Samstag, 10. April 2021

Erst Retos Teil

Oft putzen wir am Samstag gemeinsam unsere Wohnung. Heute habe ich  mich allein ins Zeug gelegt. Aber ich habe nur Retos Teil geschafft. Dazwischen habe ich meinem Ehemann ein Fussbad bereitet, das heilen hilft. Nachher habe ich ihm den Socken über den operierten Fuss gezogen und geholfen, den Riesenschuh wieder anzuziehen. Ihm das Urner Wochenblatt geholt im Briefkasten. Für uns weisse Spargeln aus Griechenland gerüstet. Gekocht. Mayo selber gemacht. Rucola aus dem Garten dazu, fein mariniert. Und dann haben wir mit Freuden gegessen. Oh, ihr griechischen Spargelbauern, das habt ihr gut gemacht! So feine Spargeln! Oder war es das passende Wetter? Oder hat ein Grosskonzern anbauen lassen? - Nicht weiter denken. Nicht mies machen. Oh, ihr Griechinnen und Griechen!!!

Freitag, 9. April 2021

Freundinnen

 Gestern kamen Judith und Kaya zum Zmittag. Später stiess Kayas Freundin dazu. Und dann ging die Post ab. - "Warum eigentlich müssen Kinder (immer) schreien?" habe ich Reto gefragt. - Er weiss es auch nicht, aber beide wissen wir, dass es schon immer so war. Es ist pure Lebensenergie. Das Tolle daran ist, dass ein bisschen davon auf uns Alte überschwappt. - Wenn nach einem süssen Zvieri geschrien wird, weil in der Hör CD auch süsses Zvieri vorkommt, eile ich. Wenn die Freundinnen zum Gangfenster raus steigen und in den Garten hinein rennen und dann im Rundlauf zehnmal, hundertmal mit Schreien ringsum, dann sitzen Reto und ich sprachlos, aber irgendwie verzaubert unter dem Ahorn. (Den ganzen Gartendreck in der Stube, durch die der Rundlauf ging, fege ich erst morgen weg.) - Als der Abend langsam herauf zog, fragte ich die Mädchen, ob sie für mich arbeiten würden. Alle Blumentöpfe ein wenig giessen. - Ein wenig! - Mässig sind sie auch nicht, die Kinder aller Welt. Überschwemmend wurden die Töpfe bedient und der Rasen gleich auch noch. Am Schluss gab es Sprechgesang für uns. Um und um. Bei jeder Runde ein neuer Satz. Synchron und laut und deutlich. 

Donnerstag, 8. April 2021

Zwei Falken rütteln

 Zuerst sah ich nur einen und bewunderte ihn. Dann später waren es zwei über "meinem" Schloss. Ein Paar, nehme ich an, hoffe ich. Was tun dann junge Fälklein? Bleiben sie in der Nähe oder fliegen sie hinaus in die Welt? Ich weiss so wenig über die Natur, die unfassbar spannend ist. Aber heute ist es am wichtigsten zu wissen, dass Retos Fuss gemäss Voraussage des Chirurgs und gemäss heutiger Konsultation im Heilprozess ist. Die Fäden sind raus, aber es dauert allemal.

Dienstag, 6. April 2021

Kurz draussen

 Eigentlich wollte ich vor allem zum Gelben Briefkasten. Meine kleine Runde geriet grösser als gedacht. Und schon erlebte ich eine kleine (oder grössere?) Geschichte: Zwei Mädchen im Park spazierten mit ihren Puppenwagen und je einem (ausgeliehenen?) Hund. Plötzlich rannte der kleine "Bodensuri" davon. Quer über die Quartierstrasse, wo zum Glück nur ein Velofahrer bremsen musste. Das zuständige Mädchen schrie wild, aber vergebens. Dann rannte sie auch über die Strasse. Ein weiterer Velofahrer passte auf und bremste ebenfalls. Das zweite Mädchen hatte seinen grösseren Hund an der Leine. Ob das Mädchen mit dem Hund oder der Hund mit dem Mädchen weg ging, sah ich nicht mehr. Zurück blieben zwei Puppenwagen.

Montag, 5. April 2021

Vielbeschäftigt

 Ich habe es schon immer gewusst: Reto ist ein fleissiger Mann. In unserem gemeinsamen Haushalt macht er normalerweise die ganze Wäsche, saugt Staub, wäscht Geschirr ab, kocht hie und da, arbeitet im Garten...Aber jetzt hat er diesen operierten Fuss. Das bedeutet, dass ich ziemlich beschäftigt bin. Allein einkaufen, Wohnung putzen, immer kochen, immer abwaschen, Wäsche machen...Es ist Einstellungssache, wie ich damit zurecht komme. Wichtig ist, den Tag zu nehmen, wie er kommt. Zum Beispiel unerwarteten Besuch mit Kaffee versorgen. - Vorneweg tun, was zu tun ist. Möglichst nicht in Stress kommen. Dinge liegen lassen. Zeit haben für Schönes. In die Natur gehen. - Mich darüber freuen, dass Reto glättet - trotz seinem operierten Fuss.

PS. Bloggen lasse ich immer mal sein, aber ich komme wieder. 

Freitag, 2. April 2021

Eine Woche vorbei

 Wir haben bereits eine Woche geschafft seit Retos Operation. Es ist für Reto sehr mühsam, an den Stöcken zu gehen, ohne den Fuss zu belasten (maximal 10 Kilo; das ist nichts.). Spaziergänge in den nahen Park finden (noch) nicht statt. Und ich gehe auch kaum noch laufen, weil ich den lieben , langen Tag im Haus herum laufe. Beide sind wir müde. Aber bereit, das Beste zu geben. Reto hängt sich eine chilenische Webtasche um den Hals und transportiert darin Besteck, leere Gläser, volle Flaschen, Zeitung, Kreuzworträtsel...Morgen Abend will er kochen. Poulet im Ofen; ich liebe es genau so, wie er es macht. Was es dazu gibt, wird sich zeigen. Kommt mir meistens im Bett in den Sinn. Osterhase ist vorhanden. Eier sind noch zu färben (Reto) und mit Zwiebelschalen zu kochen, wenn sie mit "Chrütli" bestückt sind. Wie meine Mutter. Wie meine Grossmutter. So muss es sein. Morgen?

Donnerstag, 1. April 2021

Osterferien

 Nein, ich möchte nicht ins Tessin fahren über Ostern. Nein, auch nicht nach Spanien oder Portugal fliegen, obschon die Swiss Flüge genug bereit stellt. Nein, nein und nein. Ich bleibe zu Hause; Reto könnte eh nicht mit. Aber ja, doch, ich würde gern in Stein am Rhein flanieren und dann in einem Restaurant frische Fische essen. Oder in Luzern dem Quai entlang schlendern und dann zurück und im Restaurant an der Spreuerbrücke draussen an der Reuss einen kühlen Schluck trinken. - Restaurants sind zu, also machen alle Ausflüge nur halb so viel Freude. Zurück zum Anfang: Ich bleibe zu Hause.