Sonntag, 21. Juli 2019
Fast nie, aber heute froh
Bevor wir in die Ferien fuhren, haben wir den Kühlschrank leer gegessen. Gestern sind wir zurück gekommen und haben den leeren Kühlschrank wieder angetroffen. - Brot, Milch und Butter hatten wir vorsorglich eingefroren, aber nun fehlten Früchte und mehr Milch und Joghurt für mein Zmorgemüesli.. - Da haben wir gemacht, was wir sonst vermeiden: Wir sind in die Stadt gefahren und haben im Coop am Bahnhof eingekauft. Auch für morgen, dann muss unser Hütekind nicht schnell, schnell mit uns einkaufen gehen. - Für einmal sind wir froh um die Möglichkeit, auch am Sonntag essen einkaufen zu können.
Samstag, 20. Juli 2019
Was unsere Ferien ausmacht
Wir sind zurück. Zwei Wochen in Guarda im Unterengadin machen glücklich. So nahe der Natur, der Stille, der Schwalben, des feinen Duftes nach Heu, Blumen und Kräutern.
Samstag, 6. Juli 2019
Alles aus dem Kochbuch "Jerusalem"
Gerade (kurz nach zehn Uhr morgens) habe ich alles Geschirr von gestern Abend abgewaschen und weggeräumt. - Wir hatten einen wunderschönen Sommerabend unter dem Ahorn mit zufriedenen Gästen. Und die Igelin erfreute uns mit langer Präsenz in unserem "Gärtli". Kaya und Judith konnten ganz nahe gehen, derweil Reto und Harry ein "Stümpchen" rauchten.
Freitag, 5. Juli 2019
Wir legen uns ins Zeug
Heute ist bei uns ein Arbeitstag, ehe wir uns am Abend dann zurücklehnen und mit unserem Besuch hoffentlich unter dem Ahorn sitzen werden. - Heute Morgen also zuerst eine Stunde Garten. Wer hätte gedacht, dass so ein kleiner Garten so viel Arbeit macht - und soviel Freude! - Unsere Kürbispflanze hat sich auf den Weg gemacht. Hinaus aus dem Gemüsebeet Richtung Rasen oder Richtung Welt? - Überall wachsen grosse und kleine Sonnenblumen. Wir haben keine extra gesteckt; das waren die Vögel, die all die Kerne herumgespickt haben im letzten Herbst. - Schneiden, aufbinden, zusammennehmen, Ordnung schaffen. Aber bloss nicht zu ordentlich. Da hätte die Igelin keine Freude, die abends hinter den hohen Gräsern und kleinen Sträuchern herumraschelt und sich auch ohne weiteres zeigt. Wir müssten nicht einmal flüstern, tun wir aber doch.
Mittwoch, 3. Juli 2019
In die Stadt
Ich musste ja nur "Omidalin" gegen Insektenstiche in der Regenbogenladen-Drogerie (so heisst sie nicht, aber dort ist sie) holen. das gab mir aber die Gelegenheit, in "meinem" Buchladen am "Chileplatz" vorbeizuschauen. Ich hatte ihn, den Laden, ganz für mich allein. Die Buchhändlerinnen sassen mit einer Dame aus einem Verlag (???) draussen am Tischchen und tranken Kaffee. Ich sagte, ich melde mich, wenn ich sie brauche. - Ohh, es ist so unabdingbar wichtig, dass ich ein neues Buch bekomme. Ich halte meine jetzige Lektüre manchmal fast nicht aus. "Die Geschichte des Wassers" von Maja Lunde ist so bedrängend aktuell, dass mir angst und bange wird. - Was, wenn es fünf Jahre lang bei uns nicht regnet? - Herr Rösti von der SVP würde mir raten, den wunderschönen Sommer einfach zu geniessen. Was aber, wenn unser Verhalten ständig, ständig Konsequenzen hat. Konsequenzen, die meine Enkelin und unser aller Enkel und Enkelinnen betrifft?!
Dienstag, 2. Juli 2019
Slackline
Schon lange hat sich Kaya eine Slackline gewünscht und demzufolge ich mir auch. - Heute haben wir so ein Ding zum ersten Mal zwischen zwei Bäumen aufgespannt. - Das hört sich so einfach an. Zuerst aber musste im BEA-Katalog die richtige Slackline ausgewählt werden. Dann erfolgte die Bestellung. Hierauf wurde gewartet. Und eben heute mussten Reto und ich herausfinden, wie das Balancierband zwischen zwei Bäume gespannt wird. Nicht einfach das erstenmal. Aber nach einigem Pröbeln konnten Kaya und ihre Freundin auf das Band steigen und beidseits gehalten ihre ersten Schritte als Seiltänzerinnen wagen. Sie werden es weit bringen!
Montag, 1. Juli 2019
Rechtschaffen müde
Es ist Montag. Die Arbeitswoche hat wieder begonnen. Wir hatten Hütetag. - Unser Hütekind findet es nicht richtig, dass ihre Mamma so viel arbeiten muss, wo doch Oma und Opa in Deutschland immer frei haben. Und Reto und Esther haben auch frei. Nur die Mamma nicht. - Da kriegt man fast ein schlechtes Gewissen. Einfach so frei zu haben geht noch nicht. Am Abend eines WERKtages muss ich mir immer noch beweisen können, dass ich "dem Liebengott nicht die Zeit gestohlen habe". Entweder ich habe Kinder gehütet, oder ich habe im Garten gearbeitet, Briefe geschrieben oder an meinem "Buch" über mein Leben weiter gedacht, geschrieben. Oder sonst Sinnvolles GETAN. - Ich darf also am Montagabend nicht einfach müde sein. Wenigstens muss ich rechtschaffen müde sein.
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