Samstag, 8. Juni 2019
Frauenstreik
Nächste Woche ist Frauenstreiktag. Das ist sehr gut so! Aber etwas verstehe ich nicht. - Wie kann es sein, dass in den Medien und an Arbeitsplätzen, im Bundeshaus und wer weiss wo, darüber geredet wird, wer unter welchen Bedingungen wie viele Minuten oder Stunden streiken dürfe. - Die Frauen streiken, weil etwas ganz und gar nicht stimmt. Sie sind hässig. Sie wollen, dass ihr Streik etwas verändert. Er soll weh tun. - Wenn nun aber gesagt wird, frau könne/solle sich den Tag offiziell frei nehmen, also einen Ferientag dran geben, dann ist das kein Streik mehr. Dann geht das unter Abmachung. Der Chef/die Chefin genehmigt den Ferientag oder auch nicht. - Der Frauenstreiktag soll nicht möglichst wenig durcheinander bringen. Im Gegenteil. Ich hoffe nur, dass sehr viele Frauen teilnehmen und so sichtbar wird, dass Ungerechtigkeit zu ächten ist.
Freitag, 7. Juni 2019
Könnte ich meine Gitarre weggeben?
Ich habe schon mal ein paar Armvoll Zeug in den Keller getragen. Am nächsten Mittwoch muss alles unter meinem Bett weg sein. Und auch sonst muss mein und Kayas Zimmer fast ausgeräumt sein. Wie sonst könnte da eine Disco-Party stattfinden?! Unsere Enkelin wird sechs Jahre alt. - Erst noch war ich froh und glücklich, überhaupt erleben zu dürfen, dass sie auf die Welt gekommen ist - und nun kommt sie bald in die Schule (und ich bin immer noch da). - In den Keller getragen habe ich auch meine Gitarre. Wann habe ich das letztemal an ihren Saiten gezupft? Tue ich das überhaupt noch? - Käme eine, die meine Gitarre haben möchte, sie wäre günstig zu bekommen. Glaube ich. Ganz sicher bin ich noch nicht. Die afrikanische Trommel aber ist sicher nicht zu haben. Jetzt, wo Afro-Pfingsten ist in Winterthur.
Donnerstag, 6. Juni 2019
Kleine Sommerpause
Gestern war es mir zu heiss, und heute ist es mir natürlich zu kühl. - Diese Idealvorstellungen, die ich vor mir her trage! - Es nehmen, wie es ist. Daraus etwas machen oder auch nichts machen. Auch dies eine Vorstellung, dass man immer etwas (daraus) machen müsse. - Ich bin traurig und bedrückt, weil es einem Freund von uns nicht gut geht. Ich habe ehrlich gesagt keine Vorstellung davon, wie ich damit umgehen oder nicht umgehen könnte. Es ist, was es ist.
Mittwoch, 5. Juni 2019
Morgenessen - meine wichtigste Mahlzeit
Es wird davon geredet und geschrieben, dass wir zu häufig (und zu viel) essen. Wir alle sollten Zeitfasten einführen. So und so viele Stunden NICHT essen. Man könne gut, wird geschrieben, das Frühstück weglassen. Mit der Nachtruhe ergäbe das dann ganz schön viele Stunden ohne Essen. - Mit scheint, das passt in eine Gesellschaft, in der Effizienz unglaublich wichtig ist. Kochen und Essen verbrauchen zu viel Zeit. Deshalb auch das boomende Fastfood-Angebot. - Für mich gilt immer noch, dass man am Morgen wie ein Kaiser essen solle, am Mittag wie ein König und abends wie ein Bettler. - Wenn ich mein Müesli ohne Zucker, aber mit Früchten schnabuliert habe, bin ich schon fast bereit für den Tag. Als Tochter meiner Mutter Lina brauche ich aber unbedingt noch ein "Schnitteli" (Konfibrot). Mein Mami ohne "Schnitteli" zum Zmorge - undenkbar. Und ich liebe meine selbstgekochten Konfitüren. Jetzt gerade schmiere ich mir die letzte Erdbeerkonfi vom letzten Jahr aufs Brot. Besser als all die Ratschläge, die einem dauernd aufs Brot geschmiert werden.
Dienstag, 4. Juni 2019
Für meine "Beste" Freundin und für alle
Ein Gute Nacht für alle, die auch müde sind wie ich.
Ein "Heb dir Soorg" für alle, die auf dem Hochseil sind.
Ein träum bunt und schön für alle, die es grau haben.
Ein "Ich wünsch dir was" für alle, die ein Geschenk brauchen.
Ein......
Ein "Heb dir Soorg" für alle, die auf dem Hochseil sind.
Ein träum bunt und schön für alle, die es grau haben.
Ein "Ich wünsch dir was" für alle, die ein Geschenk brauchen.
Ein......
Montag, 3. Juni 2019
Hitzetag
Unsere Hütekinder haben genug von der Hitze für heute. Sie haben sie genossen mit Wasserspiel und Spinnenjagd. Jetzt üben sie in meinem Zimmer mit Musik von Nina Dimitri ihre nächste Vorstellung ein. Reto und ich sind auf Abruf. - Ich mag lieber zuschauen als mittanzen. Muss das Alter sein. Aber heute war ich genug auf den Beinen und in Bewegung, einfach weil viel zu tun war. Am Morgen früh den Garten "trimmen"; es wächst alles so schnell, dass bald kein Durchkommen mehr ist. Reto und ich haben Meinungsverschiedenheiten noch und noch. Er möchte zurückschneiden, ich möchte wachsen lassen. Die Mitte zu finden ist nicht einfach. Besser geht es im Coop: wir lachen beide, wenn das Portemonnaie wieder mal leer ist, obschon gar nicht so viel im Einkaufswagen lag. Wir haben ja noch den Garten. Da wächst allerlei.
Sonntag, 2. Juni 2019
Gewöhnliche Tage????
Wir waren zwei Tage in Altdorf in der Wohnung von Freunden. Das ist dermassen aussergewöhnlich, dass es immer wieder gesagt sein muss: Wir haben einen Schlüssel bekommen vor Jahren. Daten, wann sie auf Ferienfahrt sind, werden vorzu bekannt gegeben. So viel Vertrauen! So viel Grosszügigkeit! - Gut, also! Zwei Tage weg von zu Hause. Viele, viele Eindrücke. Wer eine Zugfahrt macht, erlebt ja schon die ganze Menschenwelt in einem Wagen. Gestern sass eine Russin, glaube ich, neben Reto, die war eineinhalb mal so hoch wie er und mindestens doppelt so umfangreich. - Zuerst bekam Reto eine fürchterliche Beengung, aber dann fühlte er sich unendlich schlank und leicht. - Wir sind gelaufen - einmal Reussdelta, einmal Restaurant "Nussbäumli" über Altdorf. Zweimal einfach nur schön! - Gestern Abend um sieben Uhr waren wir zurück. Mit Bildern im Kopf wie nach einer mehrtägigen Weltreise. Wirklich! - Unser Kater hat uns empfangen und ist schnurrend um unsere Beine gestrichen. Da wussten wir, dass wir wieder daheim sind.
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