Sonntag, 31. Januar 2016
Heute ist ein guter Tag für manches.
Heute ist kein guter Tag, um wandern zu gehen. Es bläst und schüttet. Aber es ist ein guter Tag, um an die kommenden Sommerferien zu denken. Reto und Harry haben auf unserem Lieblingscampingplatz in der Toskana ein Cottage für uns reserviert. Zwei Wochen Sommerferien ganz nahe vom VW-Bus "Gogo", in dem Harry, Judith und Kaya wohnen werden. - Heute ist kein guter Tag, um SVP-Werbung zu lesen. Behauptungen über Behauptungen, die niemand verifizieren kann. Aber heute ist ein guter Tag, um zu überlegen, was man selber will: Menschlich bleiben in aller Ratlosigkeit. - Heute ist sowieso ein guter Tag, um Zeitung zu lesen und sich zu amüsieren. Steht zum Beispiel, dass Helme beim Skifahren nicht bringen, was man erhofft hat. Die behelmten Leute fahren einfach umso unvorsichtiger. Und steht, dass nicht eine einzige Diät etwas bringt, um schlank zu werden und zu bleiben. Alle Jahre im Januar werde die "Brigitte-Diät" angepriesen nebst tausend anderen Arten, wie man essen und trinken müsse. Der Herr Wissenschaftler erzählt vom "Mikrobiom, der bakteriellen Wohngemeinschaft in unserem Bauch" und dass wir dieses fröhlich sehr vielfältig füttern sollten. Alles probieren, was da wächst. Und selber herausfinden, was bekommt. - Heute ist ein guter Tag, um selber auf (neue) Wege zu gehen, die gar nicht in Sturm und Wind stattfinden müssen.
Samstag, 30. Januar 2016
Zwei Dutzend Bücher
Ich war heute schon fleissig (10.30 Uhr). Weil ich ab und zu nach Büchern gefragt werde, die ich zum Lesen ausleihen würde, habe ich die Büchergestelle durchgesehen. Nebst den vielen Krimis im Keller stehen zwei Dutzend Romane bereit für Susanna und Martin. Obwohl ich schon zweimal meinen Bücherbesitz extrem reduziert habe, gibt es noch genug davon. Vermisst habe ich die aussortierten Bücher nie. Übrigens könnte ich meine Krimis im Keller ohne weiteres selber nochmals lesen. Zwar bin ich noch nicht dement, soviel ich selber weiss, aber Buchinhalte präsent zu haben, fällt mir schon immer schwer. Ich bin eine Bücherfresserin. Ob ich noch Feinschmeckerin werden kann? Mein Bücherrest wird immer besser. Essentieller.
Freitag, 29. Januar 2016
Spielen
Wir haben 213 Playmobilfiguren schamponiert, klargespült und abgetrocknet. Wir haben Löwen, Krokodile, Pferde, Affen, Nashörner, Nilpferde, Zebras und was noch alles geduscht und aus der Badewanne gefischt. Wir haben Territorium eingehegt und Tiere eingesperrt. Und dann haben wir endlich spielen können. Die Lehrerin sagt zu den Playmobilschülerlein: "Alle in Zweierreihe einstehen!" Dann gehen sie zu den Affen. Aber unterdessen hat sich ein Zebra am Bein verletzt. Die Tierärztin kommt und macht eine Spritze. Aber es muss operiert werden. Wo ist das Tierspital? Mitten drin fragt Kaya: "Grosi, spielst du gern mit mir?" - Jaaaaaaaa!"
Donnerstag, 28. Januar 2016
Höhle
Ich habe zwar unsere Betten frisch bezogen, aber sonst liege ich meine Zeit durch vom Sofa zum Bett und zurück zum Sofa. Ich bin mindestens stark erkältet. Für eine Grippe habe ich keine Zeit, also gurgle ich mit Salbeitee und trinke ganz viel, um alles auszuschwemmen, was mir nicht bekommt. Viren und so. - Morgen kommt Kaya. Aber heute lese ich. Zum Beispiel von Peter Stamm, wie er mit einer Gruppe dreissig Stunden im Höllloch war. Schöner Text. Dunkelheit. Ruhe. Enge und Weite. Ich beschliesse, heute einen Höhlentag mit mir selber zu machen. Zurück aufs Sofa. Ab!
Mittwoch, 27. Januar 2016
Zeit geschenkt
Als mein Götti etwas über siebzig Jahre alt war, fand er, alle Lebenszeit, die er noch bekomme, sei eigentlich geschenkt. So wie er gelebt habe. Heute Morgen habe ich in der neuen "Schweizer Familie" gelesen, was Franz Hohler mit geschenkter Zeit (noch) tun würde. Seine Antwort:
"Mir wird Zeit geschenkt. Also probiere ich, jeden Tag so zu leben, dass ich abends einverstanden bin mit dem, was ich getan habe."
