 1000 oder aber mindestens 100
Mir kommt es so vor, als hätte ich heute 10000, 1000 oder aber mindestens 100 Probleme gelöst. Wenn das nur immer so leicht ginge mit den Problemen! Meine bestehen ja zur Zeit vor allem drin, Orte für Gegenstände zu finden. Pah, das dauert! Das ist schwierig, wenn mehr Gegenstände als Orte vorhanden sind. Mindestens scheinbar. Wo ich doch , siehe oben, mindestens 100 Orte gefunden habe. Schliesslich haben wir am Donnerstag erstmals richtig Besuch. Da will man doch eine Gattung machen. Da soll es doch nach etwas aussehen. Mindestens danach, dass man gearbeitet hat. Wo ich doch pensioniert bin. Zum Dessert schaue ich mir genau jetzt nochmals die Fotos vom Pfarreienfest an. Erholung muss sein.
Montag, 6. Mai 2013
Man muss die Feste feiern wie sie fallen
"Man muss die Feste feiern wie sie fallen - und wenn keines fällt, kann man eines erfinden." So hat meine Mutter jeweils gesagt. Sie und ihre Schwester, meine Gotte, haben immer wieder dafür gesorgt, dass die Familienfeste in der Finsterthüele fielen. Diese Sippenfeste am 25. Dezember und am Muttertag waren für mich die Highlights meiner Kindheit.
ABER jetzt läuft ihnen das Pfarreienfest 2013 im Urner Oberland den Rang ab. Was war das für ein wunder-, wunderschönes Fest!!! Ich werde bestimmt noch tagelang davon bloggen und monatelang davon schwärmen und träumen. Unter www.pfarreien.info sind viele, viele Fotos zu sehen. Ach, wie schön war es, fast so schön wie unser Hochzeitsfest.
Der Wermutstropfen besteht darin, dass wir unseren Kater Nepomuk nicht gefunden haben und heute nur Peppina nach Winterthur zügeln konnten. Mit Theres und Martins Hilfe aber kommt Zeit, kommt Kater, so hoffen wir.
ABER jetzt läuft ihnen das Pfarreienfest 2013 im Urner Oberland den Rang ab. Was war das für ein wunder-, wunderschönes Fest!!! Ich werde bestimmt noch tagelang davon bloggen und monatelang davon schwärmen und träumen. Unter www.pfarreien.info sind viele, viele Fotos zu sehen. Ach, wie schön war es, fast so schön wie unser Hochzeitsfest.
Der Wermutstropfen besteht darin, dass wir unseren Kater Nepomuk nicht gefunden haben und heute nur Peppina nach Winterthur zügeln konnten. Mit Theres und Martins Hilfe aber kommt Zeit, kommt Kater, so hoffen wir.
Donnerstag, 2. Mai 2013
Jetzt, wo wir schon fast wohnen könnten...
Echt, vorher haben wir den ersten Kaffee auf unserem Sitzplatz getrunken. Kaffee nicht vom Besten, weil die Kaffeemaschine einen Tag vor dem Zügeln ausgestiegen ist. Sitzplatz nicht vom Schönsten, weil um die grauen Platten "blutte" Erde ist. Bepflanzung folgt.
Weiteres Einrichten folgt ebenfalls, weil ich heute schon wieder abreise. Reto nicht. Ich aber. Nach Flüelen, wo ich normalerweise auch gern bin. Aber jetzt, wo wir schon fast wohnen könnten, ist es nicht so lustig, schon wieder gehen zu müssen. Selber Schuld. Selber so (mit-)geplant. Dass ich morgen nochmals im Betagtenheim Wassen Gottesdienst habe. Dass ich dann bleibe, weil am Sonntag das Pfarreienfest stattfindet. Wie immer alle zwei Jahre. Wie noch nie, weil es unser letztes ist.
Zuallerletzt aber zügeln wir unsere zwei Katzen. Hoffentlich finden wir sie...
Weiteres Einrichten folgt ebenfalls, weil ich heute schon wieder abreise. Reto nicht. Ich aber. Nach Flüelen, wo ich normalerweise auch gern bin. Aber jetzt, wo wir schon fast wohnen könnten, ist es nicht so lustig, schon wieder gehen zu müssen. Selber Schuld. Selber so (mit-)geplant. Dass ich morgen nochmals im Betagtenheim Wassen Gottesdienst habe. Dass ich dann bleibe, weil am Sonntag das Pfarreienfest stattfindet. Wie immer alle zwei Jahre. Wie noch nie, weil es unser letztes ist.
Zuallerletzt aber zügeln wir unsere zwei Katzen. Hoffentlich finden wir sie...
Mittwoch, 1. Mai 2013
Hundemüde, aber alle Kisten weg in zwei Zimmern
Es ist zehn nach fünf Uhr nachmittags. Erstmals sitze ich an einem brauchbaren, sprich aufgeräumten Pult. Meinem Pult. In Retos und meinem Zimmer sind die Zügelkisten weg, aber im Keller und im Wohnzimmer (=Stube+Küche in eins) noch lange nicht. Wir wissen ja gar nicht, wohin mit all der "Chose". Kommt Zeit kommt Rat, heisst der alte Spruch. Hoffentlich ist er wahr.
Vor fünf Minuten hatte Reto ein gewaltiges Erfolgserlebnis: Ein dringlichst gesuchtes Behältnis mit Schrauben kam im Keller zum Vorschein. Das bedeutet, dass ein weiteres Gestell montiert werden kann. Morgen. Nur nicht heute. Wir sind hundemüde.
Vor fünf Minuten hatte Reto ein gewaltiges Erfolgserlebnis: Ein dringlichst gesuchtes Behältnis mit Schrauben kam im Keller zum Vorschein. Das bedeutet, dass ein weiteres Gestell montiert werden kann. Morgen. Nur nicht heute. Wir sind hundemüde.
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