Mittwoch, 31. Januar 2018

Do it yourself again

Wir hatten wieder viel zu tun. Aus Korkzapfen, bunten Klebbändern, Salzteig und gefährlicher Farbe, weil sehr anhaftend, Männchen basteln. Natürlich mit einem Kind. Diesmal wieder mit unserer Enkelin, die das mit den Klebbändchen besser im Griff hatte als ich. Ich habe bei ihr abgeschaut. Das Ergebnis erfreut uns heute die ganze Zeit. Sind die herzig geworden! - Kaya und Grosspapi haben dann gestern noch Verstecken gespielt mit den neuen, halbtrockenen Figürchen. Wenn ein Männchen oder Frauchen sich versteckte, welches von Kaya betreut wurde, hielt sie beim Zählen die Augen offen. Das Figürchen durfte nicht schauen, sie schon!


Dienstag, 30. Januar 2018

Also ehrlich!

Draussen auf dem Sitzplatz hängt Retos Bettdecke und tropft vor sich hin. Was denken sich Nachbars? - "Ja, ja, alte Leute! Denen passiert halt mal was!" Oder so ähnlich. - Aber es war unser Kater. Zum zweiten Mal in kurzer Zeit hat er eine Magenverstimmung. Dass er ausgerechnet auf Retos Bett gekotzt hat, ist "tragisch", hat doch Reto letzte Woche eine neue Matratze gekauft. Schön sauber, ganz frisch. Und seine Decke ist auch die neueste in unserer Wohnung. - Jedenfalls habe ich geschrubbt und ausgespült, was das Zeug hält. Alles wieder weiss. Duftet nach Waschmittel, aber tropft. Nepomuk, der Kater, wird auf Diät gesetzt. Das bedeutet, dass ich jetzt Reis mit Pouletfleisch koche. Nur für ihn, unseren einzigen, trotz allem geliebten Kater.

Montag, 29. Januar 2018

An der Sonnenseite

Tagesanzeiger heute Morgen. Wetterbericht für eine Woche. Nur heute garantierter Sonnenschein in den Bergen. - Hals über Kopf sind wir auf den Bahnhof gestürzt und nach Zürich gefahren. Von dort wollten wir so schnell wie möglich nach Chur. Aber die liebe SBB hat ja mehr Pannen denn je. Abfahrt verzögert um einige Minuten. Dafür "erfreuten" wir uns an drei Berliner Jungmännern. - Frisch und jung. Aber ihr Gesprächsthema bis Landquart: Die äusserliche Beurteilung der Frauen, die sie kennen. Die eine hat fusselige Haare, die andere zu grosse Hände und zu kleine Brüste. Passt nicht. Die dritte und vierte wollen für alles Geld, dabei können sie es doch lustig haben. Eine kostet fünfhundert. - ......- Der Zug fuhr mit zwanzig Minuten Verspätung ab und nur bis Landquart statt bis Chur. Aber später sassen wir ohne Mantel an der Sonne, und es war sehr, sehr schön. Auch unsere kleine Wanderung. Und kleine Hände und grosse Brüste oder umgekehrt verloren sich allmählich im Sonnenlicht. Gern hätte Reto ein Fernrohr gehabt, um vielleicht am Calanda ein paar Wölfe zu sichten.

Sonntag, 28. Januar 2018

Sonntagabend - es nachtet ein.

Vor einer halben Stunde bin ich nach Hause gekommen von einem Treffen mit meiner Besten Freundin in der Stadt. - Bauch voll. Stimmung gut. Nicht nur, aber auch, weil es schon bis halb sechs Uhr hell bleibt. Das Jahr macht Fortschritte. So ein wunder-,wunderschöner Abendhimmel in ganz tollen Farben von orange bis violett und vielen Zwischentönen. - Nun koche ich noch ein Gemüsesüppchen und dann flegle ich mich vor den Fernseher. Aber ich schaue nicht "Tatort" sondern eine Sendung über Kinder, die wir auf Vorrat haben. Kein Mordfall heute Abend. Lieber mich freuen darüber, wie Kinder sich entwickeln.

Samstag, 27. Januar 2018

Motivation zurück

Heute war ein Tag wie so viele im Jahr. Einkaufen, Kaffee trinken, heim, kochen, Mittagessen, ruhen, lesen, wieder Kaffee trinken, echli putzen. Eine Geburtstagskarte wartet darauf geschrieben zu werden. - Bloggen? - Heute nein danke!

Setze ich mich ans Pult, MEIN Pult, ein guter Ort für mich. Echli aufräumen, ehe ich die Karte schreibe. Die letzte "flow" nochmals durchsehen. Will ich etwas behalten, mir merken, aufhängen, einüben? - Seite für Seite blättere ich durch. Schreibe mir vier Zettel von Behaltenswertem. Der kürzeste, beste heisst: SCHREIBTISCHGLÜCK.
                                   

Freitag, 26. Januar 2018

Ich finde mich gut

Eine Schönheit zu werden, habe ich aufgegeben. Schlank bin ich keineswegs. Willensstark wäre ich gern. Grosse Taten habe ich nicht vorzuweisen. - Trotzdem bin ich heute mit mir zufrieden. Weil es mir nämlich immer noch gelingt, mich über Nacht zu regenerieren. - Gestern Abend fiel ich sozusagen ins Bett und war lahm an Körper und Geist. Heute Morgen stand ich auf, beschwingt und freudig gespannt auf den neuen Tag. - Wir sind dann nach dem Morgenessen gleich schauen gegangen, ob der neue Bärlauch sich schon zeigt. - Fehlannahme! Alles ruhig am Bärlauchhang. Wir haben noch Zeit, die eingelegten Blätter vom letzten Jahr zu geniessen. Morgen an Spaghetti. Mmmmhhhh! - Dafür zeigen sich im Rasen die ersten drei Krokus. Ha, der Frühling kommt leise! Aber ich höre ihn. (Wirklich! Schon auf die Vögel geachtet?)

Donnerstag, 25. Januar 2018

Ein Glas Wein

Heute Abend habe ich ein Glas Rotwein verdient - oder zwei - finde ich. - Reto ist am Morgen losgegangen, um endlich eine neue Matratze für sein Bett zu kaufen. sie ist dick und schwer. Das weiss ich, weil ich seine alte dünne vom Lattenrost genommen und an die Sonne geschleppt habe, gut ausgebürstet habe und sie als Kinderort in mein Zimmer gelegt habe. dann habe ich das grosse, dicke Teil auf Retos Lattenrost gewuchtet. Puuhhh - und zehn Zentimeter zu lang für das Bett! Who cares, macht nichts. Hauptsache ohne "Duele"/Liegekuhle liegen. - Der Tag ging dann wild und anstrengend weiter. "Zwei Kinder in einem Bollerwagen" wäre der Titel der weiteren Geschichte. - Geschichten mache ich heute keine mehr, bloss noch Rotwein trinke ich.