Dienstag, 31. Dezember 2013

Idioten als Idioten bezeichnen

Ich schreibe nicht nur einen Blog, ich lese auch einen anderen. Denjenigen von Luisa Francia, die sich manchmal als Hexe bezeichnet. Heute habe ich ihre Vorsätze fürs neue Jahr studiert. Ist aber nur einer hängen geblieben, habe mich ja auch beeilt, weil ich den Abend vorbereiten sollte. Husch, husch, ab zum Salatwaschen! Aber vorher noch der Vorsatz von Luisa, der Hexe: "Idioten auch wirklich als Idioten bezeichnen." - Da könnte ich noch viel lernen. Ich wage nicht einmal zu denken, was sie ausspricht. Kirchlich verdorben. Ich. Aber es wird besser!

Montag, 30. Dezember 2013

Meistens hohl...

Wer glaubt, Märchen seien etwas für Kinder, hat meine Freundin Moni (ausgebildete Märchenerzählerin) noch nie für Erwachsene (und/oder Kinder) erzählen hören. Sie hat auch schon für Reto und mich ganz allein erzählt. So ist auch Reto auf den Geschmack gekommen, der on TV drei Märchen aufgenommen hat zum Sehen, wenn uns langweilig ist (als ob es das geben würde).

Wir haben den Kultfilm von 1973 "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" geschaut an einem dieser zufrieden-müden Abende. Deshalb sind HASELNÜSSE positiv aufgeladen bei uns. Da kommt etwas Gutes heraus. Deshalb habe ich ganz glucksig-fröhlich lachen müssen heute Morgen, als ich im Adventskalender gelesen habe:

"Vielleicht werden wir gefragt:
Was tretet ihr an
mit euren Körbchen voller Verdienste,
die klein sind wie Haselnüsse
und meistens hohl?

die wichtige Frage ist doch:
Habt ihr die anderen
angesteckt mit Leben
und so auch euch?"                         nach Joachim Dachsel

Moni, die Märchenerzählerin, ist eine Ansteckerin mit Leben und viele andere auch. Ich möchte gern auch eine werden, aber ich vergesse immer wieder, aus dem Geleise der Schwermut zu hüpfen.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Ich freue mich auf...

Die Überschrift über dem heutigen "Post" habe ich geklaut. In meiner Lieblingszeitung "Die Zeit" von dieser Woche. Da durften Autorinnen und Autoren zum Besten geben, worauf sie sich im kommenden Jahr freuen. Fast drei grosse Zeitungsseiten füllten diese Vorfreuden. Und ich dachte erstaunt: "Gute Idee, das einmal umzukehren; statt zu überlegen, was im vergehenden Jahr gut oder schwierig war, mich vorfreuen auf erhoffte Glücksmomente oder gar ganze Zeiten voller Freude. Die dann kommen mögen, hoffentlich."

Beim Lesen all dieser vorwegphantasierten Hoch-Zeiten habe ich erstaunt bemerkt, dass ich am allerliebsten nordwärts fahren würde. Norddeutschland oder Schweden. Mit Meergeruch bitte und Sand unter den Füssen. Schreiende Möven und andere Vögel, die ich kennenlernen könnte. Ein Velo mit Rücktritt unter dem Hintern, und dann los - ab in die Natur. - Nach der Rückkehr zum kleinen Hotel am Strand Friesentee mit Kandiszucker und Rahm.

Noch bin ich da, und ich vorfreue mich auf Silvester, wo wieder "family-time" ist. Ich hoffe auf Gelächter, auf leise Momente, auf "Fondue Chinoise". - Nein, Letzteres muss ich nicht hoffen, das Fleisch ist schon im Tiefkühler. Es kommt gut. 2014?

Samstag, 28. Dezember 2013

Warum es mir sooo gut geht, auch wenn es mir nicht so gut geht

Ich huste immer noch. Ich bin immer noch schlapp. Die Briefe an die Generalvikare sind noch nicht geschrieben. Verschoben auf morgen Sonntag.

