Montag, 7. August 2017

Ein nachbarliches, gelungenes Sommerfest

Was hat man beim Morgenessen doch alles zu tratschen, wenn am Abend zuvor ein Fest stattgefunden hat. - "Hättest du gedacht, dass das Wetter so gut mitspielt?"...
  • Die Asche vom Grillfeuer könnten wir heute noch benutzen, ist noch Glut drunter.
  • Lustig, den drei Kindern zuzuschauen, wie jedes anders ist, ganz anders.
  • So schön, dass die Kinder im Haus mit uns so vertrauensvoll umgehen, muss man dazu Sorge tragen!
  • Wie schade, dass die eine Familie zügeln wird; ob unsere Vermieter auch wieder gut aussuchen, wer passt?
  • Du, im einen Apérogebäck war der Lachs, den ich nicht mag. Dem sage ich "fischele". - Ich mochte es sehr!!!
  • Lustig, was du über die Baumbehörde oder so gesagt hast, die nicht erlaubt, den ungeliebten Baum zu fällen. Da hat echt niemand recht gewusst, ob das Spass war oder nicht.
  • Und dann hast du bei einem Fremdwort, das du nicht kennst, einfach gefragt: Was ist das für ein Tier?
  • Alles in allem ein sehr gelungenes Fest mit allen im Haus! Dass es so etwas gibt!

Sonntag, 6. August 2017

Ausgerechnet heute

Wir hatten oft gutes Wetter in letzter Zeit. Nicht gerade ein stabiles, langes Sommerhoch, aber immerhin. Ich würde mich auch über den Temperaturrückgang freuen, wenn nicht...! wenn nicht ausgerechnet heute das Sommergrillfest unseres Mietshauses stattfände. - Stattfindet! Bei jedem Wetter haben wir gesagt. Verschoben ist ja schon. Und wo kämen wir hin mit einem Sommerfest, wenn alles stimmen müsste. Tiefer Winter würde und wieder Sommer und so weiter. - Also heute! Ich bin gespannt wie in einem Krimi. Werden wir ein Feuer zustande bringen in unserer Feuerschale? Werden wir im Freien sitzen können, ohne zu frieren? Wie werden sich die drei kleinen Kinder halten draussen oder drinnen? Heute ist Sommerfest.

Samstag, 5. August 2017

Im Prinzip

Im Prinzip ist es gut, Prinzipien zu haben. Glaube ich. Ganz sicher bin ich nicht. Sie machen unflexibel. - So bin ich aus Prinzip sehr lange nicht in den Orell Füssli Buchladen gegangen. Weil unser Sohn da zum Himmel schreiende Arbeitssituationen erlebt hat. Vielleicht ist es immer noch so, vielleicht ist es anders. Und anderswo ist es auch nicht besser. Oder? - Wir fahren auch nie wieder, aber wirklich nie wieder ins ConnyLand. Auch nicht mit Kindern, die das möchten. Nein, nein, nein! Aus Prinzip. - Und wir kaufen nicht im nahen Ausland ein, weil es da billiger ist. Aus Prinzip. Und weil wir Valentin Baumann und Ralph Stucki und ihre Bauernfamilien mögen. - Ehrlich, da ist noch echtes Leben. Baumanns Eier sind mal gross, mal ziemlich klein. Weil halt seine Hühner nicht genormt sind. Und bei Stuckis gibt es auch mal ein Rüebli mit einer Form, die mich zum Lachen bringt. - Zurück zum Orell Füssli - ich habe heute mein Prinzip gebrochen. Lag so ein billiges, vielversprechendes Taschenbuch im Aussengestell. Und drin hatte es auch noch Dinge, die wir fürs Fest im September gut gebrauchen können. - Jetzt bin ich eine Prinzipienbrecherin. Das ist im Prinzip sehr fragwürdig.

