Mittwoch, 30. September 2020

Nichts "verschreien"

 Wer fast nicht wagt an sein/ihr Glück zu glauben, will nichts "verschreien". Sagt lieber noch nichts. Wartet noch ein paar Tage. - Ich will nichts "verschreien", aber ich glaube, ich bin meine Bett-Tierchen endlich los. Schon viele Tage keine neuen (Wanzen)Stiche. - Meiner Besten Freundin ist es lange nicht gut gegangen. Am Sonntag durften wir sie bei uns haben. Sie hat gesagt: "Ich will nichts "verschreien", aber es geht mir wieder gut." - DARÜBER FREUE ICH MICH sehr!!!

Dienstag, 29. September 2020

Und wieder Markt

 "Hast du die Maske eingepackt, Smartphone aufgeladen und dabei?" - Mal fragt Reto, mal frage ich, ehe wir aus der Türe treten. Die Reise geht heute nur in die Stadt. Einkaufen auf dem Markt an unseren Lieblingsständen. Das ist einerseits die umtriebige Käserin, die feine Butter hat, feinen Rahm und natürlich eine Riesenauswahl an Käse. Und andererseits sind es Bio-Gemüsestände. Wir kaufen zarte grüne Bohnen, den ersten Endiviensalat. Zwiebeln bei einem Grossmütterchen. - Aber dann, dann gehts zum erstenmal seit Corona ins Kaffee Vollenweider. Lieber wären wir an der frischen Luft, aber da es regnet...Wir bekommen einen hervorragenden Kaffee und, oh Wonne, ein gefülltes Amaretto. So fein, dass Reto sagt, er kann den Kaffee nicht sofort trinken. Sonst geht der Gout vom Amaretto weg.

Montag, 28. September 2020

Kräuterbündel anzünden - Wohlgeruch oder Gestank

 Hütetag. - Wir haben zu dritt im Garten aufgeräumt. Zuerst das Sommerhaus von Bär Ernest und Maus Célestine. Die beiden wollen nun wieder nur in der Stube wohnen. - Dann hat Reto alle Stauden geschnitten, die zum Nachbarn hinüber gewachsen sind. Das Hütekind hat sie mir zum Gartentisch gebracht, und ich habe sie zusammengebunden zu Kräuterbündeln. Diese werden gut getrocknet und später in der Grillschale angezündet. Wir haben heute drei vom letzten Jahr zum Flammen und Räuchern gebracht. Reto und ich fanden: "Oh, wie fein!" - Unser Hütekind sagte: "Ekelig" - Dafür fand sie mein frischgebackenes Brot lecker.

Sonntag, 27. September 2020

Sechs schöne, gesunde Kinder

 Ein Neffe von Reto ist 50 Jahre alt geworden. Wir waren eingeladen zu einem Apéro. - Eigentlich erschien mir die Reise etwas lang, um dann zwei Stunden zu "apérölen". Aber Reto wollte hin. Wir fuhren. - Einen Tag später habe ich immer noch die sechs schönen, gesunden Kinder des Neffen und seiner Frau vor Augen. Ein Erlebnis! - Die Kleinste ist gut jährig. Sie wird von allen fünf Grösseren liebevoll umsorgt. Da ein Streicheln über den Kopf, dort ein wenig herumtragen. So eine Kleinste müsste man sein! - Der einzige Bub hat es faustdick hinter den Ohren. Er trug vielleicht zum erstenmal eine Krawatte mit Gummizug. Kam ihm ein wenig seltsam vor, aber den Gummizug kann man so schön spicken lassen. - Ich bin wirklich beeindruckt und finde diese Grossfamilie eine Bereicherung für mein Weltbild. Aber ehrlich, ich möchte nicht, dass tagtäglich acht Menschen an meinem Mittagstisch sitzen würden.

Samstag, 26. September 2020

Unser Kater merkt viel

 Immer wieder staunen wir, was unser Kater Nepomuk alles weiss, spürt oder was auch immer. - Er merkt es, wenn wir in die Ferien gehen. Er will ins Freie, wenn wir erst dran denken, dass wir bald einkaufen gehen. Vor allem aber ist er ein guter "Wetterschmöcker". Wetterfrosch will ich ihm nicht sagen. - Gestern Nacht hat er auf Winter umgestellt. Vorher ist er jede Nacht draussen gewesen. Mein Bett war Fremdland. Aber letzte Nacht hat er auf meiner Bettdecke verbracht, wie er das winters meistens tut. - Eine neue Saison hat definitiv begonnen. Es gilt sich einzustellen. Unser Kater macht es vor.

Freitag, 25. September 2020

Winterschlafen

 Der Sommer ist vorbei und nicht nur dies - vier garstige, kalte, feuchte Herbsttage liegen vor uns. Einer ist schon fast vorbei. - Ich habe mir vorgestellt, ich mache einen ersten kleinen Winterschlaf. Kuschele mich in Warmes ein und gehe in mich. Dort, in mir, ist noch einiges an den richtigen Platz zu rücken. Ich träume ja ständig vom grossen Aufräumen. Jetzt habe ich Zeit, dachte ich. - Aber heute ist nichts mit Kuscheln und träumen. Ständig lauern kleine Pechstücke darauf, dass wir darüber stolpern. - Mein Whats App Konto ist abgestürzt. Gestern Abend. Seither habe ich Stunden damit verbracht, es wieder einzurichten. Vergeblich. - Reto musste im Coop um seinen Einkaufswagen fighten. Eine Dame behauptete partout, seiner sei der ihre. Lautstark schlug sie ihn fast in die Flucht, ehe sie ihre Handtasche an einem anderen Wagen entdeckte. - Ha, dann habe ich gekocht, und Reto hat später die Saucisson zu schneiden versucht. War fast der ganze Küchenboden voller Fett, das in hohem Bogen heraus gespritzt hatte. - Alles nur halb so schlimm. Um Whats App kümmere ich mich erst nächste Woche. Dann kann ich doch noch etwas winterschlafen.

Donnerstag, 24. September 2020

Tagebuch

 Ich schreibe Tagebuch und blogge, was sehr ähnlich, aber nicht gleich ist. - Beim Tagebuch Schreiben beschäftigt mich die Sinnfrage nie. Ich spüre, dass es mir gut tut, und dass sich Gedanken und Gefühle klären. Und manchmal kann ich etwas nachlesen. Wann waren wir das letztemal in der Toscana? Mein Traum von kürzlich? - Beim Bloggen frage ich mich oft, wen das interessieren soll, was ich da fast täglich eintrage. Da mein Leben nicht (mehr😉) spektakulär ist, habe ich auch keine Wahnsinnsgeschichten zu erzählen. Da ermutigt mich der Tagi-Magi-Redaktor Finn Canonica:

"Jedes Leben ist auf seine Weise banal, aber gleichzeitig verdient alles, was geschieht, gleichermassen unsere Aufmerksamkeit." (Nr. 34, 22. August 2020)

Meine Aufmerksamkeit richtet sich gleich auf Retos Füsse, die ich mit MEINEM Johanniskrautöl massieren werde.