Ich finde, nach dieser Lebensweisheit kann man als Pensionierte getrost leben. Franz Hohler ist übrigens 72 Jahre alt und tut nur noch, worauf er Lust hat. Er sagt, das darf man. Daran muss ich noch ein wenig arbeiten, an diesem "Dürfen". Immer noch habe ich das Gefühl, ich müsste Sinnvolles tun, und dieses Sinnvolle müsse sich wie Arbeit anfühlen. Aber ich bin auch noch nicht (ganz) zweiundsiebzig.
"Mir wird Zeit geschenkt. Also probiere ich, jeden Tag so zu leben, dass ich abends einverstanden bin mit dem, was ich getan habe."
Ich finde, nach dieser Lebensweisheit kann man als Pensionierte getrost leben. Franz Hohler ist übrigens 72 Jahre alt und tut nur noch, worauf er Lust hat. Er sagt, das darf man. Daran muss ich noch ein wenig arbeiten, an diesem "Dürfen". Immer noch habe ich das Gefühl, ich müsste Sinnvolles tun, und dieses Sinnvolle müsse sich wie Arbeit anfühlen. Aber ich bin auch noch nicht (ganz) zweiundsiebzig.
Dienstag, 26. Januar 2016
Playmobil
Wir sind ja froh, dass wir recht viele Spielsachen unserer eigenen Kinder aufbewahrt haben für etwaige Enkelkinder. So spielt Kaya schon lange und sehr gern mit dem Puppenhaus, das Reto für unsere Kinder gebaut hat. Grosse Lego sind schon fast vorbei, dafür ist die Brio-Bahn gefragt und immer wieder der Bauernhof.
Kürzlich hat Kaya nach Playmobil-Figuren gefragt. Ich habe gesagt, dass wir solche haben im Keller. zusammen sind wir hinunter gestiegen und haben geholt, was Kaya gerade brauchte.
Leider, leider herrscht(e) in mehreren Kisten im Keller ein grosses Durcheinander. So bin ich heute zweieinhalb Stunden vor kleinen Legos und Playmobil aller Art gekauert und habe sortiert und sortiert, bis ich weder stehen noch kauern konnte. Ich bin nicht zu Ende gekommen. Aber die Legos sind aussortiert und haben ihre Kiste nur für sich. Wozu aber braucht eine Familie 213 Playmobilfiguren???????????????????????
Kürzlich hat Kaya nach Playmobil-Figuren gefragt. Ich habe gesagt, dass wir solche haben im Keller. zusammen sind wir hinunter gestiegen und haben geholt, was Kaya gerade brauchte.
Leider, leider herrscht(e) in mehreren Kisten im Keller ein grosses Durcheinander. So bin ich heute zweieinhalb Stunden vor kleinen Legos und Playmobil aller Art gekauert und habe sortiert und sortiert, bis ich weder stehen noch kauern konnte. Ich bin nicht zu Ende gekommen. Aber die Legos sind aussortiert und haben ihre Kiste nur für sich. Wozu aber braucht eine Familie 213 Playmobilfiguren???????????????????????
Montag, 25. Januar 2016
In einer Stunde kommt man weit
Seit beinahe drei Jahren wohnen wir in Oberwinterthur. Fast schon sind wir hier zu Hause. Aber wir gehen oftmals gleiche Wege, und andere sind wir noch nie gegangen. - Heute habe ich vorgeschlagen, durch ein Quartier zu spazieren, das uns unvertraut ist. An der Rychenbergstrasse sind wir rechts in ein Weglein eingebogen, und dann waren wir höchst überrascht. Ein recht grosses Quartier weg von der Strasse. Ruhig. Schöne Gärten. Alte und neue Mehrfamilienhäuser. Genossenschaftswohnungen. Gepflegt. Und immer weiter ging es. Nach Zinzikon. Dann an der Sonne bis zum Bahnhof Reutlingen. Eine ganze Stunde sind wir sehr angenehm und ohne Verkehr gegangen und haben alles bewundert, was die Menschen an Schönem in ihre Gärten setzen. In Reutlingen haben wir den Zug nach Seuzach genommen. Am Bahnhof etwas zum Znacht gekauft. Mit dem gleichen Zug zurück nach Oberi und uns stolz auf die Schultern geklopft, dass wir es in einer Stunde so weit gebracht haben.
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