Montag, 19. August 2019

Zum erstenmal...

Zum erstenmal ist heute Morgen unser Hütekind in den Kindergarten gegangen. Zum erstenmal hat unsere Enkelin die Schule besucht. Und wir gehen gleich los, um zum erstenmal das junge Büseli von Kaya zu sehen.

Sonntag, 18. August 2019

Wir haben es getan!

Jetzt muss ich das Werk nur noch gut zu Ende bringen. - Reto und ich sind heute in den Wald aufgebrochen, um nach "unseren" Brombeeren zu sehen. Sind sie reif, bald reif, noch nicht so weit? - Zum Glück habe ich Gefässe mitgenommen. Wir haben 1 Kilo 443 Gramm schwarze Beeren gesammelt. Ha, das war Sonntagsarbeit! - Zur Belohnung gab es auf dem Heimweg vor der Schlossschenke (Schloss Hegi) je ein Dezi Hegemer Weissen. - Jetzt ist es an mir, aus dem Beerensegen Gelée zu kochen. Auf geht's!

Samstag, 17. August 2019

"Fötzeli" (Schnipsel)

Ich liebe schönes Papier. Buntes, griffiges, gemustertes, geblümtes, gevögeltes, mit Schmetterlingen, kariertes - aber kein liniertes. Ich behalte jeden Fetzen schönen Papiers auf. Diese "Fötzeli" haben wunderliche Masse: 1 mal 5 cm, 4 mal 5 cm, 3,5 mal 15 cm, 6 mal 22 cm und so weiter. Gestern Abend habe ich auf die Flut bunter Papierchen gestarrt und mich gefragt, was ich damit tun könnte. Dann habe ich nachts um halb elf in ein sonnengelbes Ding geschnitten und eine Blume heraus gezaubert. Auf eine Karte geklebt - und schon war ein "Fötzeli" weniger. Alle in dieser Art aufzubrauchen würde aber hundert Stunden dauern, und die entstandenen Karten zu beschreiben und zu verschicken weitere fünfzig. Und unterdessen sammelten sich weitere "Fötzeli". Es gibt so schönes Papier!

Freitag, 16. August 2019

Einkaufen

Frisch voran mit dem Einkaufswagen. Es hat viel Platz darin, und heute wollen wir 1000 Superpunkte zusätzlich ergattern. Wir brauchen dafür bloss für 100 Franken einzukaufen. Das schaffen wir. - Was wir benötigen steht auf der Einkaufsliste, unter anderem "Grillgut". Wo wir doch recht Geld ausgeben wollen, kaufen wir ein Lammrack statt der üblichen Würste. Ach ja, und Weisswein für Gäste muss her. Nicht den billigsten, aber auch nicht den teuersten. Und für unsere Katze kaufen wir gerade ein bisschen Vorrat. Das reicht dann gewiss bis Ende Monat oder ein bisschen länger. Noch ein bisschen dies und das, und dann sind wir an der Kasse. - Der Junge vor uns weiss noch nicht, dass Bananen auf die Waage gehören. Dass er weiss, woher sie kommen, weit übers Meer, reicht der Kassiererin nicht. Aber dann sind wir an der Reihe. - Gut schaffen wir die 1000 Punkte. Unser Einkauf kostet 150 Franken. Ende Monat werden wir hungern.

Donnerstag, 15. August 2019

Greta allein

Mit grossem Erstaunen beobachte ich, dass eine Menge Menschen Greta allein zur Verantwortlichen macht für nichts weniger als die Errettung der Erde. Heute im Tagesanzeiger ein Artikel. Die Autorin kommt zum Schluss, dass Greta unweigerlich scheitern wird. On Facebook unsägliche Häme, ja Hass gegenüber dieser Jugendlichen aus Schweden. - Ist denn das die Möglichkeit, dass wir weiter tun, was wir so tun und ZUSCHAUEN, wie "es" weitergeht! Auf dem Sofa sitzen und Wetten abschliessen, wann Greta einen Fehler macht, um dann aufzuschreien und mit dem Finger auf sie zu zeigen. Vor der Glotze sitzen und hören, dass noch mehr Menschen in diesem Sommer per Flugzeug wer weiss wohin fliegen. - Es kann doch nicht sein, dass die Erwachsenen es den Kindern und Jugendlichen überlassen, mutig etwas zu tun - "mit dem Idealismus der Jugend", wie die Tagi-Autorin herablassend schreibt. (So quasi, die werden dann auch mal älter und bequemer.) - Am 28. September ist in Bern eine nationale Klima-Demo. Da kann man auch hin, wenn man nur erst kleine Schritte macht FÜR die Gesundung der Erde. Es muss niemand perfekt sein, aber es müssen viele aufwachen und beginnen.

Mittwoch, 14. August 2019

Vierzehnter August

Dieses Datum hat seit genau vierzig Jahren eine Bedeutung. Da kam Franziska zur Welt, und bald darauf wurde ich ihr Gotti. Das bin ich immer noch. Natürlich. Und es ist mir immer noch wert und wichtig. - Ich sehe kleine Fränzis vor dem inneren Auge. Ferienmomente. Besuchszeiten. - Aber jetzt ist sie eine Frau in ihrem besten Alter. Inmitten der Familie. Inmitten der Welt, die sie so gern bereist. Inmitten des Lebens. - Vierzig - ich finde, das ist ein gutes Alter.

Dienstag, 13. August 2019

Meine seltsame Rechnung

27 Jahre Kanton Aargau
32 Jahre Winterthur Seen
5 Jahre Urner Oberland
6 Jahre Oberwinterthur
= 70 Jahre Leben auf dieser Erde

Beweisen diese Zahlen irgend etwas? Bedeuten mehr Jahre mehr Wichtigkeit? Fangen die Wörter hinter den Zahlen irgend etwas ein? Zeigt sich in Wort und Zahl so etwas wie Heimat, ein bisschen Heimat, mehr Heimat, weniger Heimat? Kann ich Leben addieren? Subtrahieren? 

plus wieviel = das Ganze?

Bleibt mein Leben offen für neue Zahlen, neue Wörter? Können neue Rechnungsarten gefunden werden? Neue Qualitätsmerkmale? 

"All Morgen ist ganz frisch und neu" - ein Lied, das mich belebt (hat).
"Morning has broken" - ein Lied, das mich glücklich macht, das vom immer neuen Anfang spricht.