Tagelang hat Ehemann Reto restauriert. Das Puppenhaus, das er vor uuuhhh-langer Zeit für unsere Kinder gebaut hat. Heute wurde es erstmals von der Enkelin Kaya bespielt.
Schon bald stand ich als Zuseherin/Mitspielerin vor Problemen. "Wo ist der Garten?" fragte die Kleine, und flugs wurde auf Karton Grün aufgezogen. Simon und Schwester Sophie spielten Fussball mit einer roten Aufziehkugel für Hals- und Armkettchen. Aber gopf - das Tor fehlte. Also hirnen, wie man schnell ein Tor bastelt. Reto zückte das Japanmesser und halbierte ein Schächteli - zwei Tore. Nach dem Tschutten musste gebadet werden. Schliesslich gibt es eine Badewanne im Puppenhaus. "Wo ist das Badetuch?" - Ich habe genug Waschlappen; einer wurde geopfert für mehrere Badetücher für die Puppenhausfamilie. Ich bin sehr gespannt, was wir noch alles zaubern werden!
Freitag, 31. Juli 2015
Donnerstag, 30. Juli 2015
Den Tag planen
Frühmorgens erwacht, herumgewälzt, bis es Zeit war aufzustehen. Am Zmorgentisch genossen, was alle Tage aufgetischt wird - kleines Müesli, ein Stück Brot mit Butter und selbstgemachter Konfitüre, Milchkaffee, Wasser, Tablette, Vide-3-Tröpfchen. Zeitung.
Das Geschirr ist gespült. Jetzt ist es Zeit, den Tag zu planen. Ich bin spät dran. Reto hat nicht geplant, aber schon viel getan. Jetzt ist er unterwegs, um noch mehr Farbe zu kaufen für das Puppenhaus, das er renoviert. Mir obliegt, die Möbelchen zu sichten, zu putzen und zu flicken. Mache ich gern, aber kann es das schon sein als Plan für heute?
Was möchte ich? - Ich möchte ausbrechen. Etwas Ungewohntes, Verrücktes tun. Nur weiss ich nicht, was das sein könnte. Deshalb gehört zu meiner heutigen Planung das Meditieren, das da bedeutet: still sitzen, zu mir kommen, Weite finden. Das Wissen zurückgewinnen, dass ich sein darf, die ich bin. Dieses Wissen geht mir immer wieder verloren. Die Gründe kenne ich, die Abhilfe auch. Aber tun muss ich. Mich nicht ergeben und nicht treiben lassen.
Den Tag planen. Prioritäten setzen. Sitzen. Still.
Das Geschirr ist gespült. Jetzt ist es Zeit, den Tag zu planen. Ich bin spät dran. Reto hat nicht geplant, aber schon viel getan. Jetzt ist er unterwegs, um noch mehr Farbe zu kaufen für das Puppenhaus, das er renoviert. Mir obliegt, die Möbelchen zu sichten, zu putzen und zu flicken. Mache ich gern, aber kann es das schon sein als Plan für heute?
Was möchte ich? - Ich möchte ausbrechen. Etwas Ungewohntes, Verrücktes tun. Nur weiss ich nicht, was das sein könnte. Deshalb gehört zu meiner heutigen Planung das Meditieren, das da bedeutet: still sitzen, zu mir kommen, Weite finden. Das Wissen zurückgewinnen, dass ich sein darf, die ich bin. Dieses Wissen geht mir immer wieder verloren. Die Gründe kenne ich, die Abhilfe auch. Aber tun muss ich. Mich nicht ergeben und nicht treiben lassen.
Den Tag planen. Prioritäten setzen. Sitzen. Still.
Mittwoch, 29. Juli 2015
Cookies blockieren oder zulassen
Zwei Tage lang beschloss unser Laptop, uns nicht mehr zuzulassen. Da konnten wir auf alle Tasten hämmern, er erbarmte sich nicht. Wir schauten oben, wir schauten unten, er verriet nicht, wie wir erneut zu Anschluss an die Welt kommen könnten. Heute ist der Computer-Doktor gekommen und hat - natürlich nicht gratis - den Laptop dazu gebracht, uns wieder zu akzeptieren. Da sind wir! Schön, seid ihr alle auch noch da. Hallo, Welt!
Aber nun hat mich Google (Blog) gefragt, ob ich der EU-Norm entspreche bezüglich der Cookies, die ich zulasse oder blockiere. - Cookies, sind das nicht Guetzli? Ham, ham, esse ich gern. Isst Kaya auch gern. Darf ich zulassen oder nicht?
