Mittwoch, 7. September 2016
Verlorener Tag?
Zu viele liebe Menschen in meiner Umgebung haben die letzten Tage gehustet, gepfnüselt, geniesst, geschnäuzt und was noch alles. Jetzt hat es mich auch erwischt. Dabei dachte ich, mir könne nichts was anhaben. Heute also grosse Pause. Den Dusselkopf möglichst hinlegen. Genug Papiertaschentücher in der Nähe. Ein bisschen lesen. Ruhen. Warten. Es geht vorbei.
Dienstag, 6. September 2016
Ausdauer
Ich kann nicht mehr rennen und kaum mehr sitzen und überhaupt. Nach einem Kindertag bin ich "dure", aber zufrieden. Vor einer halben Stunde noch bin ich gerannt und habe mich gesetzt, bin aufgestanden, gerannt, habe mich gesetzt, bin aufgestanden, gerannt, habe mich gesetzt. Spiele für Zweijährige sind ohne Witz und Finten, aber anstrengend. Und sie hören nicht mehr auf. Die Ausdauer eines kleinen Kindes ist unglaublich. Nicht nur beim "Büechli aaluege". Aber Klein-Sarina versteht schon das Wort "Pause" - unser Glück! Ihre Oma braucht auch mal eine zwischendurch und besonders in der Siesta-Zeit. Aber auch dann - die Kleine schläft nicht mehr über den Mittag. Sie "erlaubt", dass wir uns hinlegen, aber sie unterhält uns auch in dieser halben Stunde.
Montag, 5. September 2016
Wenn es doch mal langweilig wäre!
Ich bin noch ganz voll von allen Events der letzten Zeit - Toscana, Alpaka-Treck, Jurten-Fest. Aber immer geht es weiter und weiter und nie, nie, nie wird es langweilig. Dabei hätte ich so viele Ideen für den Fall, dass nichts mehr zu tun, zu erleben wäre. Aber nein, noch etwas und noch etwas! Heute Morgen haben wir ein "neues" Kindlein besucht. Heute Nachmittag haben wir eingekauft, weil morgen Kinder-Tag bei uns ist. Morgens acht Uhr bis abends fünf Uhr. Und jetzt muss ich los. Wir gehen ins Kino. "Toni Erdmann" müsse man gesehen haben.
Sonntag, 4. September 2016
Samstag, 3. September 2016
Mein Silberlöffelchen
Was braucht man, wenn man auf Reisen geht? - Ich bin immer noch dran, das Notwendige zu definieren. Nur für mich, denn es kann sein, dass andere auch ganz andere Notwendigkeiten haben. - Klar, eine Zahnbürste muss mit, auch Zahnpasta. Eine Haarbürste, auch Haarlack, sonst sieht das nach nichts aus. Aber dann kommen bald die absolut persönlichen Dinge, die nur ich brauche. Zum Beispiel ein Silberlöffelchen. Keine Ahnung, wann ich es wirklich gebraucht habe unterwegs! Aber ich könnte jederzeit zu Reto sagen: "Du willst ein Joghurt essen? Nur zu, du darfst mein Silberlöffelchen benutzen." - Wozu es sonst dient? - Es ist hübsch anzuschauen. Es ist gewiss das netteste Ding in meinem Toilettentäschchen. Und ich habe es in einem "Brokki" erstanden. Es ist ein Erinnerungsstück. Es erinnert an vergangene Zeiten, wo man auf sich hielt. - Nur unter uns gesagt: Statt des Silberlöffelchens würde ich gerade so gern Bruno, das Güggeli mitnehmen. Aber da könnte man ja lachen über mich. Nicht so beim Silberlöffelchen - da schüttelt man höchstens den Kopf.
Freitag, 2. September 2016
Eineinhalb Monate zu früh
Was ist das schon - eineinhalb Monate auf vierzig Jahre! - Wir feiern am Wochenende vorzeitig unsere vierzig Ehejahre. Zusammen mit unseren Nachkommen und ihren Liebsten. Stefan und Judith sind das Ergebnis aus unserem Entschluss zu heiraten und eine Familie zu gründen. Was sind wir froh, dass wir es gewagt haben! Wie freuen wir uns, mit ihnen feiern zu dürfen!
Vierzig Jahre - das ist viel. Wie erklärt man das der dreijährigen Enkelin, die auch dabei sein wird? Sie kann zwar schon bis zehn zählen und weiss, dass sie so viele Finger an ihren Händen hat. Viermal alle Finger oder zweimal alle Finger und Zehen. Aber ein Gefühl von der Zeit gibt das noch lange nicht.
