Dienstag, 7. April 2020

Hände waschen

Heute war und ist Gartentag. Reto hatte nicht mal Zeit, mehr als ein Kreuzworträtsel zu machen. Er hat sich um den winterleiden Rasen gekümmert. Entmoost, gedüngt, gewässert. - Ich habe gerade heute die bestellten, ganz besonderen Kräutersetzlinge von Manufactum erhalten. Geburtstagsgeschenk meines Sohnes. - Ich bin gespannt, was wächst und wie es wächst. Es sind Kräuter dabei, von denen ich noch nie gehört habe, z.B. Winterheckenzwiebeln oder Japanische Purpur-Petersilie.


Sehr befriedigt hat es mich, meine Hände wieder einmal gründlich zu waschen, weil sie braunschwarz von Erde waren. Nicht weil ein unsichtbares Virus sich herumtreibt. 

Montag, 6. April 2020

Erfolgserlebnis

Seit einer Woche oder mehr denke ich jeden Abend: "Jetzt stehen meine hohen Winterschuhe, die ich damals fürs Urner Oberland gekauft habe, immer noch im Gang." - Gestern war ein Sonntag mit total unmotivierter Esther. Heute will ich es besser machen. Neue Woche, neue Chance. - Ich habe nach dem Morgen-Sudoku als allererstes, noch vor dem Zähneputzen, die Winterschuhe gebürstet und gewaschen. Das hat Reto auch motiviert. Er hat sogar drei Paar Schuhe imprägniert und alle in den Keller gebracht. Auch meine. - So habe ich ein erstes Erfolgserlebnis. Schuhe versorgen geschafft. Frisch auf, es gibt noch mehr zu tun.

Sonntag, 5. April 2020

Wenn nicht...

Wenn nicht die Sonne warm scheinen würde, wäre es schlimmer.
Wenn nicht die Insekten mich interessieren würden, wäre es langweiliger.
Wenn nicht Ausgang erlaubt wäre, könnten wir nicht täglich laufen gehen.
Wenn nicht noch viele Krimis im Keller lägen, ginge es mir schlechter.
Wenn nicht drei Bücher von meiner kleinen Buchhandlung zu mir unterwegs wären, hätte ich keine Vorfreude.
Wenn nicht der Fernseher Interessantes zeigen würde, müsste ich mich anstrengen.
Wenn nicht Corona wäre, müsste ich nicht "wenn nicht" sagen.

Samstag, 4. April 2020

Gepatzert

Da hatte ich bei Coop-home eine Bestellung gemacht und sogar einen Liefertermin ergattert. Ha, Freude herrscht. - Heute wollte ich die nächste Bestellung machen. Aber meine Katzenfutter, Zucker, Zahnpasta Bestellung wurde zur ersten geschlagen. Eine einzige grosse Liste. - Bitte zur Kasse gehen. Geben Sie die gewünschte Lieferzeit an. Zu diesem Zeitpunkt keine Lieferung möglich. Versuchen Sie es später wieder. - Jetzt bekommen wir wohl am Dienstag auch das früher Bestellte nicht. - Wie sagten wir dem in der Schule: Verschlimmbessern. Aber wir haben genau besehen genug. Ausserdem einen netten Menschen, der uns versorgt. Wir wollten ihm nur das eine und andere abnehmen.

Freitag, 3. April 2020

Ei, Ei, Ei

Wir haben Eier zu Ostern bestellt, bevor wir wussten, dass heuer keine Einladung bei uns möglich ist. Wir werden kein Familieneiertütschen haben. Aber heute sind die Eier gekommen. Woll, woll (= doch, doch) für uns zwei werden sie reichen. Hihi. Sechsundzwanzig Eier sind gekommen.



Donnerstag, 2. April 2020

Immer nur du, du, du

Mit Reto spaziert im Hegifeld. Mit Reto Zmittag gegessen, mit Reto Kaffee getrunken und Kindermilchschnitte probiert, die uns Harry geschenkt hat. - Sag ich zu meinem Mann: "Immer nur du und du und du. Keine Gäste, keine Kinder. Und immer sind wir zu Hause (nebst dem fast täglichen Spaziergang)." - Was wäre die Alternative? - "Immer nur ich und ich und ich. Grässlich."

PS. Ich bin gern mit mir zusammen. Bin auch gern mal allein. Das ist es nicht. Aber Inspiration kommt schon auch von Gästen, aus der Stadt, vom Käfele mit Freundinnen, per Feldenkrais...

Mittwoch, 1. April 2020

Es gibt sie noch - gute Nachrichten

Drei Tage und Abende lang haben wir unser Hütekind, das gleich neben uns wohnt, rufen hören: "Emma, Emma...!" - Emma heisst ihre junge, tiefschwarze, neugierige Katze. Eigentlich ein Katerchen, aber der Name stand fest, bevor das Geschlecht des Kätzchens klar war. Die Katze/der Kater wird keinen Schaden davontragen. - Schlimm war aber, dass Emma verschwunden war, nicht heim kam. Wir haben mitgelitten. Wir sahen Mutter und Kind im Quartier herumgehen, herumfragen, suchen, suchen, rufen, rufen, rufen. - Und dann kam gestern Abend die erlösende Nachricht: Sie haben das kleine Kätzchen in einem Schacht miauen hören. Sie konnten es befreien und nach Hause bringen. Schon heute Morgen ist das mit Ausdauer und Hoffnung gerettete Katerchen wieder munter unterwegs.