Es steht kein persönliches Drama an. Aber ich kann mich einfach nicht gut trennen. Zum Beispiel von unserer Katze, wenn wir in die Ferien gehen. Das leuchtet vielleicht noch ein, aber dieses hier: Kaya hat "Dier" statt "Dir" geschrieben. Kommt schnell mal vor. Neues Blatt, neues Glück. Alles paletti. Aber: Ich kann mich nicht trennen von "Dier". Es ist so schön gemacht. So wunderschön. Ich habe ein Wort gesucht, das mit "Dier..." begönne, aber ich habe keines gefunden. Auch nicht im Wörterbuch. Was mache ich nun mit "Dier"? Papierkorb geht nicht. Andere Idee? - Ich werde dann mal ein paar Tage Auszeit nehmen; vielleicht fällt mir etwas ein.
Donnerstag, 31. Juli 2025
Mittwoch, 30. Juli 2025
Bella Italia wenigstens im Ofen
Reto findet es gut, dass ich heute den Backofen ausgiebig benütze: "So haben wir wenigstens eine warme Gute Stube!" - Mein Brot ist gelungen; jetzt wartet noch die "Parmiggiana di melanzane" auf die Ofenhitze. Wir werden Besuch bekommen. Zuerst werden wir uns trotz Kälte am kühlen Weissen laben - begleitet von prociuto cotto und crudo. Habe ich ja gestern eingekauft. Alles bereit. Ich esse noch meinen "apple a day". Und für einen kleinen Internet - Schwatz mit möglichen Leserinnen und Lesern hat es nun auch noch gereicht.
Dienstag, 29. Juli 2025
Prociutto crudo
Ich bin trocken in die Stadt gelangt; das ist schon fast ein Glücksgefühl in diesen Regenzeiten. Und weil Ferienzeiten sind, waren viele andere auch in der Stadt. Anstehen in der Natur - Drogerie, wo ich Arnika für die Ferienapotheke kaufte. Homöopathische Kügelchen. Bei Prellungen, Zerrungen, Arthritis und vielem anderen zu gebrauchen. Reto würde oder wird sagen, man müsse daran glauben, dass es nützt. Ich habe aber schon einmal erlebt, wie die Kügelchen gut taten. - Themenwechsel! In der Markthalle kaufte ich Rosmarinschinken und Rohschinken. - "Welchen Prociutto crudo hätten Sie gern?" - Auswahl unter sieben Möglichkeiten. Ich fand, das sei ja eine himmlisch grosse Auswahl. "Aber nein", meinte die Verkäuferin, "Sie sollten vor Weihnachten kommen; da haben wir Berge von Gutem." - Ich wählte heute den Rohschinken aus der Toscana. Beim Essen spielt dann die Erinnerung an Pinienwälder hinein. Voraus denken an Weihnachten mag ich aber noch nicht!
Montag, 28. Juli 2025
Starkregen
Ich erinnere mich nicht, dass wir in meiner Kinderzeit von "Starkregen" sprachen. Ich erinnere mich auch nicht daran, dass es manchmal schien, als leere der Himmel in nullkommanichts die Wolken aus, wie es jetzt manchmal ist. Heute Morgen waren wir einkaufen. Auf dem Heimweg platschte Starkregen auf uns herab. Die Tropfen klatschten auf unsere Schirme. Sie fielen auf Trottoir und Strasse und sprangen auf wie Gummibälle. Trotz Schirm mussten wir zu Hause trockene Sachen anziehen. Die Hosen klitschnass bis zum Knie. Zwar lachte ich in der unglaublichen Flut in kurzer Zeit. Aber manchmal ist mir nur noch bange: Wie geht das alles weiter mit uns und unserem Erdplaneten? Kriegen wir noch die Kurve, oder denken all die Viel- und WeitfliegerInnen, dass es nicht mehr drauf ankommt? Nach uns die Sintflut!?
Sonntag, 27. Juli 2025
Die Quintessenz bezüglich meiner Bücher
Bücher sind für mich Seelenbrot. Deshalb hat mich der Artikel eines Schriftstellers mit dem Titel "Die Bücher meines Lebens" interessiert. Aber ich kann mit seinen nährenden Büchern nicht viel anfangen. Ausser mit dem Kinderbuch "Pu baut ein Haus", wobei Pu der Knuddelbär von Christopher ist. Alles klar? - Ich bin ständig dran, gelesene Bücher zu sortieren unter den Aspekten von "behalten" und "kann weg". "Kann weg" bedeutet, ich stelle sie an die Strasse zum Mitnehmen. Oder sie kommen in so eine Telefonkabine o. ä., wo man Bücher tauschen kann. Im schlimmsten Fall zerlegt sie Reto in Karton und Altpapier. Mit dieser meiner Methode hoffe ich, dass "am Schluss" nur noch wesentliche Bücher in meinen Gestellen stehen. eben auch "die Bücher meines Lebens". Oder so etwas wie die Quintessenz meiner Leserei. Seelenbrot. Nur noch Seelenbrot.
Samstag, 26. Juli 2025
Ein Nachttraum wie ein Märchen
Ich bin als Volontärin irgendwo im Orient. Ich kenne niemanden und nichts, schon gar nicht die Sprache. Eigentlich bin ich der Meinung, dass ich mich nützlich machen sollte. Aber scheinbar wollen mir meine Gastgeber eine Freude machen: Sie bringen mich in einen Schönheitssalon. Da soll ich als erstes "schreiten". Danach will "frau" die Behandlungen festlegen. Ich torkle eher als dass ich schreite. Ich kann das nicht. Dann sitze ich auf einem Stuhl und beobachte, was vorgeht: Frauen werden gebadet, massiert, in grosse, weisse Tücher gepackt. Andere warten wie ich. Männer schlafen vor sich hin. Brauchen sie auch eine Schönheitsbehandlung? Mokkatässchen werden gereicht. Mir zeigt eine Angestellte, was ich nach der Behandlung zum Anziehen bekomme: Bunte Tücher, eben orientalisch. Und dann muss ich warten, warten, warten. Irgendwann beschliesse ich, "das da" nicht weiter zu erdulden. Ich will handeln, auch wenn ich nicht weiss, wo ich bin. Zuerst mal mit anderen Frauen ins Gespräch kommen.