Vierzig Jahre - ist das eine Leistung oder nicht vielmehr einfach "Glück gehabt"? - Ist ja nicht so, dass immer schönes Ehewetter vorherrschte. Ist ja nicht so, dass ich nicht auch mal um mich geschaut hätte. Was hätte jener, was meiner nicht hat? - Aber wirklich: Glück gehabt! - Ich bin froh, dass ich genau mit Reto dieses Fest feiern kann. Ich stimme absolut zu, mit ihm den Rest auch noch zu nehmen. Einander genau in der Zeit, die schon angelaufen ist, dem Alter, zu unterstützen, zu helfen, so gut es geht. Jedes auf seine Art. Einander Würde und Respekt zu bezeugen. Einander das Leben zu geben, das gute Leben, solange es möglich ist. Glück gehabt, ja, Glück!
Vierzig Jahre - das ist viel. Wie erklärt man das der dreijährigen Enkelin, die auch dabei sein wird? Sie kann zwar schon bis zehn zählen und weiss, dass sie so viele Finger an ihren Händen hat. Viermal alle Finger oder zweimal alle Finger und Zehen. Aber ein Gefühl von der Zeit gibt das noch lange nicht.
Vierzig Jahre - ist das eine Leistung oder nicht vielmehr einfach "Glück gehabt"? - Ist ja nicht so, dass immer schönes Ehewetter vorherrschte. Ist ja nicht so, dass ich nicht auch mal um mich geschaut hätte. Was hätte jener, was meiner nicht hat? - Aber wirklich: Glück gehabt! - Ich bin froh, dass ich genau mit Reto dieses Fest feiern kann. Ich stimme absolut zu, mit ihm den Rest auch noch zu nehmen. Einander genau in der Zeit, die schon angelaufen ist, dem Alter, zu unterstützen, zu helfen, so gut es geht. Jedes auf seine Art. Einander Würde und Respekt zu bezeugen. Einander das Leben zu geben, das gute Leben, solange es möglich ist. Glück gehabt, ja, Glück!
Donnerstag, 1. September 2016
Schreib- und Denk-Tag
Bevor man/frau schreibt, sollte man/frau denken. Aber heute ist es viel zu heiss. Feine Wassertröpfchen treten aus allen Poren - besonders nach dem Mittagskaffee. Ha, und da am Finger ist eine "Spriesse" (Holzsplitter) zu ziehen! Moment, ich komme wieder...
Das Ding ist weg, und ich mag mich nicht mit dem Splitter im Auge des anderen befassen, wo man doch selbst ein Brett vor dem Kopf hat (Bibel).
Was wollte ich überhaupt so unbedingt schreiben, dass Reto unsere Wäsche zusammenlegt an meiner Stelle? Was war das jetzt schon wieder?
Die Tage eilen dahin. Jeder hat seine eigene Plage und seine eigenen Freuden und alle sind prallvoll von Bedenkens- und Schreibenswertem.
Ja, ja, das war's: Nochmals Frauensynode mit ihrem Workshop bei Moni. Anfang der Bibel, und sie hat das so erzählt, dass es sich klanglich und bildlich in mir festgesetzt hat. Gott hat alles "uchoge guet" gefunden, was SIE/ER/ES gemacht hat. Und dann das mit der "Hilfe" für das erste Menschenwesen. - Keine hilfreiche Hausfrau, die zweite Hälfte, sondern eine starke Unterstützung. Ein Gegenüber, das rettet.
So ungefähr will ich es in mein Tagebuch schreiben, damit ich es nicht gleich vergesse. Vielleicht kommt ein weniger heisser Tag, an dem ich denken mag, bevor ich schreibe.
Das Ding ist weg, und ich mag mich nicht mit dem Splitter im Auge des anderen befassen, wo man doch selbst ein Brett vor dem Kopf hat (Bibel).
Was wollte ich überhaupt so unbedingt schreiben, dass Reto unsere Wäsche zusammenlegt an meiner Stelle? Was war das jetzt schon wieder?
Die Tage eilen dahin. Jeder hat seine eigene Plage und seine eigenen Freuden und alle sind prallvoll von Bedenkens- und Schreibenswertem.
Ja, ja, das war's: Nochmals Frauensynode mit ihrem Workshop bei Moni. Anfang der Bibel, und sie hat das so erzählt, dass es sich klanglich und bildlich in mir festgesetzt hat. Gott hat alles "uchoge guet" gefunden, was SIE/ER/ES gemacht hat. Und dann das mit der "Hilfe" für das erste Menschenwesen. - Keine hilfreiche Hausfrau, die zweite Hälfte, sondern eine starke Unterstützung. Ein Gegenüber, das rettet.
So ungefähr will ich es in mein Tagebuch schreiben, damit ich es nicht gleich vergesse. Vielleicht kommt ein weniger heisser Tag, an dem ich denken mag, bevor ich schreibe.
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