Cookies auf dem Computer setzen sich irgendwie selber fest (die Cookies aus dem Backofen ja auch an Hüfte und Bauch). Ich bin dann aber verantwortlich für sie. Ist das nicht ungerecht? Da kenne ich sie nicht einmal und trage Verantwortung. Das geht mir zu weit. Manchmal wäre ich froh, nicht zu hängen an dem Ding. War doch auch eine gute Zeit ohne Computer, ohne Cookies und nur mit Guetzlis!
Aber nun hat mich Google (Blog) gefragt, ob ich der EU-Norm entspreche bezüglich der Cookies, die ich zulasse oder blockiere. - Cookies, sind das nicht Guetzli? Ham, ham, esse ich gern. Isst Kaya auch gern. Darf ich zulassen oder nicht?
Cookies auf dem Computer setzen sich irgendwie selber fest (die Cookies aus dem Backofen ja auch an Hüfte und Bauch). Ich bin dann aber verantwortlich für sie. Ist das nicht ungerecht? Da kenne ich sie nicht einmal und trage Verantwortung. Das geht mir zu weit. Manchmal wäre ich froh, nicht zu hängen an dem Ding. War doch auch eine gute Zeit ohne Computer, ohne Cookies und nur mit Guetzlis!
Montag, 27. Juli 2015
Sprachbilder können das politische Verhalten einer Nation lenken
Menschen mit Zivilcourage bewundere ich. Gern hätte ich ein wenig mehr davon. Manchmal sage ich, ich wäre gern eine grantige Alte. Aber ich meine damit nicht, dass ich hässig herumtue, sondern dass ich sage, was ich wirklich denke. Bei einem blöden Witz nicht lache. Politisch nicht dem Mainstream nachplappere, sondern selber denke und selber formuliere, was ich ausdrücken will. Und dass ich mich nicht über den Tisch ziehen lasse. Kritisch bin und bleibe.
Ich bewundere Vivienne Westwood, die gemäss Tagesanzeiger mit 74 Jahren "rüstig und rebellisch" sei. - Warum muss das Alter erwähnt werden? Traut man den Alten die Rebellion nicht zu? - Vivienne Westwood kämpft im Moment gegen Shell und will die Arktis retten. Immerhin 60 Berühmtheiten hat sie gewonnen, die öffentlich und auf Plakaten ihr selbst entworfenes T-Shirt tragen mit der Aufschrift "Save the Arctic". "Sie meint es ernst" fügt der "Tagi" an. Selbstverständlich meint sie es ernst, wie auch Frau Sommaruga ernst meint, was sie sagt, wie auch ich ernst meine, was ich schreibe und sage.
Sprache ist mächtig, sehr mächtig. Die Frage ist ständig, wessen Reden wir trauen. "Ständig werden wir mit Sprache manipuliert." steht in einem "DIE ZEIT" - Artikel. Und weiter:
"Wie ich die Dinge bezeichne - einen Gegner, ein Projekt, ein Produkt - bestimmt mit, was andere darüber denken. Andererseits werde ich täglich mit Worten manipuliert, von Politikern, Werbern, von Journalisten und Juristen, von Kollegen und Geliebten."
Es war einmal, als Reto noch überzeugt war davon, dass er durch Werbung nicht zu beeinflussen ist. Es war einmal, als wir noch unschuldig glaubten.
Ich bewundere Vivienne Westwood, die gemäss Tagesanzeiger mit 74 Jahren "rüstig und rebellisch" sei. - Warum muss das Alter erwähnt werden? Traut man den Alten die Rebellion nicht zu? - Vivienne Westwood kämpft im Moment gegen Shell und will die Arktis retten. Immerhin 60 Berühmtheiten hat sie gewonnen, die öffentlich und auf Plakaten ihr selbst entworfenes T-Shirt tragen mit der Aufschrift "Save the Arctic". "Sie meint es ernst" fügt der "Tagi" an. Selbstverständlich meint sie es ernst, wie auch Frau Sommaruga ernst meint, was sie sagt, wie auch ich ernst meine, was ich schreibe und sage.
Sprache ist mächtig, sehr mächtig. Die Frage ist ständig, wessen Reden wir trauen. "Ständig werden wir mit Sprache manipuliert." steht in einem "DIE ZEIT" - Artikel. Und weiter:
"Wie ich die Dinge bezeichne - einen Gegner, ein Projekt, ein Produkt - bestimmt mit, was andere darüber denken. Andererseits werde ich täglich mit Worten manipuliert, von Politikern, Werbern, von Journalisten und Juristen, von Kollegen und Geliebten."
