Mittwoch, 2. August 2017
Fingernägel schneiden
Jede und jeder tut es bei Bedarf. Die einen mit der kleinen Schere, die gut schneiden muss. Die andern mit einem Knipser, der am besten von guter Qualität ist und nicht eine Geschenkbeilage bei Online-Anbietern, was ich schon erlebt habe. Pfui, dann ist es an mir, das Ding Material gerecht zu entsorgen! Ein alter Pfarrer tut es allüberall, allein und mit anderen, mit der winzigen Schere an seinem Taschenmesser. Selbstvergessen und eifrig. Mit der Zunge zwischen den Zähnen. - Genug! - Ich schreibe davon nur, weil wir alle meinen, es sei so selbstverständlich, es zu tun. Aber ich habe/hatte einen Schnappdaumen. Ich war kurz davor, mir die Fingernägel von meinem lieben Ehemann schneiden zu lassen, weil es zu weh tat, Druck zu geben. Ohne Druck kein Knips! - Unterdessen bin ich fünfmal in Craniosacral-Therapie gewesen. Heute Morgen habe ich geknipst, ganz leicht, wie ehemals. So ein Fingernägel-Schneide-Glück!
Dienstag, 1. August 2017
Nach dem Mittagsschlaf
Wie schläft man eigentlich ein? Und wie erwacht man/frau? - Zweites ich meistens schlecht oder schwer. Rumpelsurrig. Augen wollen nicht auf. Jetzt noch nicht. Brauche Zeit. Sehe mich um, wenn die Augen dann bereit sind. Sehe mein Zimmer mein Reich. Mein eigen Sammelsurium. - Glücksgefühl steigt auf. Reto hat mir das grössere von zwei Zimmern überlassen. Danke aber auch! - Abends, nur abends tanze ich manchmal für mich selbst. Und ich schätze die Tür, die ich bei Bedarf hinter mir schliessen kann. Und dann, elf Uhr oder so - einschlafen. Wie mache ich das? Bin noch nie dahinter gekommen. Immer war ich schon weg.
Montag, 31. Juli 2017
Die Bohne, die hoch hinaus will
Sie blüht tief unten und hoch oben. Wir können auf zwei, drei feine Bohnengerichte hoffen. Reto sagt, er holt die Grünen unter dem Himmel dann schon auf die Erde herab. Darauf freue ich mich jetzt schon. Ob er beim Nachbarn die grosse Leiter holen muss?
Der Veränderlichen gelben Krabbenspinne geht es nach wie vor gut.
Reto mäht zwei Rasen, und ich habe bei der Minze, der Zitronenmelisse und beim Rosmarin gerodet.
Sonntag, 30. Juli 2017
Was fliegt denn da?
Gestern Abend im Garten. Natürlich unter unserem geliebten Ahorn an den neuen Gartenstühlen und am alten, roten Bänkli. Wir essen Retos feines Znacht. Sogar unsere Enkelin verlangt Nachschlag. - Plötzlich fliegt etwas Grösseres über uns hin. Eine kleine Drohne?? - Das Flugobjekt ändert die Flugrichtung, kurvt über uns uns landet auf Retos Hosen. Sitzt da ganz still und lang, sodass wir es alle fünf gebührend betrachten können. - So einen grossen Käfer haben wir alle noch nie gesehen. Wie er wohl heisst? Wie er ächt lebt?
Er ist mindestens vier Zentimeter lang, und dann kommen noch die Fühler dazu. Meine Beste Freundin hat mir heute im National geraten, unter den Bockkäfern zu suchen. Und wirklich! Danke! - Er heisst Moschusbock und ist besonders geschützt. Er ist nicht giftig und nicht gefährlich und ernährt sich von Pollen und Pflanzensäften. Seine Eier legt er aber in Holz, mit Vorliebe in altes. Unser Ahorn? - Wir machen uns mal keine Sorgen sondern freuen uns am Reichtum unseres Gartens. Wobei wir die Wespen ausnehmen von unserer Freude. Diese haben uns das Mittagessen heute arg erschwert. Wir mochten unser Siedfleisch nicht mit ihnen teilen. Da hat Reto mit dem roten Fliegentätscher herumgewedelt, und ich bin mehrmals geflüchtet. - Lieber einen Moschusbock als drei Wespen!
Samstag, 29. Juli 2017
Flaute
Nach der Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee und zwei wunderbaren Essen bei zweierlei Nachbarn hat sich bei mir eine kleine Flaute eingestellt. Windstille, hoffentlich vor keinem Sturm. - In der heutigen Zeitung habe ich Monika Stockers Gedanken zu Bruder Klaus gelesen, der dieses Jahr gross gefeiert wird. Ohne mich. Ich bin nahe bei Monika Stocker, aber bei Flaute fehlt jegliche Aufregung. Mit Bruder Klaus habe ich mich in meinem Leben gründlich auseinander gesetzt. Und da sitze ich immer noch - auseinander. - Das Hauptereignis heute wird sein, dass mir Reto die Haare geschnitten hat. Oder dass wir am Abend vielleicht Besuch haben. Wenn unsere Tochter ihre Sommergrippe überstanden hat. Flaute auch bei ihr?
Freitag, 28. Juli 2017
Kalte Füsse und Wirz
Gestern kamen wir erst nachts nach Hause von einem Ausflug mit Schiff und Zug und dem Zusammensein mit lieben Menschen. Erstmals ist mir so richtig aufgefallen, wie früh es unterdessen dunkel wird. Natürlich spielt das nasse, kalte Wetter auch seine Rolle. Aber der Sommer, der Sommer schwächelt - und allzu bald wird er Geschichte sein. Jedenfalls sitze ich mit kalten Füssen am Computer und frage mich, ob ich Winterfinken brauchen täte. Lässt der Stolz nicht zu. - Wohl ist es den Nacktschnecken. Sie sind zu einer Plage in unserem Kleingarten geworden. Sie machen uns zu gnadenlosen Killern, eine Rolle, die ich nicht mag. Aber Sepp hat uns einen gesunden, grossen, sehr grossen Wirz geschenkt. Unser Überleben ist gesichert. Heute beginne ich mit Wirzpäckli. Am Sonntag steht Siedfleisch auf dem Speiseplan. Weitere Wirzgerichte werden folgen. Ich freue mich auf Entdeckungen.
Mittwoch, 26. Juli 2017
Der Sommer soll schön sein!
Der Regen sei uns geschenkt worden, meinte kürzlich ein Meteo-Mann. Damit bin ich sehr einverstanden, auch wenn die Kinder sicher gern Wärme und Sonne pur hätten in ihren Ferien. - Wie aber kommen wir auf die Idee, "es" müsste alles nach unserem Gusto sein? - Auch in der Sommerferienzeit werden wir krank (Nachbarkind, Tochter...), regnet es tagelang, entzündet sich tief unter meinem Zahn eine Höhle. - Was gibt es da überhaupt für Kavernen? - Ich bin gerade vom Zahnarzt zurückgekommen. "Uliidig", weil, siehe oben. Denn, der Sommer soll schön sein! Ansprüche hat die Frau.
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