Freitag, 31. August 2012
Heute Telefonwetter
Was sich wohl zeigt, wenn das Nebelgeschwader aufklart und die Bergspitzen frei gibt? - Ich rechne mit Schnee. Sowieso sollte ich die Tür zum Garten schliessen; ich friere. Aber ich bin dauernd am Telefonieren, mal erfolgreich, mal nicht. Der Erfolg besteht darin, dass ich nächste Woche allerlei Neues in der Agenda stehen habe, heute abgemacht am Telefon. - Jetzt muss ich aber unbedingt ins Dorf hinunter steigen und Essen einkaufen. Welche Jacke ziehe ich mir über? - Eine Frage, von der ich ganz entwöhnt war.
Donnerstag, 30. August 2012
Kontrastprogramm
Gestern am See in Flüelen mit Reto gebrätelt. Spüre heute noch die Sonne auf meinen Schultern, glutheiss, hautverbrannt. Heute zehn Grad kühler - die Luft und die Stimmung. Manche Leute kompensieren die Kälte mit ihrem aufgeheizten Gemüt!
Dienstag, 28. August 2012
Der Herbst naht
Wir werden am 19. September im Wiler ein wunderbares Erntedankfest haben. Gestern Abend bin ich mit den Lektorinnen im Pfarreilokal zusammengesessen und habe mir erzählen lassen, wie sie früher die Kirche geschmückt haben, und wie sie früher den Apéro dargeboten haben. Jeh! Ich freue mich. Und heute in der Badewanne ist mir das Drumherum eingefallen, zugefallen, war einfach plötzlich da - Bibelstelle, Kinderbuch...Muss ich Kollegin Andrea mitteilen, dass sie mit den Kindern fröhliche Lieder singen kann.
Einhalten und nachdenken
Morgen habe ich einen Frei-Tag, aber heute Morgen durfte ich mit den Frauen im Wiler Werktagsgottesdienst feiern. Ich habe ihnen am Schluss gesagt, dass sie mir geholfen haben, friedlicher zu werden. Zur Ruhe kommen im Gottesdienst - wäre das nicht immer noch eine gute Sache. Mir hilft es.
Mir hilft es zu spüren, dass mir die katholische Kirche manchmal auch gut tut. Manchmal aber macht sie mich krank. - Mit einem veritablen Krankheitsgefühl bin ich zum Gottesdienst gegangen, weil man mich als Frau in der Kirche wieder mal ausgebootet hat. Schon abgemacht, dass ich Wortgottesdienst halte, bin ich sang- und klanglos durch einen Priester ersetzt worden. Das macht mich krank; es ist eine chronische Krankheit, weil ich mich von Demütigung zu Demütigung nicht erholen kann.
Aber mit den Frauen im Wiler bin ich friedlicher und ruhiger geworden. Und mit den Rückmeldungen für zwei Gottesdienste am Samstag muss ich mich nicht verstecken, sondern darf aufrecht und stolz gehen. Ich habe für die katholische Kirche viel erreicht. Und manchmal bin ich glücklich in der katholischen Kirche.
Mir hilft es zu spüren, dass mir die katholische Kirche manchmal auch gut tut. Manchmal aber macht sie mich krank. - Mit einem veritablen Krankheitsgefühl bin ich zum Gottesdienst gegangen, weil man mich als Frau in der Kirche wieder mal ausgebootet hat. Schon abgemacht, dass ich Wortgottesdienst halte, bin ich sang- und klanglos durch einen Priester ersetzt worden. Das macht mich krank; es ist eine chronische Krankheit, weil ich mich von Demütigung zu Demütigung nicht erholen kann.
Aber mit den Frauen im Wiler bin ich friedlicher und ruhiger geworden. Und mit den Rückmeldungen für zwei Gottesdienste am Samstag muss ich mich nicht verstecken, sondern darf aufrecht und stolz gehen. Ich habe für die katholische Kirche viel erreicht. Und manchmal bin ich glücklich in der katholischen Kirche.
