Dienstag, 7. Februar 2012

Zwei Wochen Schulferien

Gerade habe ich mich fertig regeneriert nach drei Lektionen Religion. Es braucht viel Kraft, jede Woche einen Nachmittag lang vor OberstufenschülerInnen zu stehen. Da bin ich ältere Frau. Da ist der Stoff, den ich gern hinüberbringen möchte. Da sind die SchülerInnen in ihrem ganz bestimmten Alter, das geprägt ist von Distanzierung und Sich Lösen von dem, "was die Alten sungen".

Heute ist es recht gut gegangen. Und jetzt gibt es zwei Wochen Schulferien, die der älteren Frau, mir, wohl am besten tun.

Montag, 6. Februar 2012

Teamsitzung en famille

Heute Morgen haben wir die Teamsitzung begonnen, indem wir uns gegenseitig sozusagen unsere Fotoalben des Wochenendes geöffnet haben unter dem Stichwort "Fülle des Lebens". Da kamen viele schöne und beglückende "Schnappschüsse" zusammen nebst ein paar schweren Bildern. Es war gut, das alles miteinander zu teilen und dann auch noch mit fast allen Zmittag zu essen. Ein Gefühl wie Familie, das noch bestärkt wird durch die Telefonate gestern Abend mit unseren Kindern. Wir sind wieder im Bild.

Sonntag, 5. Februar 2012

Göscheneralp - schon Jahre nicht mehr so gefroren

Auch frieren kann ein Erlebnis sein. Während eines ganzen Gottesdienstes schauen, wie man die Hände funktionsfähig erhält, versuchen zu reden, auch wenn der Mund fast eingefroren ist, mit den Füssen stämpfelen, ohne dass es auffällt. - Heute Morgen zeigte das Thermometer auf der Göscheneralp 24 Grad minus.

Beim Blasiussegen hat der Herr Pfarrer einem jüngeren Mann seinen prächtigen Haarschopf angezündet. Gelöscht war schnell, nur der Geruch ist in der Kapelle hängen geblieben. Die Leute haben es mit Humor genommen. Es wurde viel gelacht nach dem Gottesdienst in der Beiz, besonders, als der Pfarrer sagte, besser, es sei ein Mann. Bei einer Frau hätte es geheissen, sie habe sich am Pfarrer entzündet. Schlecht, schlecht.

Auf der Rückfahrt im Pistenfahrzeug durfte ich wieder vorne in der Führerkabine sitzen und die wunderbare Schneelandschaft in vollen Zügen geniessen. Zu Hause angekommen fragte ich nach einem Glühwein, gab es aber nicht.

Samstag, 4. Februar 2012

Königin, Priesterin, Prophetin

Mit unbändiger Freude salbe ich die Taufkinder jeweils mit Chrisam. Heute eine Anina, die jetzt schon sehr ausdauernd ist und ihre Stimme laut und deutlich erhebt. Recht so, Klein-Anina! Ich habe dich salben dürfen zur Königin, Priesterin und Prophetin, auf dass du dein Leben selbst regierst, deinen direkten Draht zum Himmel bekommst und prophetisch in der Welt und für die Welt deine Stimme erhebst. Was du tust, siehe oben.

Freitag, 3. Februar 2012

Der Heilige für den Hals

Wahrscheinlich ist mir die uralte Geschichte von meiner Mandeloperation als sechsjähriges Kind gerade jetzt wieder in den Sinn gekommen, weil die katholische Kirche einen Heiligen für den Hals hat. Ich durfte heute neunzehn meist kleinen Kindern und ihren Eltern, meist den Müttern, den Blasiussegen spenden.

Blasisus hat nach der Heiligenlegende einem Buben das Leben gerettet, der beinahe an einer Fischgräte erstickt wäre. In Erinnerung daran wird der Blasisussegen gespendet. Zwei brennende weisse Kerzen werden übers Kreuz an den Hals der Segenempfangenden gehalten, und es wird ihnen auf die Fürsprache des heiligen Blasius Gesundheit und Heil verheissen.

Verheissungen sind immer schön und bedeutend. Und beim Hals geht es ja nicht nur um Fischgräten; es kann einem ja auch sonst allerlei im Hals steckenbleiben. Wir haben geübt "Hilfee" zu schreien, denn wenn man Hilfe braucht, muss man das ausdrücken. Und dann haben wir auch "Danke" gerufen, denn wenn einem geholfen wird, soll man sich bedanken.

Das Schönste waren die lachenden Kinderaugen zwischen den gekreuzten Kerzen.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Mir selbst erzählen

Ich bin "echli chrank". Vor allem habe ich "Pflüderäugli", ganz rot und brennend von der ganzen Erkältungstränenschwette. Weil ich zu sonst nichts tauge, lege ich mich unter eine warme Decke und erzähle mir selbst Geschichten aus meinem Leben. Eine davon ist die, wie ich als sechsjähriges Kind im Kinderspital in Zürich die Mandeln schneiden lassen musste. Gott, war ich da allein!

Mittwoch, 1. Februar 2012

Februar

Hab heute früh morgens mit meinem Mami im Himmel ein bisschen geredet. Sie hat/hätte am 4. Februar Geburtstag. Würde 90 Jahre alt. - Sie ist nicht mehr da und doch noch da. Kürzlich habe ich eine Fotografie meiner Grossmutter wieder hervorgeholt und sie im Zimmer aufgestellt - die Mutter von meiner Mutter. Von da und noch von weiter her komme ich. Von diesen Frauen und ihren Partnern habe ich viel von dem, was ich bin und habe. - Ich mag sie gut, diese beiden Frauen. Ich bin ihnen dankbar für ihre Stärke, für ihre positive Sicht des Lebens, für ihr Wohlwollen mir gegenüber.

Februar ist der Monat meiner Mutter. Im Februar hatte sie Geburtstag. Und immer im Februar hat sie mich mit einem feinen Fleischgericht verwöhnt, wenn ich aus dem (fast fleischlosen) Skilager in Arosa zurückkam. Meine Mutter - unvergesslich, unverzichtbar.