Die Durchhalteparole heisst: Bei Laune bleiben, indem ich mir meine Enkelin als Vorbild nehme. Gestern hat sie mit leuchtenden Augen davon gesprochen, wie schön es ist, wenn es draussen hudelt und im Haus ist ein schönes Licht angezündet ist. Dann kann man sich in die geliebte Decke einkuscheln oder im schönen Licht mit der Freundin spielen. - Sie hat das mit der Decke gleich mal bei uns vorgemacht. Dann hat sie sich ein Fussbad gegönnt wie der Grosspapi und sich hernach selbst die Füsse einmassiert mit Ringelblumensalbe vom Grosi. Nach feinen Chrieseli zum Zvieri haben wir mangels Freundin mit ihr gespielt und gebastelt. - Und sind bei Laune geblieben!
Mittwoch, 14. Juli 2021
Montag, 12. Juli 2021
Unser Internet lahmt
Es macht gerade keine Freude, am Laptop zu sitzen. Alles geht zuuuu langsam. Das Gerät ist ins Alter gekommen. Weil aber gerade Sommer ist, gefällt mir das fast ein wenig. Ich bin lieber draussen als am Pult. Da gibt es trotz oder wegen viel Regens gut wachsende Pflanzen (die wir mit den Schnecken teilen). Ich bin im Sammel Modus. Heute hat sich Retos Rat als sehr gut herausgestellt. Er wusste, wo ich Johanniskraut pflücken könnte. Wow, so viel! Die Blüten stehen jetzt an der Sonne und liegen im Olivenöl. Es dauert, bis das Öl dunkelrot wird und ich es brauchen kann, um Retos Fuss zu massieren. - Auf meinem uralten Buffet in meinem Zimmer trocknen Thymian, Goldmelisse, Kornblumen, Estragon und Ringelblumen. - Ich mache mich also ein bisschen rar im Internet. Frohen, sonnigen Sommer!
Donnerstag, 8. Juli 2021
In der Stadt wird es gern teuer
Wenn ich zu Hause bleibe, brauche ich kein Geld. Oder nur selten (online Einkäufe). Gehe ich aber in die Stadt, gibt es überall Verlockungen. Heute spazierte ich nur durch ein Warenhaus. Zwei Stockwerke. Ich habe Nötiges gekauft und mich dann an Billigbüchern verlustiert. Drei neue Bücher für neun Franken. Ganz ehrlich wahr. Die Wolle, die ich kaufte war auch nicht viel teurer. Überall sind "Sale" Kartons in Neonfarbe aufgehängt. - So war mein Warenhaus Bummel nicht teuer, aber ergiebig. Übrigens finde ich "Verlockungen" und "verlustieren" wunderbare Wörter. Wie schön, wenn ich verlockt werde und mich verlustieren kann.
Dienstag, 6. Juli 2021
Wo man die Bibel lesen kann...
Wir waren auf dem Markt. Chriesi von Hochstammbäumen, verkauft von so einem herzigen Alten. Die "Härzchriesi" erinnern mich an die Finsterthüele (Grosseltern). Der herzige Alte sagt: "Wir nennen sie "Chindlichriesi", weil sie keine Flecken auf den Kleidern machen." - Ein kurzer Blick von mir zu den verbilligten Wollknäueln, aber wer will schon Wolle "verlismen" im Sommer?! - Staunend schaue ich einer Frau über die Schultern, die gehend in einem offenen Buch liest. Geht inmitten der Marktkundschaft und liest in der Bibel. - Wir finden endlich Goldmelisse zum Pflanzen. Für einen tiefen, gesunden Schlaf.
Montag, 5. Juli 2021
Zweimal ganz unterschiedliche Freude
Gestern feierte meine Schwester ihren siebzigsten Geburtstag. Wir durften dabei sein. Ausserdem ihre Kinder mit Partner und Partnerin und deren Kinder. Vier Grosskinder waren da. - Feines Essen und Trinken auf dem Eschenberg. Ausklang bei meiner Schwester zuhause. - Ich freue mich heute immer noch und hole das eine und andere innere Bild nochmals hervor. Die Vertrautheit der Grosskinder mit den Grosseltern. Die Kleinste mit ihrer grossen Offenheit. So ein Kind, das auf alle zugeht und alle anlächelt, sogar den Hund! Ich könnte lernen von ihr.
In Gedanken am Fest öffne ich den Kühlschrank. Zum Kochen brauche ich Senf und Zwiebel. Aber was ist eigentlich im Plastiksack im Gemüsefach? - Ich gucke hinein und lache laut auf: Unter Krautstiel liegt mein rotes Lieblingsmesser, das ich seit einer Woche schmerzlich vermisse. Ich wusste doch, dass es an unmöglichem Ort wieder auftaucht. Aber meine roten Schuhe stelle ich noch nicht in den Kühlschrank. - Freude Nummer zwei ist nicht so gross wie Freude Nummer eins, aber erstaunlich gross!
PS. DIES IST MEIN DREITAUSENDSTER BLOG!
Samstag, 3. Juli 2021
Was ich suchte, fand ich nicht...
Eine Stunde laufen am Morgen. Ich würde gern Johanniskraut finden. Deshalb gehe ich Wege, die Erfolg zeigen könnten. Tun sie aber nicht. Ich verwundere mich wieder einmal, wie wenig verschiedene Pflanzen am Rand der Stadt wachsen. Biodiversität ist ein schönes Wort. - Dafür treffe ich auf ein Grüppchen Kinder, die etwas verkaufen wollen. "Kristalle" sagen sie den Bergsteinen, die ein bisschen kristallig angehaucht sind. - Ich besitze drei grosse, schöne Bergkristalle, die ich im Urner Oberland bekommen habe. Aber es ist zu schön, mit den Kindern zu plaudern, und so kommen wir zu einem "Geschäftsabschluss". Mit zweieinhalben Franken komme ich gut weg.
Freitag, 2. Juli 2021
Überwältigend!
Gestern hat unsere Nachbarskatze eine Spitzmaus auf unserem Sitzplatz deponiert. Natürlich mausetot. Spitzmäuse fressen Katzen nicht, weil sie ihnen nicht schmecken. Irgend eine Drüsenausdünstung. - Ich fand, wir könnten das arme Mäuslein eine Nacht liegen lassen. Vielleicht habe ein anderes Tier Appetit auf Spitzmausfleisch. Aber heute Morgen lag das Tierchen genau so grau und verkrümmt da. Na gut, nach dem Morgenessen würde ich das arme Ding "beerdigen". - Birchermüesli löffeln, Kaffeeschlucke geniessen. Da nimmt unser Kater Anlauf, um nach draussen zu hechten. Und ich sehe in der gleichen Sekunde einen Milan vom Sitzplatz abheben. Weite Schwingen. Grosser Vogel, aber alles in absoluter Ruhe. Hätte Nepi nicht reagiert, ich hätte nur bemerkt, dass die Spitzmaus weg war. - Den lieben langen Tag heben sich vor meinen Augen die mächtigen Flügel und werden mystischer und mystischer. Bedeuten etwas. Irgend etwas.