Sonntag, 10. September 2017
Im Westen gut Wetter
Für gewöhnlich heisst der Spruch "im Westen nichts Neues", aber wir haben heute Morgen mit dem Westen telefoniert, und da gab es schon blauen Himmel. Von Westen kommt also besseres Wetter. Verschieben wir den Sonntagsspaziergang auf den Nachmittag. - Telefoniert haben wir mit unserem Sohn und seinem Partner. Nochmals über das Grosse Fest schwatzen! Nochmals sagen, dass es schön war! Und erstmals und letztmals abrechnen. Soll und Haben sind die beiden Seiten eines Erfolgskontos. - Ich lege das so aus: Alle Rechnungen sollen bezahlt sein. Dann schauen wir, was wir noch haben. Der Erfolg besteht im eigenen guten Gefühl sowie den schönen Rückmeldungen, die es gegeben hat. Übrigens drückt die Sonne sich durch die Wolken - gerade jetzt - auch im Nordosten der Schweiz.
Samstag, 9. September 2017
Erstmals nicht draussen
Wir sind am Morgen in die Stadt gegangen. Zu Fuss. Am Anfang ohne Regen, später mit Regen. Es ging uns um das Gehen. Die letzten Tage haben wir uns zu wenig bewegt. Ich glaube, sogar mein Hirn spürt das, ist weniger beweglich. Heute sind Reto und ich an einer praktischen Denksportaufgabe gescheitert. Wenigsten alle beide, tut ein bisschen weniger weh. Aber echt, wir haben einfach nicht durchgesehen. Unser logisches Denken war überfordert. Deshalb > mehr Sauerstoff ins Hirn! Und was ist jetzt schon wieder "brainfood"?? - Google wird es wissen. - Vielleicht brauchen wir aber auch einfach eine Pause. In allem. Schade, dass wir in der Stadt zum ersten Mal seit Monaten nicht im Freien "käfele" konnten. Wird das Leben schwerer, wenn der Herbst kommt?
Donnerstag, 7. September 2017
Es geht gut
Wir essen uns durch die Resten des Grossen Festes. Brauchen tagelang nicht einzukaufen. Dabei war meine grösste Sorge, dass irgend jemand am Fest nicht genug zu essen oder zu trinken bekäme. Wären alle gekommen, hätte es anders ausgesehen, aber das weiss doch jede, dass niemals alle kommen (können), die eingeladen wurden. - Gut, gut, das ist der eine Teil unseres momentanen Lebens. Der andere: Wir haben gestern und heute wieder unsere Enkelin gehütet. Täglich wundern wir uns, wie schnell sich das Kind verändert. Täglich freuen wir uns über die gute Laune, die sie hat und die sie auf uns überträgt. Ach, da wird es Abend, und wir denken an all das, was sie uns geschenkt hat in Worten und Taten. Welch ein Altersglück! Dass dies möglich wird, erfordert das Vertrauen von unserer Tochter und ihrem Partner. Froh, dass wir miteinander können!
Mittwoch, 6. September 2017
Zahnarzt
Zweiter Akt der Wurzelbehandlung. Nach einer Stunde und zwanzig Minuten Dauerbehandlung waren wir alle geschafft - der Zahnarzt, die Assistentin und ich. Die grosse Frage aber ist, ob es besser wird. Diesmal oder nach der nächsten Stocherei und Grübelei. - Jetzt lese ich erstmal DIE ZEIT, die mir Reto zum Trost geschenkt hat. Danke vielmal.
Dienstag, 5. September 2017
Taschenbücher für die Ferien
Zweiter Tag nach dem Grossen Fest. Ich war in der Stadt und habe VIER Taschenbücher für die Ferien gekauft. Drei waren geplant oder auch nur zwei, je nach Findeglück. Aber dann habe ich die junge Buchhändlerin von "meinem" Buchladen am Chileplatz um Rat gefragt. Dick müssten sie sein, die Bücher, habe ich gesagt, nicht unbedingt Krimis, aber doch spannend und mit guter Sprache. Fünf Bücher hat sie mir empfohlen, eines hat mich nicht "angemacht". Ich habe gesagt, ich nehme sie, wenn das Budget auch stimmt. Sie hat mir den Taschenrechner angeboten, um die vier Preise zusammenzuzählen. Aber oha lätz! Frauen meines Alters können noch Kopfrechnen. Taschenrechner gab es zu unseren Schulzeiten noch nicht, aber fast tägliches Schnellrechnen bei Lehrer Paul Rüegger. - "Alle stehen auf! Wer das Ergebnis hat, ruft es. Kann sich setzen, wenn ich es sage." - Puuhhhh! Stress lass nach, aber Kopfrechnen können wir, die Alten.
