Dienstag, 8. Juli 2025

Kirschenzeit

 Alle Jahre wieder erinnere ich mich so gern an die "Chriesibäume" in der Finsterthüele bei meinen Grosseltern. Der Grossvater hat die Leiter an die Bäume gestellt und sie als Erster getestet. Sie  festgebunden mit einem Ledergürtel. In meiner Erinnerung waren es drei Bäume mit schwarzen Kirschen, einer mit Herzkirschen und einer mit gelben, zuckersüssen Chrieseli, die sonnenwarm und ein wenig klebrig waren. Mmmmhhh!

Bis heute war ich der Meinung, heutige Kirschen seien zwar mordsgross geworden, hätten aber viel an Geschmack verloren. 

Aber heute hat Reto von "Geissberger" in Oberwinterthur schwarze Chriesi heim gebracht, die wirklich  schmecken. So gut, wie ich seit Jahren keine mehr gegessen habe. Mmmmhhhh!

Montag, 7. Juli 2025

Wie eine Freude machen?

Letzte Schulwoche vor den langen Sommerferien! Reto und ich wollen den Mädels eine Freude machen mit Essen, das sie lieben. "Pommes frites", sagt Reto , und ich stimme zu. Hatten wir sehr lange nicht mehr. Dazu Würstchen und feinen Salat. Ein Kirschen-Dessert der besonderen Klasse mit weisser und dunkler Schokolade, eine Art Blechkuchen.

Die Mädels kommen herein. Eine sagt: "Ich weiss, wonach es riecht." - Die andere meint: "Hoffentlich nicht Pommes, hatte ich gestern Abend." Auch Chriesi sind nichts Besonderes. 

Das Essen war gut. Alle waren am Ende zufrieden und satt. Aber "Freude machen" - wie gelingt das noch? Ich möchte so gern, dass Zuneigung spürbar wird.

Sonntag, 6. Juli 2025

Fauler Sonntag

 Gerade haben wir abgesprochen, dass wir am Abend auch nicht ans Brassband-Konzert gehen. Wir wollen heute faul sein. Zu Hause sein. Nicht viel tun. Dann haben wir Musse, dem Juni nachzuspüren, der so viele Highlights enthielt. Ich bin heute unglaublich dankbar für alles, was ich erleben durfte. 

Samstag, 5. Juli 2025

Ein reicher, voller Geburtstagsabend

 Wir waren gestern bei meiner Schwester eingeladen. Ihr Geburtstag. Mein Schwager hat kulinarisch wieder alles gegeben. Wir begannen mit selbstgebackenem Schlorzifladen und Kaffee. Nahtlos folgte der Apéro und hierauf das Nachtessen. Zum Dessert Glacé und selbstgebackene Bräzeli. 

Das Essen machte den Abend noch nicht reich und voll. Zum Essen und Trinken gehörte das Schwatzen, das Lachen, das ernsthafte Reden, Umarmungen, Blicke...Mein Gottibub Fabian mit seiner Familie war auch da. Die drei Mädel schlugen Rad, köcherlten, waren laut, waren fröhlich und einfach nett und sympathisch. 

Als wir heimzu gingen, war es immer noch hell, als wir zu Hause ankamen war es dunkel mit Mondschein (Halbmond). Heute sind wir immer noch voller Bereicherung vom schönen Fest. Merci!!!


Donnerstag, 3. Juli 2025

Den Tag nehmen, wie er sich anbietet

Für heute hatte ich keine Pläne, keine "to dos", nicht einmal Mittagessen hätte ich zubereiten müssen; Reto ass mit ehemaligen Kolleginnen im Restaurant am Eulachpark. Unterdessen ist Nachmittag. Was hat der Tag angeboten?

Am Morgen sah ich, dass der Kühlschrank sortiert werden musste; ich tat es. Auf dem Strickkorb lag grüner Stoff, aus dem ein Sommer-Shirt werden soll; ich nähte die Seiten und Schulternähte zu. Eine Freundin hat Geburtstag; ich schrieb ein Whats App, das sie freute. Ich kochte mir freiwillig aus Kühlschrank-Überbleibseln ein Zmittag, das erstaunlich fein war. 

Wie aber ist es draussen? - Ich ging nicht laufen. Aber ich ass mein Dessert (Süssmostcrème) auf dem schattigen Sitzplatz. Nepomuk gesellte sich mir zu. Angenehm. Nur der Rasen gefällt mir nicht: mehr braun als grün. Ob der Himmel einen Platsch Regen anbieten könnte?!


Mittwoch, 2. Juli 2025

Ins Freie gehen...

 Ich gehe fast nur noch ins Freie, wenn ich abgemacht habe oder es sonst unvermeidlich ist. Essen beschaffen. Ein Buch in der Telefonkabine gratis mitnehmen. Eine Freundin treffen und "Caffe freddo" trinken. Heute letzteres. Und mittleres.

Am Graben im Freien updaten wir Freundinnen uns über unser Leben. Wir sind mittendrin, da spaziert meine Schwester vorbei und schliesst sich uns an. Später entdeckt meine Freundin ihren Schwiegersohn barfuss unterwegs. Und noch später sehe ich einen ehemaligen Arbeitskollegen  und bin nicht ganz sicher, ist er es unter dem Velohelm. Er ist nicht ganz sicher, bin ich es, alte Frau geworden. Wir schauen uns fest an - und sind es. Schöner kleiner Schwatz, ehe ich auf den Bus nach Hause gehe. 

Ich weiss wieder, dass ich manchmal ins Freie MUSS, weil nur da sind die kleinen Überraschungen. Nur da erlebe ich etwas, das ich dann zu Hause erzählen kann. Hitze hin oder her. Kopf in den Sand bringt es nicht.

Dienstag, 1. Juli 2025

Nicht so ganz mein Tag

Ich schwitze, ohne etwas zu tun. Ich tue (fast) nichts und warte. Ich warte auf den Abend, wo ich nichts mehr tun muss. Und bei all diesem Nichtstun, tut es an mir. Ich habe sieben Stiche oder Bisse von Unbekannt. Das tut beissen wie verrückt. Dieser Beissschmerz tut zusammen mit der Hitze mein Hirn lähmen. Es tut nur langsam. Sagt: "Tu etwas gegen das verdammte Beissen." - Kälte soll gut tun. Ich tue mich zum Eisschrank bewegen. Ein Coolpack tut lindern. Dann tue ich vielleicht doch noch etwas Brauchbares. Ein T-Shirt für heisse Tage von Hand nähen. Ich tue dann mal...