Aber es geht mir gut, auch wenn es mir nicht so gut geht - weil:
  • ich mitten in der Nacht ein Freundinnen-SMS bekommen habe
  • unsere zwei Katzen nachts gern mit mir das Zimmer teilen
  • die Sonne scheint
  • wir zum Mittagessen bei Freunden eingeladen sind
  • viele feine Esswaren zu uns gekommen sind über Weihnachten
  • ich ZWEI Schutzengel bekommen habe auf Weihnachten
  • auf meinem Pult Vollenweider-Truffes warten, bis ich wieder wirklich geniessen kann (Nase)
  • wir unglaublich viel liebe Weihnachtspost erhalten haben; so viele Überraschungen
  • der Tannenbaum so hübsch anzuschauen ist
  • wir uns schon auf Silvester freuen mit Party bei uns
  • die Heizung wieder geht, nachdem sie ausgestiegen war am 25./26.12.
  • die Tage länger werden, der Frühling näher kommt
  • Reto beim Glätten beschwingte Musik hört
  • weil Kaya täglich dazulernt und vor allem so menschenfreundlich ist

  • wir wohlig eingebettet sind in einen wunderbaren Familien- und Freundeskreis!


Freitag, 27. Dezember 2013

Ich gönne mir einen flachen Tag

Erkältung und Husten seit Tagen. Ich habe mich "gedoppt" mit Grippemitteln. So bin ich gut durch die Hohen Tage von Weihnachten gekommen. Aber jetzt darf ich flach liegen. Einen Tag gönne ich mir, nachher will ich wieder aktiv werden. Heute bleibt die "Erhöhte Temperatur", was sie ist - ein Zeichen. Heute huste ich hinaus, was mich quält. Huste auf Chur. Huste und huste. Morgen schreibe ich dann Briefe an Generalvikare und beklage mich, dass der Bischof von Chur nicht (öffentlich) korrigiert wird in seinen irrenden, gefährlichen Ansichten über Nicht-Heteros. Darf denn ein Bischof zu einer neuen Hexenjagd anstiften. Es gibt homophobe Leute (feindselig inbezug auf Lesben und Schwule), die sich in guter Gesellschaft wähnen in ihrem Reden und Tun. - Ich lege mich wieder hin.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Uns ist ein Kind geboren

Jedes Kind ist ein Gotteskind, so sagen das uns die Prediger und Predigerinnen immer wieder, so wir in die Kirche gehen und sie hören. Unserer ganzen Sippe ist in diesem fast vollendeten Jahr ein Kind geboren. Sein Name ist Kaya. Und sie bringt uns das Wunder des Lebens wieder ganz nahe. Geborenwerden und dereinst sterben - so geht Leben. Wir fangen wieder neu an mit Kaya - fangen neu an beim Geborenwerden. Bei Weihnachten.

Gerade sind Reto und ich nach Hause gekommen von zwei Tagen Wassen (MartiniF) und Flüelen (Ferienwohnung). Von zwei Tagen (mit Nacht dazwischen) unter 12 Erwachsenen, einem Baby und selten einem Hund. - Und siehe, es war sehr gut!

Dienstag, 24. Dezember 2013

Er wirft über...

Alle Jahre wieder am 24. Dezember "wirft" Reto allen Schmuck über die Tanne (heuer nur ein Tännchen für das Stübchen). Allen Schmuck, den er das Jahr hindurch im Keller in Bananenschachteln hortet. - Ich bin zum Staunen da, wenn das Werk vollendet ist. Deshalb mache ich mich während der aktiven Schmück-Phase aus dem Staub oder aus den Nadeln und besuche die lieben Verstorbenen auf dem Friedhof und die lieben Lebendigen in den Häusern, denen ich noch etwas Kleines in den Briefkasten legen möchte (sollten sie zu Hause sein, trinke ich gern auch ein Käfeli). Komme ich dann mit der obligaten Verspätung zurück (weil alle zu Hause waren), gebe ich mir alle Mühe, dass wir uns nicht überwerfen vor lauter je eigenem Leben und Charakter. Weihnachten ist gleichermassen schön und gefährlich.