Montag, 4. September 2017
160 Jahre in drei
Das Grosse Fest ist gefeiert. Ich werde es in Zukunft "das Grosse Fest" nennen. Es war "great". Wirklich! Und wir hatten Glück. - Zwar bekamen wir keinen Sommertag, aber einen regenfreien Tag. Zwar kamen nicht alle 75 Eingeladenen, aber gerade so viele, dass unser vorbereitetes Essen sehr gut reichte. Und alle, alle Kinder entstiegen dem tiefen Wald wieder. Keines wurde von einer Wespe gestochen. Keines brach ein Bein, und sogar das Ohrenweh ging wieder weg. Die Erwachsenen bekamen genug Wein. Alle genug Kuchen. Das Maggia-Brot von Riboli schmeckte. Feuer war auch genug, wenn man Geduld aufbrachte. Und es war sooo schön, mit Menschen aus dem Kreis von drei Jubilaren reden zu können. Wer hat überhaupt gefeiert? - Unser Sohn wurde im Juni 40 Jahre alt, sein Partner im April 50 Jahre, und Reto wird im Oktober 70 Jahre alt. Die drei Männer haben alle 160 Jahre zusammen gelegt, und siehe, das Grosse Fest konnte stattfinden. Und zwar hier:
Holzkorporation Oberwinterthur
Reto und ich haben nicht fotografiert, war viel anderes zu tun und zu geniessen. Aber unter diesem Dach standen gestern acht Festtische mit Bänken. Mit weissem Papier bezogen. Farbstifte darauf, damit man etwas mahlen konnte (taten nur die Kinder - weshalb?). Unter diesem Dach sassen fünfzig Leute und feierten. Lernten sich kennen oder trafen Alte Bekannte.
Holzkorporation Oberwinterthur
Reto und ich haben nicht fotografiert, war viel anderes zu tun und zu geniessen. Aber unter diesem Dach standen gestern acht Festtische mit Bänken. Mit weissem Papier bezogen. Farbstifte darauf, damit man etwas mahlen konnte (taten nur die Kinder - weshalb?). Unter diesem Dach sassen fünfzig Leute und feierten. Lernten sich kennen oder trafen Alte Bekannte.
Waldhaus von aussen
Heute nun versorgen wir, was übrig blieb, was in den Keller muss, was wieder eingeräumt gehört. Aber wichtiger ist, dass wir heute nochmals im Gestern verweilen und nachklingen lassen. Es war gut. Es war "das Grosse Fest".
Freitag, 1. September 2017
Wir bereiten ein Fest vor
Am Überlegen und Einkaufen und Bereitlegen sind wir schon lange. Aber jetzt sind wir in der heissen Phase angelangt. Bald, bald feiern wir, also müssen Kuchen gebacken werden, alles eingeschachtelt werden, nichts vergessen werden. - Müssen nicht noch "die Dinger" auf die Schnur? - Müssen sie. - Eine "reicht" die Küche dem anderen weiter. Einer bastelt Wegweiser. "Drei wären besser gewesen als zwei, wenn die einen von dort kommen und die anderen von da." - Ich verstehe nur "Bahnhof", sollen doch möglichst viele mit ÖV kommen, alle von da, wo es auf der Einladung steht. Zwischendrin wieder den Wetterbericht checken. Bitte, bitte, besser und ja nicht schlechter! Wir wollen keine Gasgrills schleppen. Aber wenn die Gäste kalt haben, dann dürfen sie schon ins Haus? - Klar. Sicher. Die Gäste sind uns alles wert. Machen sie nicht irgendwie unseren Wert aus? Wunderschön, wenn sie kommen!
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