Montag, 27. August 2012
Nicht sehen, nicht hören, nicht reden
Seit letzter Woche weiss ich, dass unser hochgeschätzter Pfarrer und Freund aus dem Muotathal viele Wochen nicht reden darf wegen einer Halsentzündung. Seit heute Morgen weiss ich, dass unser mitarbeitender Priester und Mitbewohner im Pfarrhaus Wassen mit seinem gesunden Ohr "ein Problem" hat und heute zum Ohrenarzt geht. Ich selber sehe nur wieder nicht "dure" - will sagen, ich verstehe so das Eine und Andere nicht, das läuft. Dazu fallen mir die berühmten "Weisen Affen" ein. - Warum weise? Nicht viel eher überfordert, allem überdrüssig, überlastet wie manchmal der Server am Computer, der dann lauter Fehlleistungen bringt???
Gemäss der katholischen Kirche ist die heilige Odilia bei Augenleiden zuständig, und der heilige Heinrich von Ebrantshausen ist bei Ohrenleiden anzurufen. Der heilige Blasius aber schützt vor Halskrankheiten. Wahrscheinlich beten wir Kirchenleute zu viel für andere und helfen uns selbst gar wenig. Oder vielmehr: LASSEN UNS NICHT HELFEN. - Ich habe das dringende Bedürfnis einzuhalten im Getriebe und darüber nachzudenken, was das alles bedeutet.
Gemäss der katholischen Kirche ist die heilige Odilia bei Augenleiden zuständig, und der heilige Heinrich von Ebrantshausen ist bei Ohrenleiden anzurufen. Der heilige Blasius aber schützt vor Halskrankheiten. Wahrscheinlich beten wir Kirchenleute zu viel für andere und helfen uns selbst gar wenig. Oder vielmehr: LASSEN UNS NICHT HELFEN. - Ich habe das dringende Bedürfnis einzuhalten im Getriebe und darüber nachzudenken, was das alles bedeutet.
Sonntag, 26. August 2012
Be-hütet
Er hat stattgefunden, der versprochene Gottesdienst mit Hüten auf den Köpfen. Drei Männer und zwei Frauen haben sich getraut. Haben ihren Hut während des ganzen Gottesdienstes getragen. Und ein paar Leute ohne Hut sind gekommen. Ob alle Freude hatten, weiss ich nicht, aber ein paar hatten Freude. Im "Hirschen" kam dann noch eine verspätete Dame mit Hut vom Besten. Dunkelblau mit Netzumrandung und blauer Blume an der Seite. Ein Prunkstück. Reto trug einen schwarzen Hut, den seine Ohren knapp hoch genug hielten. Als wir auf dem Heimweg waren, liess ich die be-hütete Dame und Reto vorausgehen. Nebeneinander. Sah aus, als kämen sie von einem Kostümfest oder gingen sie zu einem nostalgischen Theater. Ich bin zufrieden mit uns.
Samstag, 25. August 2012
Viel zu müde
Es ist 22.18 Uhr. Samstagabend. Ich bin viel zu müde, um noch einen klaren Gedanken zu fassen. Ich gehöre ins Bett und nicht an den Computer. Muss sowieso morgen früh aufstehen. Den "Be-hütet- Gottesdienst nochmals durchgehen. Wir werden Hüte tragen. Hoffe ich. Ein paar Frauen getrauen sich unterdessen nicht mehr. Wir werden sehen.- Heute hatten wir ein Kontrastprogramm: In Meien Trauung/Taufe mit einer Schülerband. In Gurtnellen-Wiler einen Gedenkgottesdienst "25 Jahre seit dem Unwetter in Uri", dem schlimmsten seit Menschengedenken, wie UNSER Regierungsrat gesagt hat. UNSER bezieht sich darauf, dass er ein Gurtneller ist. - Ich habe ein Bilderchaos im Kopf. Ich gehöre ins Bett. Sortiert wird morgen.
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