Samstag, 30. Juni 2012
Mal unten mal oben
Die Liste im Kopf, was alles noch zu tun ist, bevor ich Ferien verdient habe, wird immer kürzer, hurrah! Und bald, bald, nach drei Gottesdiensten und zweimal schlafen, ist es so weit. Reto und ich haben uns entschieden, im Kanton Uri zu bleiben und schon mal zu üben, wie es nächstes Jahr sein wird, wenn wir das Auto abgeben für allezeit. Mir kommt das wie ein neues, spannendes Abenteuer vor. Und ich freue mich, in den nächsten Wochen mal unten und mal oben zu sein. Das ist nicht stimmungsmässig gemeint, sondern heisst, mal sind wir in Flüelen, mal sind wir in Wassen. Man weiss nie, wo wir uns herumtreiben. Wir wissen es auch noch nicht.
Freitag, 29. Juni 2012
Wünsche sind verschieden
Das Thema "Wünsche" stellt sich ganz anders, ob man es am Schulschluss darbietet oder es im Betagtenheimgottesdienst in die Mitte stellt. Oder ob es sich um die ganz persönlichen, vielleicht sogar heimlichen Wünsche handelt. Aber ALLE haben Wünsche, ausgesprochene oder unausgesprochene. Wenn sie nicht in Sprache gefasst werden, zeigen sie sich als diffuse Sehnsucht. Wenn wir wunschlos glücklich sind, handelt es sich um Sternstunden, die leider bald vorüber sind, oder man ist tot. Oder ein Weiser, eine Weise, wie es sie nur äusserst selten gibt. - Ich bin nicht so weit. Zwar habe ich keine heimlichen Wünsche mehr, aber viele kleine, wechselnde Wünschlein und Wünsche: Dass ich schon geputzt hätte in Wassen - ich habe nicht. Dass die Ferien beginnen - sie beginnen nicht. Dass es schon Abend wäre - es ist dreizehn Uhr. Dass es den Menschen, denen es nicht gut geht, besser ginge - geht es hoffentlich bald. ICH WÜNSCHE ALLEN EINEN SCHÖNEN SOMMER! Das wünsche ich.
Donnerstag, 28. Juni 2012
Oh, oh, oh, die Ferien kommen rasch näher!
Was für ein Wetter heute! - Ich war in Gurtnellen-Dorf, Gottesdienst mit vier Leuten. Zu Fuss vom Wiler. Aber schön, richtig schön! - Bald fahre ich nach Flüelen. Wir haben dort eine Tal-Wohnung, und es kommen Feriengäste am Sonntagabend. Da will ich putzen und frische Tüechli aller Art aufhängen. Gut lüften und einen Notvorrat in den Kühlschrank legen. Dass es die Feriengäste zwei Wochen lang gemütlich haben.
Wer kommt? - Reto und ich.
Wer kommt? - Reto und ich.
Mittwoch, 27. Juni 2012
Nach dem Regen
Heute Morgen ist alles noch nass, aber das Blau am Himmel nimmt stündlich zu. Die Blumen werden ihre Köpfe heben, je wärmer und trockener es wird. - Also geht es auch mir immer wieder. Jeden Tag neu beginnen. Den Kopf heben. Nicht aufgeben. Alt werden ist keine Krankheit.
Dienstag, 26. Juni 2012
Schöner Tag
"Wie schön es regnet
heute regnet...
schöner als heut kanns
auch morgen nicht regnen."
So schreibt Kurt Marti in einem Gedicht.
Ich höre jedermann und jede Frau schimpfen über den Regen und schimpfen über sonst noch tausend Dinge. Aber ich schimpfe heute nicht. Weil ich ein Gegengewicht bilden will, und weil ich die Schulhausschlüssel abgegeben habe. Das macht mich leicht und fröhlich. Es geht der Pensionierung zu, der frei verfügbaren Zeit, so hoffe ich. Aber erst im Frühling 2013. So lange mag ich noch arbeiten hieroben, wenn mir die Schule abgenommen ist. Dafür bin ich jetzt zu alt. Wie schön, schöner kanns auch morgen nicht sein.
heute regnet...
schöner als heut kanns
auch morgen nicht regnen."
So schreibt Kurt Marti in einem Gedicht.
Ich höre jedermann und jede Frau schimpfen über den Regen und schimpfen über sonst noch tausend Dinge. Aber ich schimpfe heute nicht. Weil ich ein Gegengewicht bilden will, und weil ich die Schulhausschlüssel abgegeben habe. Das macht mich leicht und fröhlich. Es geht der Pensionierung zu, der frei verfügbaren Zeit, so hoffe ich. Aber erst im Frühling 2013. So lange mag ich noch arbeiten hieroben, wenn mir die Schule abgenommen ist. Dafür bin ich jetzt zu alt. Wie schön, schöner kanns auch morgen nicht sein.
Montag, 25. Juni 2012
Teamsitzung
Früher an anderen Arbeitsstellen haben wir manchmal gespottet und gesagt: T-e-a-m, das bedeute "Toll, ein anderer machts." - Allerdings habe ich schon früher meist in Teams gearbeitet, wo es nicht so war. In Teams, wo man gemeinsam etwas erreichen wollte. Ich habe sehr gute Erinnerungen gerade auch an die Zusammenarbeit mit Frauen. Wo man doch immer behauptet, Frauen wären schwierig. Nein, so sehe ich das nicht, im Gegenteil. Ich bin euch dankbar für die gute Zusammenarbeit Karin, Margrit, Helena mal zwei, Astrid, Anni, Susanne, Bettina, Anna, Katharina...Und jetzt Andrea!
Heute Morgen hatten wir Teamsitzung. Fünf Menschen, die alle dasselbe wollen: Dass es im Urner Oberland den Menschen gut geht. Dass Kummer und Sorge mitgetragen wird. Dass Anlässe zur Freude gestaltet werden. Dass Kinder gute Erfahrungen mit der Kirche und ihrem Personal machen.
Anschliessend an die Teamsitzung waren wir bei Andrea zum Zmittag eingeladen.
Heute Morgen hatten wir Teamsitzung. Fünf Menschen, die alle dasselbe wollen: Dass es im Urner Oberland den Menschen gut geht. Dass Kummer und Sorge mitgetragen wird. Dass Anlässe zur Freude gestaltet werden. Dass Kinder gute Erfahrungen mit der Kirche und ihrem Personal machen.
Anschliessend an die Teamsitzung waren wir bei Andrea zum Zmittag eingeladen.
Samstag, 23. Juni 2012
Harmlos gibt es nicht
Wieder so eine Nacht, wo der Schlaf nicht kommt. Harmlos! - Oder gar nicht so harmlos, weil dieses Wort "heimlifeiss" ist. "Harm" bedeutet Kränkung, Qual, Kummer. Und diese wachen Nächte sind nicht Harm-los. Da erwachen uralte und neuere Gespenster und bedrängen dich von allen Seiten. Gut, wenn du davon stark wirst, wenn du gut kämpfst und am Morgen mehr weisst über dich als vor der harmlosen Nacht, in der alle Leute im Dorf geschlafen haben, nur du nicht. Habe es selber gesehen von hoch oben im Pfarrhaus.
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