Freitag, 4. August 2017

Rein theoretisch

Es ist Sommerferienzeit. Wir werden zwei Gärten zu bewässern haben nächste Woche. Das hat man davon, wenn man erst später im Jahr weg fährt! - Was aber tut eine Grossmutter, wenn es nichts mehr zu betuteln gibt für längere Zeit? Wenn die Gedanken schon Tage voraus hüpfen, wo hoffentlich alle, alle gut und gesund zurückkehren. Alle Grosskinder "zäntume" (allüberall). - Nur nicht in Ängste versinken. Den Spruch auf dem Pult wieder mal lesen: "Warum sollte das Schlechte wahrer sein als das Gute? Das ist nicht einzusehen." - Rein theoretisch hat die Grossmutter jetzt mehr Zeit. Sie könnte also für sich selber ganz viel Schönes planen. - Ach, mit dem Grosskind ist ja immer ganz viel Schönes. - Sie könnte in Erinnerungsstücken kramen. - Ach, das wollte sie doch alles dem Grosskind zeigen. - Sie müsste auf der Kindernähmaschine richtig nähen üben. - Ach, das hat Zeit, bis das Grosskind wieder da ist. - Theorie und Praxis - ich schreite zum Freitagabendritual. Reto ist nicht in die Ferien gefahren. Hurrah, es gibt Apéro unter dem Ahorn!

Donnerstag, 3. August 2017

Gemischter Tag

Ich habe fein gekocht, aber tausend grosse, grünschillernde Fliegen erschienen zum Essen und haben uns in der Wohnung umbraust. - Wir haben den Kartoffel von Kaya geerntet. Wunderbare 24 Kartoffeln jeglicher Grösse sind im Topf gewachsen, aber ebenso viele Engerlinge. - Der Herr vom Homeservice wird morgen (morgen und nicht heute) das Regeneriersalz bringen. Ist doch gut, aber dass Reto ihm entgegengefallen ist vor lauter Schnell, fand ich weniger lustig. Er hat sich nichts getan. Also buchen wir den Tag mit halb voll und keineswegs mit halb leer ab.


Mittwoch, 2. August 2017

Fingernägel schneiden

Jede und jeder tut es bei Bedarf. Die einen mit der kleinen Schere, die gut schneiden muss. Die andern mit einem Knipser, der am besten von guter Qualität ist und nicht eine Geschenkbeilage bei Online-Anbietern, was ich schon erlebt habe. Pfui, dann ist es an mir, das Ding Material gerecht zu entsorgen! Ein alter Pfarrer tut es allüberall, allein und mit anderen, mit der winzigen Schere an seinem Taschenmesser. Selbstvergessen und eifrig. Mit der Zunge zwischen den Zähnen. - Genug! - Ich schreibe davon nur, weil wir alle meinen, es sei so selbstverständlich, es zu tun. Aber ich habe/hatte einen Schnappdaumen. Ich war kurz davor, mir die Fingernägel von meinem lieben Ehemann schneiden zu lassen, weil es zu weh tat, Druck zu geben. Ohne Druck kein Knips! - Unterdessen bin ich fünfmal in Craniosacral-Therapie gewesen. Heute Morgen habe ich geknipst, ganz leicht, wie ehemals. So ein Fingernägel-Schneide-Glück!

Dienstag, 1. August 2017

Nach dem Mittagsschlaf

Wie schläft man eigentlich ein? Und wie erwacht man/frau? - Zweites ich meistens schlecht oder schwer. Rumpelsurrig. Augen wollen nicht auf. Jetzt noch nicht. Brauche Zeit. Sehe mich um, wenn die Augen dann bereit sind. Sehe mein Zimmer mein Reich. Mein eigen Sammelsurium. - Glücksgefühl steigt auf. Reto hat mir das grössere von zwei Zimmern überlassen. Danke aber auch! - Abends, nur abends tanze ich manchmal für mich selbst. Und ich schätze die Tür, die ich bei Bedarf hinter mir schliessen kann. Und dann, elf Uhr oder so - einschlafen. Wie mache ich das? Bin noch nie dahinter gekommen. Immer war ich schon weg.