Es war einmal, als Reto noch überzeugt war davon, dass er durch Werbung nicht zu beeinflussen ist. Es war einmal, als wir noch unschuldig glaubten.
Sonntag, 26. Juli 2015
Unser letzter Ferientag - ein weiteres Erlebnis!
Klar, alle wissen, dass wir in Pension sind, aber weil der Mensch Ferien braucht, jedenfalls fast jeder Mensch das Feriengefühl liebt, haben wir uns zwei Wochen Ferien gegeben. Heute ist der letzte Tag davon. Wir haben unser spezielles Feriengeld aufgebraucht (und noch etwas dazu gelegt vom Sparsäuli) und sind nach Herrliberg gefahren. Im Restaurant "Buech" hoch über dem Ort (Bus nehmen oder wandern) haben wir getafelt. Es war sooo fein und sooo schön und sooo teuer)! Ein genialer Ferienabschluss.
Die Hitliste unserer zwei Ferienwochen? - Arosa zum Ersten, Buech zum Zweiten, dass die Familie Burri/Hipp gesund heimgekommen ist und Kaya uns schon vollgeschwatzt hat zum Dritten, Türlersee zum - - - ach, was soll das Ranking! Geht doch gar nicht. War doch alles schön und bedeutend, auch der Tag mit Sohn Stefan und ehemaliger Nachbarin und der Abend mit Reinhard, Schwester und Schwager und, und, und...
Morgen beginnt der Alltag "again". Kaya hat gehört, dass das alte Puppenhaus einen neuen Anstrich braucht. Da hat sie resolut gesagt:" Grosspapi, malen!!!"
Die Hitliste unserer zwei Ferienwochen? - Arosa zum Ersten, Buech zum Zweiten, dass die Familie Burri/Hipp gesund heimgekommen ist und Kaya uns schon vollgeschwatzt hat zum Dritten, Türlersee zum - - - ach, was soll das Ranking! Geht doch gar nicht. War doch alles schön und bedeutend, auch der Tag mit Sohn Stefan und ehemaliger Nachbarin und der Abend mit Reinhard, Schwester und Schwager und, und, und...
Morgen beginnt der Alltag "again". Kaya hat gehört, dass das alte Puppenhaus einen neuen Anstrich braucht. Da hat sie resolut gesagt:" Grosspapi, malen!!!"
Samstag, 25. Juli 2015
Gute Nachricht: Die Sonnerie hat schon mehrere Stunden einwandfrei funktioniert
Gestern waren sie eine ganze Stunde lang an der Arbeit, die Männer der Spezialfirma. Und es scheint zu funktionieren. Das Misstrauen bleibt. Aber bitte, man kann spontan zu uns kommen. Mindestens im Moment läutet es, wenn es läuten soll.
Und sonst? - Zu viel gelesen, zu viel Hitze aufgenommen, die ich nicht los werde, zu viele Gedanken schwirren, zu viele Bilder sirren, zu, zu, zu.
Da kommt das "Tagi-Magi" (Tagesanzeiger Magazin) gerade recht: Auf der Frontseite steht nur "Einatmen". Blättert man um, steht "Ausatmen". Das ist gut. Das tue ich mal zehn Minuten - einatmen, ausatmen. Natürlich nach den zehn Minuten auch. Hoffentlich noch Jahre. Aber diese zehn Minuten nur das, aufmerksam. Wenn das geht mit all den Mückenstichen...
Und sonst? - Zu viel gelesen, zu viel Hitze aufgenommen, die ich nicht los werde, zu viele Gedanken schwirren, zu viele Bilder sirren, zu, zu, zu.
Da kommt das "Tagi-Magi" (Tagesanzeiger Magazin) gerade recht: Auf der Frontseite steht nur "Einatmen". Blättert man um, steht "Ausatmen". Das ist gut. Das tue ich mal zehn Minuten - einatmen, ausatmen. Natürlich nach den zehn Minuten auch. Hoffentlich noch Jahre. Aber diese zehn Minuten nur das, aufmerksam. Wenn das geht mit all den Mückenstichen...
Freitag, 24. Juli 2015
Ein schönes Lachen
Ich denke an die ehemalige Nachbarin, die ich gestern mit meinem Sohn im "Vögelipark" getroffen habe. Wie anders sie lebt. Wie anders ihr Leben verlaufen ist als meines. Dass sie mit einem Computer nichts anfangen will. Dass sie kaum Bücher liest, aber in der Bibel, was ziemlich schwierig ist. Dass sie aber ihr altes, schönes Lachen behalten hat. Wo sie doch von meiner Warte aus gesehen nicht viel zu lachen hat.
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