"Das Magazin", das dem Tagesanzeiger wöchentlich einmal beiliegt, ist eine meiner liebsten Lektüren. So viel Erhellendes, Berührendes, Weiterbringendes! Bin froh, dass ich das "Tagi-Magi" vom Schwiegersohn erben darf. Thank you!
Manchmal bleibe ich an einem einzigen Satz hängen, zum Beispiel diesem:
"Es gibt kaum Leute, mit denen man wirklich über das Älterwerden sprechen kann und darüber, was mit einem passiert."
Ingrid Comes (79) hat ihn geäussert. Tagi-Magi Nr. 22 in diesem Jahr. Ich bin ähnlich alt wie sie, und das Altwerden oder besser Altsein ist natürlich auch mein Thema. Ich spreche schon darüber, schreibe. Mich dünkt, das Aufrechthalten einer relativen Gesundheit wird immer arbeitsintensiver. Schmieren und Salben allenthalben. Turnen gegen Steifheit. Innere Befehle wie: Halt dich gerade! - Jammere ich über einen neuen Schmerz, sagt mein Mann: "Das ist das Alter."
Aber das Alter ist auch bewussterer Genuss von Essen, von Schönheit, von Zusammensein. Und so grosse Freude an allem, was kreucht und fleucht und wächst und blüht und fruchtet. (Auch Sorge um dies alles.) Und Dankbarkeit über gute Tage. Sie sind nicht mehr selbstverständlich wie in jüngeren Zeiten. Aber sie SIND!
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