Freitag, 7. November 2025

Pashna, Muhammad, Ramahdi, Abuawad - vervollständige die Reihe

 Reto hat am Morgen grossspurig davon geredet, dass wir zu einem Event gehen würden. Dabei war einfach die Grippeimpfung in unserer Hausarztpraxis geplant. Nach unserem Marktdurchgang und dem Kafi am Graben machten wir uns auf den Weg zur Praxis hinter dem Bahnhof.

Uaahh! Wo war plötzlich unser Eingang? Nicht mehr auf der Seite, wo er vordem war. Und drin vor dem Empfangsdesk fühlten wir uns sehr fremd. Das Warteräumchen war nochmals geschrumpft und mit leichten, bunten, schmalen Stühlen bestückt worden. Die Praxisassistentin lächelte uns aufmunternd zu. Sie käme gleich zum Impfen, und der Doktor wolle uns auch noch sehen. - Der Doktor? War die Frau Ramahdi nicht mehr da? - "Leider nein", sagte die Praxisassistentin. 

Später wurden wir durch einen verschlungenen oder verschlingenden weissen Gang geführt zu einem Behandlungsräumchen. Von denen gab es offensichtlich mindestens vier, vorher zwei. - Wir wurden geimpft und gleichzeitig sprach der neue Arzt mit uns über unsere Dauerrezepte. Nebenbei beredete er mit der Laborantin die Herzfrequenzen des jungen Mannes, der mit uns im Warteräumchen gesessen hatte. Dann konnten wir zum Tresen zurück und bekamen die Dauerrezepte ausgehändigt. Der Arzt verabschiedete uns mit Handschlag und der Aufmunterung, mit allem zu ihm zu kommen, was wir nicht gut fanden. "Einfach den Chef verlangen!" - Ich konnte es nicht lassen zu fragen, ob er denn nächstes Mal noch da sei. - In zwei Jahren hatten wir die Doktor*en Pashna, Muhammad, Ramahdi und jetzt Abuawad kennengelernt. Wahrlich Events genug!

Donnerstag, 6. November 2025

"Fadeschlag öbers Meer"/ Textilkunst von Margrit Egger und Teresa Serpa

 Im Atelier Otto in Thalwil ist noch bis Sonntag eine Ausstellung der Stickbilder einer Frau aus der Schweiz und einer Frau aus Peru zu sehen. Margrit Egger ist die Schwester meiner Freundin Moni Egger. Und ich hatte das grosse Glück heute, Moni auch sehen zu dürfen. 

Während Moni und ich eine Tasse Tee/Kaffee tranken, war Margrit mit ihrer Freundin Teresa on line verbunden. Später sah ich mir die Werke der Künstlerinnen an. Fantasievoll, bunt, vielfältig. Margrit war schon wieder am Sticken. 

Jetzt zu Hause bin ich einfach sehr glücklich über den Nachmittag in Thalwil. Höre mir den Gesang von Margrit auf der CD an, die ich statt für Fr.10.- für mein ganzes Münz (Fr.9.30)  bekam. Sehr frisch, klangvoll, rhythmisch. Mag ich sehr wie die beiden Schwestern. 



Mittwoch, 5. November 2025

Sich drein schicken

Ich habe im Garten den letzten Basilikum geerntet zum Trocknen. Jetzt steht nur noch ganz wenig für frischen Gebrauch, ehe das Sommerkraut erfriert. Beim Schneiden und Sortieren sind meine Füsse und der Rücken kalt und kälter geworden. Ich muss mich mehr und mehr drein schicken, dass der Sommer vorbei ist. 

Dienstag, 4. November 2025

Schupfnudeln mit Brösmeli

 Man/frau will immer wieder etwas Neues ausprobieren beim Kochen. Heute habe ich mich an ein Rezept aus der "Landliebe" gewagt. Ich war total unsicher, ob Judith und Kaya Schupfnudeln mit Brösmeli und Zwetschgenbutter mögen würden. Immerhin bestehen die grösstenteils aus Kartoffeln, und immerhin haben Judith und Kaya Kartoffeln nicht so gern. 

Zuerst aber kam ich an meine Grenze beim Zubereiten. Nach meinem Rezept musste ich den "Teig", also sozusagen den mehlangereicherten Kartoffelstock, auf ein Blech dressieren. Mit Dressiersack und Tülle stand ich da und brauchte alle meine Kraft, um die Kringel zu fabrizieren. Nie wieder, habe ich laut zu mir gesagt. 

Später waren die kringelförmigen Schupfnudeln zu gefrieren, dann im Salzwasser zu simmern und schliesslich in Brotbrösel-Butter zu drehen. Angerichtet wurden sie mit einem Stück Siedfleisch und Zwetschgenbutter. Dazu kam Reto-Salat. 

Alle würden dieses Menü wieder essen. Aber ich ungern wieder "fabrizieren".

Montag, 3. November 2025

Spinnhuppele (Spinnweben)

 Ich bezeichne die Spinnen als meine Haustiere. Wobei ich nur die dünnbeinigen, eleganten mag. Keine dicken, schwarzen, gruusigen. Mit Letzteren will ich nicht im gleichen Raum schlafen. Die Zimmermänner aber sind mir willkommen. Ich bilde mir ein, dass sie für mich allerlei Ungeziefer beseitigen. Und es heisst, dass Spinnen im Haus für ein gutes Raumklima stehen. - Hie und da, ganz selten aber, hat es sogar mir zuviele Spinnhuppele an Decken und Wänden. Heute bin ich mit dem Teleskop-Staubwedel durch die Räume gegangen. Blick nach oben, bis mir halbe schwindlig wurde. Müssen halt meine Zimmermänner neu weben. Tut mir leid.

Sonntag, 2. November 2025

"Dinnehockitag" (nie an die Luft gegangen)

 Wir hatten das gestern schon beschlossen: Dass wir heute mit dem neuen Weihnachtsprojekt ernst machen. Martin von Bützberg ist auch schon am Basteln, hat Stefan verraten. Auf dem Handy bekomme ich dauernd Vorschläge, was ich meinen Lieben zu Weihnachten stricken und häkeln könnte. Aber das Weihnachtsprojekt ist eine gemeinsame Sache von Reto und mir; Reto strickt und häkelt nicht. Was wir heute am Stubentisch gewerkelt haben, verraten wir natürlich nicht. 

Samstag, 1. November 2025

Wir sind nicht die einzigen

 Heute ist 1. November. Erster November ist Allerheiligen. Allerheiligen bedeutet Gräberbesuch, Gedenken an die Verstorbenen. Wie wohltuend so ein Tag sein kann, erlebten Reto und ich im Urner Oberland.  Da war und ist es Brauch, dass die ganze Familie zuerst in den Gottesdienst und dann mit dem Priester zusammen auf den Friedhof geht. Da stehen dann alle um die Gräber ihrer Verstorbenen und warten darauf, dass der Priester ein jedes Grab mit Weihwasser segnet. Wasser bedeutet Leben. Entweder  man bedenkt das Ewige Leben der Verstorbenen, oder aber man denkt an ihr irdisches Leben zurück und behält sie so oder so in der "Gemeinschaft der Lebenden und der Verstorbenen". - Heute waren Reto und ich auf dem Friedhof Rosenberg. Wir haben für Mami und Götti Blumen gebracht und ihrer gedacht. Bei Mami brannte schon eine Grabkerze. Also haben Schwester und Schwager wohl vor uns auch dagestanden und gedacht. Ich finde das schön. Das alles!