Donnerstag, 9. Juni 2016

Flexibilität ist alles

Heute Morgen waren wir schon auf dem Weg in die Stadt. Drei Stationen mit dem Bus gefahren. Kommt ein SMS herein, dass wir in zwanzig Minuten zu Hause sein müssen, weil nur wir einen bestimmten Schlüssel haben. Station kommt, wir steigen aus, andere Seite einsteigen, zurück zum Anfang. Jedenfalls fast. "Es reicht für ein "Käfeli"", meint mein Mann, und wir trinken an neuem Ort guten Kaffee. Allerdings draussen, und die Stühle sind nicht wirklich trocken. - Den besagten Schlüssel braucht es erst, als wir gerade mit dem Mittagessen beginnen. Fazit: Regennasse Hosen sind nicht schlimm, kaltes Mittagessen eher, aber Flexibilität ist alles und macht gute Laune.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Prinzessin Kaya und das Knopfhaus

Kaya und das Grosi spielen wieder einmal mit den Knöpfen:




Aber plötzlich ist Kaya eine Prinzessin, die nicht helfen will, die Knöpfe wieder in die Büchse zu räumen:


Sie sitzt auf einem blauen Samtkissen und ist fröhlich. Das freut das Grosi, das aber doch ein wenig brummt, weil es herumkriechen muss, um alle Knöpfe wieder zu finden. Prinzessin Kaya hat sich auf ihr Samtkissen gesetzt, weil sie eigentlich schon helfen wollte. Aber da ist sie auf den Knöpfen ausgerutscht und ganz erschrocken. Alle Knöpfe in ihrer Hand sind vor lauter Schreck in der ganzen Stube herumgeflogen, ehe sie sich irgendwo versteckt haben, wo das Grosi sie wieder aufspüren muss.

Das ist das Knopfhaus, in dem Judith, Harry und Kaya wohnen. Es hat eine Tür an der Aussenwand rechts, Spielsachen und drei gleiche Betten. Es ist schön, und Harry, Kaya und Judith sind darin glücklich.



Dienstag, 7. Juni 2016

Storytelling

Hab von einer Frau gelesen, die von Beruf "Storytelling-Beraterin" ist. - Ich brauche sie nicht. Als ich am Wochenende im Burgund war mit meiner lieben Gruppe aus Studienzeiten, da fiel mir dauernd zu allem, was die anderen erzählten, eine Geschichte ein. Manche konnte ich nicht für mich behalten, erzählte also eine Story nach der anderen. Eine richtige "babillarde" (Schwätzerin). Wenn man/frau schon sooo alt ist, hat sie viel erlebt. Parallelen. Absurditäten. Lustiges. Trauriges, Philosophisches. Schliesslich war mein Spitzname an der Oberstufe "Philo". Allerdings bedeutete das weniger, dass ich so klug daherredete wie Professor Ferber an der Uni (!!!), sondern dass ich kaum etwas sagte, weil ich schüchtern war. Kann man gut kaschieren durch ein nachdenklich-bedeutungsvolles Gesicht. - Next "Story" tomorrow...

Montag, 6. Juni 2016

Verrückte Tage

Ich war mit meinen Studienkamerädli zweieinhalb Tage im Burgund. Nahe von Taizé in einem ehemaligen, jetzt wunderschönen Schafstall. Empfangen wurden wir von zwei Bienenvölkern hinter je einer Fensterscheibe. Da eine von uns ein Fenster öffnete, um zu lüften, fanden einige Bienen den Weg ins Haus und waren aufgeregt genug, um einen von uns in den Daumen zu stechen. Bedeutete, dass wir fünf in einem statt in zwei Häuschen lebten. Aber war es dadurch nicht noch schöner?! - Jedenfalls haben wir die Zeit verbracht mit Reden, auch sehr persönlich. Mit Essen was der Markt in Cluny hergab. Mit Rotwein trinken; da war der mitgebrachte besser als der burgundische, den Einheimische gern versüssen mit Crème Cassis, was ja dann schon alles sagt. Aber schön war es, einfach schön. Berauschend mit und ohne Wein.

Heute nun ein Kontrastprogramm! - Der Tag begann mit Kochen für Judith und Kinderlein. Dann essen, spielen, alles gut. Aber dann bekamen wir einen Anruf, ob wie nicht im Spital ein kleine s Mädchen auf dem Kindernotfall eine Weile hüten könnten, damit seinem Mutter zu Hause hole, was nötig sei für 48 Stunden. So lange braucht das Kind eine Infusion, die unbedingt wirken muss!!! - Wir gingen hin und "bespassten" das kleine Kind, so gut wir konnten. Sind wieder zu Hause und bedrückt vom Erlebten. Die arme Kleine! Die arme Mutter!

Freitag, 3. Juni 2016

Abreise in zwei Stunden

Ich bin wahrhaftig aufgeregt wie ein Kind, weil ich in zwei Stunden über Solothurn nach Frankreich reise. Mit Studienfreundinnen und -freund. Drei Tage quatschen und sein. Wird einfach grossartig, stelle ich mir vor. Zwei, drei Sonnenstrahlen wären auch schön...Reto hütet derweil unser Daheim und die Katze. Killt Schnecken und tut überhaupt unmässig viel wie immer. ICH FREUE MICH!

Donnerstag, 2. Juni 2016

Als wir auf dem Heimweg waren, kam die Sonne wieder

Wo ist das? Raten erlaubt, aber noch nicht ans Ende linsen!


Für mich ist das Italien. Immer, wenn wir mit dem VW-Bus "Gogo" gen Süden fuhren, kam ich in Italien innerlich an, wenn das Mohn-Rot überhand nahm. So eine schöne Farbe! So eine vergängliche Schönheit!

Gestern entdeckten wir die Naturwiese. Die Sonne liess die Farben leuchten. Aber wir hatten den Fotoapparat nicht dabei. Heute Fotoapparat, aber keine Sonne. Nächste Woche vielleicht beides.


Schloss Hegi!!!

Mittwoch, 1. Juni 2016

Mohnblumen und Hanfsamen

Keine Angst, da bahnt sich keine Drogenkarriere an - viel schöner! Wir waren laufen im Hegifeld und haben nur eines bedauert - dass wir den Fotoapparat nicht dabei hatten. Unterhalb des Schlosses Hegi steht eine Naturwiese in voller Blütenpracht. Rot wehen die zarten Klatschmohn im Windchen. Weissgelb die Margriten. Sie werden ergänzt mit dem Blau von Disteln und dem Gelb von Unbekannt. Und darüber ein Wolken-Sonnenhimmel, der sich ständig verändert. Kommt ein Gewitter? - Nein, schon nicht. - Gehen wir früher zum Markt? - Ja, gehen wir.

Unser Hallen-Markt ist nämlich heute im Freien an Luft und Wetter. Und das ist besonders schön. Wir haben Raclette gegessen, gemacht aus der Milch der Stucki-Kühe. Wir haben Bauernpolitik betrieben mit Frau Stucki Senior. Und die Hanfsamen haben wir bei Flori, dem Natürlichen gekauft. Genau gefragt, wie wir aus den Hanfsamen ein Geknabber zum nächsten Apéro hinkriegen. Da werden allfällige Gäste mindestens staunen. Hanfsamen?????? Ach, es ist nicht die Hanfpflanze, die in Kellern ausgehoben wird. Es ist ganz, ganz, ganz gesunder Hanf, sagt Flori. Wir glauben ihm, und wir glauben dem ganzen Mohn, dem Roten, dass es noch Gutes gibt auf der Welt, Schönes und dass wir das brauchen. Dringend.