Samstag, 7. Juni 2025

Afro-Pfingsten in Winterthur

Das gehört für mich zu Pfingsten: Durch den Markt von Afro-Pfingsten zu schlendern. Jedes Jahr kaufe ich ein paar "Chrälleli", was der falsche Name ist. Schon wegen des Preises, den ich nicht sage, weil ich sonst für verrückt erklärt werde. Die "Chrälleli" sind natürlich Handwerkskunst. Aus Keramik, Stück für Stück handgemacht. (?) Und die sehr, sehr, sehr nette Frau mit den türkisblauen Augen unterstützt mit dem Jute-Gilet, das ich gekauft habe, zwei Familien in Indien. (?) Ach, ja, und das 100% reine Rosenöl enthält eigentlich nur 10 % der kostbaren Flüssigkeit. Habe ich erst zu Hause mit der Lupe lesen können.

Und trotzdem: Ich liebe Afro-Pfingsten. Besondere Stimmung. Und alle sind so nett!

Freitag, 6. Juni 2025

Fast eine Einladung verpasst

 Heute Morgen hat unser Schwiegersohn telefoniert: Wir sind morgen Abend eingeladen. Reto hat den Anruf entgegen genommen. - "Hat sie mein SMS nicht bekommen gestern?" fragte Harry und meinte mich. - "Nein", rief ich, "nichts bekommen." - Grübel, grübel, wie kann das gegangen sein? Ist es vielleicht so, dass ich, weil ich immer misstrauischer werde, eine Telefonnummer blockiert habe? War das vielleicht die Nummer von Harry, die ich nicht erkannt habe? Kann man blockierte Nummern wieder aufscheinen lassen? - Kann man! Ich kann das jetzt. Es war Harrys Nummer. Very, very painful! Bitte ihm keinesfalls sagen! Müsste mich ja ein bisschen schämen. 

Donnerstag, 5. Juni 2025

Ein Tag zum...

 Ich warte auf die Sonne. Heute macht es mich nicht an, spazieren zu gehen. Heute löse ich viele, viele Sudokus. Und warum nicht ein bisschen shoppen?! Aber einfach zu Hause am Laptop. Wenn es dann wieder heiss wird, und das wird es bestimmt früher oder später, brauche ich leichte Nachtwäsche. So heisst das in meinem Online-Shop. Aber statt Seidenpyjamas habe ich Beinchen-Unterhosen in schönen zwei Farben bestellt. Ist viiiiel günstiger. Oberteil sind bei mir alte T-Shirts. - Mit Vergnügen erinnere ich mich an das rosa Baby-Doll, das ich mir als junge Frau gekauft habe. So schrecklich von heute aus betrachtet. Jetzt muss alles bequem und praktisch sein. Und Farbe haben. Das immerhin. 

Mittwoch, 4. Juni 2025

Ich lese...

 Heute in der Zeitung unserer Region, dem "Landboten": 

"Wir leben in einer Zeit, in der alles möglich scheint, und doch fühlen sich viele Menschen verloren...Könnte es sein, dass genau das unser Problem ist? Dass wir zwar alte Normen abgeschüttelt, aber keinen neuen Halt gefunden  haben?"               (Markus Freitag, Professor für Politikwissenschaft)

Der Herr Professor schreibt von schnellen Veränderungen und Orientierungslosigkeit. Mich beschäftigen genau diese Fragen schon lange. Wenn es keinen Konsens mehr gibt darüber, was ein gutes Leben ist, was recht und was unrecht ist, wie können wir uns noch verstehen? Keine verbindlichen Normen weit und breit. Das zeigt sich auch daran, dass der Bundesrat Entscheide des Menschenrechtsrates einfach negiert (Klimaseniorinnen). Es zeigt sich daran, dass ein Machtmensch wie Trump mit (fast) allem durchkommt. Es zeigt sich daran, dass der Klimawandel längst nicht alle beunruhigt. 

Der Herr Professor fragt nach Strategien gegen die Orientierungslosigkeit. - Hat gestern unser Sohn gesagt: "Könnte es nicht auch wieder besser werden?" - Ich sammle Beispiele, wo es (echli) besser wird!

Dienstag, 3. Juni 2025

So schnell ist es Abend geworden

Heute ist der Götti von Kaya extra nach Winterthur gekommen, weil sie bald Geburtstag hat, er aber an ihrem Fest arbeiten muss. Der Götti unserer Enkelin ist unser Sohn Stefan. Er hat sogar einen selbstgebackenen Geburtstagskuchen mitgebracht und einen Brotaufstrich für Kaya, der sich "Kaya" nennt. Warum ich das alles im Detail weiss? - Weil es bei uns stattgefunden hat. Alle haben bei uns Zmittag gegessen und sich gefreut, ein kleines Fest zu feiern. Wo doch eigentlich erst der Alltag wieder begonnen hat nach unseren Ferien.  

Montag, 2. Juni 2025

Normaler Montag

 Die Mädels kamen zum Essen. Ich wagte ein neues Menü: "Geblatenen Leis mit Schnecken". Natürlich heisst das : Gebratener Reis mit Omelettenschnecken (gerollt und geschnitten). Der "Leis" erinnert mich immer an die Frau aus Laos, die das "r" nicht sagen konnte. Ich habe sie gut gemocht, aber aus den Augen verloren. - Mein Essen heute kam wunderbarerweise gut an. Es ist mega schön, dass die gross gewordenen Kinder unterdessen alles probieren und vieles mögen. Das "han i nid gärn" von früher kommt fast nicht mehr vor. - Heute Abend werde ich in die Feldenkrais-Gruppe gehen. Eben wie an einem normalen Montag. Können nicht immer Ferien sein!

Sonntag, 1. Juni 2025

So stelle ich mir das vor

Die Ferien sind (fast) aufgeräumt. Der Rasen ist mit Ach und Krach gemäht - zu hoch gewachsen und erst noch nass! So können wir heute zum Schloss, wo es Apéro gibt. - Da sassen wir, sürfelten unsern Weisswein, knackten Paprikachips. Eine alte Dame setzte sich an den gleichen Tisch, aber ans andere Ende, ganz, ganz ans andere Ende. Wollte nichts zu tun haben mit uns. Auch nicht, als ich sie grüsste und anlächelte von weit, weit. - Ist die Schlossschenke nicht eigentlich als Treffpunkt gedacht? - Da kommen zwei Laute, Fröhliche direkt auf uns zu. Bekannte von früher. Unser Wein ist getrunken, aber wir bleiben noch lange, lange. Plaudern über alte Zeiten. Über Menschen, die wir fast vergessen haben. Und es ist gut. Es ist genau so, wie ich mir das im besten Fall vorstelle.