Samstag, 13. September 2025

Aus Sand gebaut

Schon mal darüber nachgedacht, wie Beton hergestellt wird, aus dem Hochhäuser, Höchsthäuser, Brücken und noch viel mehr gebaut werden? - Ich nicht. Gut, dass ich Tagi-Magazine lese, da erweitert sich mein Wissen immer wieder. 

Ich habe gelesen, dass zur Herstellung von Beton ausser Zement (?) sehr viel Sand gebraucht wird. Dieser Sand braucht eine bestimmte Körnung, nicht jeder ist geeignet. Also baut man dort, wo er taugt, ab, was das Zeug hält. Zum Beispiel aus Flüssen und Seen in Afrika, China und in aller Welt.

Weil die Nachfrage riesig ist, nimmt man Umweltschäden (Erosion) in kauf. Es hat sich eine Sandmafia gebildet, die illegal Sand abbaut und verkauft. Über Nacht kann ein Küstenstreifen verschwinden. Sand wird geschmuggelt und geklaut.

Scheinbar anderes Thema: Alle wollen Grönland. Dort erhofft man sich mit der Klimaerwärmung viel freigelegten Sand. Ein Riesenvermögen. Das weiss auch Herr Trump. 

Freitag, 12. September 2025

Der Permakultur- Bauer

 Auf dem Wochenmarkt heute Morgen sind wir zufrieden von Lieblingsstand zu Lieblingsstand gepilgert. "Belper- Chnolle" bei Käse-Susanne. Cordon bleu beim Metzger Metzger. Äpfel beim IP-Bauern, der eine Nachfolge sucht. Surprise bei unserem Freund aus Eritrea, der uns die Hände drückt. - "Ich will noch zum Permakultur-Bauern", sage ich. - Er trägt eine grün-beige Wollmütze und einen gezöpfelten Kinnbart. Wir kaufen eine Aubergine. Alle kosten gleich viel, gross oder klein. "Die grösste Zwiebel könnte man für eine Zwiebelwähe brauchen", schlägt er vor. Wir kaufen sie und ein paar kleinere Zwiebeln. Zu den vier Peperoncini schenkt er uns ein fünftes und obenauf eine Blume (Zinnie). Alles zusammen kostet fast nichts. Ich sage: "So werden Sie nicht reich." - Antwortet er: "Aber glücklich."

Donnerstag, 11. September 2025

Die Kürbis-Saison beginnt


 In allen Restaurants wird wieder Kürbissuppe serviert, und ich habe Reto gestern auch eine geköchelt. Speziell ist, dass der Kürbis in unserem Gärtchen gewachsen ist. Es wachsen noch ein paar grössere und kleinere. Das macht Freude, auch wenn wir keinen Grössen-Rekord aufstellen können.

Mittwoch, 10. September 2025

Ballenberg

Als Reto und ich im Zug von Winterthur nach Zürich stehen mussten, dachte ich: "Nie wieder verschenke ich einen Ausflug." - Aber es wurde besser, und es wurde gut und sehr gut. - In Luzern trafen wir unseren Sohn, dem dieser Tag gewidmet war. Ab Hasliberg fuhren wir Postauto. Vorbei an Brienzwiler, wo Reto und ich vor Jahren in den Ferien waren und den "Ballenberg" gern bekamen. Mit seinen alten Häusern, seinen Bauerngärten und Handwerksbetrieben. Stefan hat zwar auf der Heimfahrt behauptet, wir hätten den ganzen Tag nur gegessen. Das stimmt nicht, aber fein gegessen und einen köstlichen Bio-Wein von Karin und Roland Lenz getrunken haben wir alleweil. Aber auch sehr bunte Hühner bestaunt und Schweine in sonnentauglicher dunkler Farbe. Natürlich habe ich auch Kleinigkeiten gekauft. Einen pflanzengefärbten Wollknäuel, eine Bonbonmischung, Speck und Wurst und Honig. Und wir haben uns miteinander wohl gefühlt. Die Hauptsache!





Montag, 8. September 2025

Nur eine Rüebliraupe

 Wir haben das als Wettlauf empfunden: Haben wir zuerst ein Raupenkistchen genagelt, oder wird die einzigste Rüebliraupe gefressen, bevor wir sie in Sicherheit gebracht haben? - Der Auftrag zum Zunageln der Blössen im Holzkistchen erging zuerst an unsere Mittagsmädchen. Sie haben auch mit Kraft zugeschlagen. Und dabei einige Nägel krumm gehauen. Macht nix.


Leider mussten die Freundinnen zur Schule, bevor das Kistchen vollendet war. Sollte doch noch ein Vogel oder eine grosse Heuschrecke...? - Reto und ich haben uns beeilt - und siehe da, die Raupe ist gut versorgt, auch mit Futter. Fenchel will sie haben. Sie wird noch eine kurze Weile weiterfressen und sich dann verpuppen. Unser Nachbarsmädchen freut sich schon darauf, wenn der Schwalbenschwanz im Frühling sich entfaltet und wir ihn fliegen lassen.



Sonntag, 7. September 2025

Sonntagsbrunch

Heute ging es uns sehr gut: Wir durften im National in Winterthur brunchen. Auf Kosten unserer Kinder, die uns zur letzten Weihnacht mit National-Gutscheinen beschenkt hatten. - Alle waren so gut drauf, die vielen Kellner und wir. Freundliches Platz-Anweisen. Nette Einführung ins Brunch-Geheimnis: "Es ist ganz einfach, Sie holen sich, was Sie gerne möchten." - Das taten wir dann eineinhalb Stunden lang. Und es war alles einfach sehr lecker. Vom geräucherten Lachs über die viele wunderbaren Früchte zum klassischen Birchermüesli. Vom Nussbrot, über den Sonntagszopf zum unvermeidlichen Buttergipfeli. Von den Getränken wünschten wir uns nur Kaffee; kein Sektfrühstück. - Wir assen mit Genuss, aber wir überassen uns nicht. Kamen heim und freuten uns am gelungenen Weihnachtsgeschenk. Wir hatten nur zwei Franken drauf bezahlen müssen.

Samstag, 6. September 2025

Wo ist die Hornisse

 Ich habe den Sitzplatz gewischt; der Hausbesitzer wollte zu Besuch kommen. Dabei bin ich einer Hornisse begegnet, die am Boden Holunderbeeren verkostete. Ich wischte um sie herum. Sie flog nicht weg. Zweimal brachte ich eine Schaufel voll Blätter und so zum Kompost. Dann wollte ich wieder nach der Hornisse sehen. An den Beeren war sie nicht mehr. Wo war die Hornisse? - Schaue ich an mir hinunter, und da sehe ich sie! Sie krabbelt auf meinem Hosenbein herum. Schreck lass nach! Natürlich versuchte ich sie loszuwerden. Da krabbelte sie in mein weites Hosenbein. Weg, weg - es gelang, ohne dass sie mich stach. - Sie war so verwirrt wie ich. Dort wo sie gelandet war, ging sie dreimal im Kreis herum. Jetzt sah ich auch, weshalb sie nicht wegflog: Sie hatte nur noch einen Flügel.