Donnerstag, 30. November 2017

Trödelmorgen

Heute brauche ich es einfach. Punkt. Während mein Ehemann "am Avent arbeitet", trödle ich herum. Er flechtet zwei Adventskränze, und ich ziehe zwei Betten frisch an. Er schimpft, weil die Kerzen nicht wollen, wie er wohl will, und ich eile ihm zu helfen. Er hat vor Augen, was noch alles sein soll heute und morgen, und ich freue mich auf die Ergebnisse seiner Hände Arbeit. - Ja, ich mag es auch, ich mag es sehr - sein Stuben-Advents-Fenster alle Jahre wieder. Ein paar Lichterketten im Garten - warum nicht! - Hausbespielung mit Projektionsmustern - muss das sein? - Es muss wohl! - Er arbeitet fleissig, und ich trödle. Trödle vor mich hin. Ich brauche das. Nur heute Morgen. Darf ich?

Mittwoch, 29. November 2017

Ich gehe aus

In einer halben Stunde laufe ich davon. Der Endreinigung nach dem Mailänderli Machen. Schön war es, mit einer total aufgestellten Vierjährigen, Butter zu "mantschen" und alles weitere. Butter "gemantscht" habe ich im Leben noch nie. Aber Kaya hat überzeugend betont, bei Mami mache sie das auch. Also los! Und siehe da, es hat etwas gebracht. Weiche Butter zum Weiterverarbeiten. Ging besser als je. - Aber jetzt laufe ich davon. Gehe mit einer Freundin Znacht essen und freue mich riesig. Ob ich noch fit bin, wird sich zeigen.

Dienstag, 28. November 2017

Ja und ja und ja

Gestern Abend habe ich gestrickt - und es heute Morgen alles wieder aufgekräuselt. Zu breit! Zurück zum Anfang. Macht nichts.
Heute Morgen habe ich ein neues Rezept für eine Lauch-Kartoffel-Suppe bereit gelegt. Dann kam die Sonne, und der beste Ehemann von allen (kenne nur diesen von nah) und ich haben beschlossen, dass wir ein letztes Grillfeuer machen und die letzten zwei Bratwürste aus dem Tiefkühler drauf legen. - Dann kam der Regen. Die Grillwürste landeten in der Bratpfanne. Auch gut. Macht nichts.
Nach dem Mittagskaffee hatten wir eine Besprechung bezüglich der Weihnachtspost, die wir verschicken wollen. Aber die mögliche Vorlage kam nicht aus dem Drucker, und das grüne Papier ist nicht kopierfähig. Wir müssen über die Bücher oder die Bilder. Macht nichts. Wird schon werden.
Dreimal nicht nach Plan gegangen, aber dreimal trotzdem ein grosses Ja!

Montag, 27. November 2017

Aber jetzt geht es vorwärts

Am Morgen konnte ich unser allernettestes, allergesprächigstes Hütekind fast nicht ertragen. Kopfweh, Krankheitsgefühl wie eh. Aber dann sind wir trotzdem aufgebrochen und siehe, es wurde allmählich besser und ist nun gut. Auf der stündigen Heimfahrt im Postauto hatte ich Spass an den ganzen verbalen Einfällen des Kindes und beteiligte mich nach Kräften. Ganze Ersäufnis- und Rettungsgeschichten erfanden wir, als wir über den Rhein bei Flaach fuhren. Was wäre, wenn die Brücke krachen würde?! - Jetzt sind wir zu Hause, und Reto ist beim Geschichten-Erfinden mit beteiligt. Ich aber habe für heute Abend tatsächlich weitreicherndere Pläne als vor dem TV abzuhängen.

Sonntag, 26. November 2017

Eine Köchin hat früher Flamenco getanzt

Ich hoffe, sie tanzt immer noch ab und zu, wenn sie Zeit hat. aber es ist auch schön, dass sie sich als Autodidaktin stark macht für besseres Kantinen-Essen. - Ich habe einen langen Artikel zu diesem Thema in einem ZEIT-Magazin gelesen. Da stehen wieder so grosse Sätze über das gesunde Essen, und ich werde wieder ganz klein. Ich bin immer noch nicht gesund, und wahrscheinlich deshalb finde ich nichts, was ich koche und dann esse so besonders. Ausserdem bin ich eine Grossmutter-Köchin. Ich koche oft Bewährtes. Was schon meine Mutter kochte und sogar meine Grossmutter. Ich selbst habe, wenn ich gesund bin, immer noch überaus gern "Härdöpfustock ond Sosse dra" und Ähnliches. - Es ist allerdings sehr wohl auch Grossmutter Art, saisonal und regional zu kochen. Und immer öfter Bio, weil ich weder mir noch meinen Tischkamerädli einen Chemiecocktail servieren will. - Die Flamenco-Köchin legt auch Wert auf Umweltfreundlichkeit. "Lieferanten, die mit dem Fahrrad kommen, werden bevorzugt" steht da.

Samstag, 25. November 2017

Nicht Grau in Grau

Drei Schritte aus dem Haus - und schon hat der Wind meinen Schirm gekehrt. Luft war dann nicht das dominierende Thema, aber Regen schon. Jedenfalls wenn man das ganze Nass vom Himmel dominieren lässt. - Mich hat ein Blick aus dem trockenen und warmen Bus aufgeweckt: Bei der Brauerei Haldengut stand eine Postkutsche sechsspännig. Welch ein Blick! Das Gelb der Kutsche abgehoben von allem Grau. Schöne, starke Pferde. - Schau genau! Wo gibt es auch heute Farbe? - Mich reizt meine braune Papiertüte; darin befinden sich blaue Wollknäuel. Vierzehn an der Zahl. Ein schönes Blau. Weich die Wolle. Ob ich heute beginne mit dem Pullover, den sich mein Sohn wünscht? - An Weihnachten ist er aber noch nicht fertig. Weihnachten ist in einem Monat. Sozusagen übermorgen.

Freitag, 24. November 2017

Wie kommt das Glück in die Schokolade?

Reto und ich wissen jetzt alles davon - vom Glück in der Schokolade. Und wie man nach Flawil ins Chocolarium reist. Und welche Schokoladen dort flüssig oder fest am besten schmecken. Ausserdem ist unsere Nase voll - nein, nicht Schokoladeduft - voll Güllenduft. Wir spazierten vom Bahnhof Flawil eine halbe Stunde zur Schoggifabrik und viel später eine halbe Stunde zurück zum Bahnhof. Und eben - über ganz Flawil hing heute "Bschütti-Duft". Macht es etwas? - Wir sind fröhlich und glücklich zurück gekommen. Ein Kilogramm schwerer. Ob mit Schoggi im Rucksack oder im Bauch wird nicht verraten.