Weil an diesem Wochenende alles anders kommt, als geplant, sind wir gestern ganz spontan nach Basel gereist. Dort arbeitet unser Sohn in einem RIESIGEN Bücher-Brocki. Da kommst du in die Halle rein und bist erschlagen von so vielen Büchern, die du dir alle leisten kannst, weil sie ganz billig sind. Nur heimtragen musst du sie mögen. - Ich war zuerst einmal völlig überfordert. Eine halbe Stunde Zeit - und soooo viele Möglichkeiten. Wo beginne ich? Gibt es ein systematisches Suchen? Welche Sparten kämme ich durch? WANN KOMME ICH WIEDER?
Nach der "Arbeit" am Buch (fünf Funde fürs erste) haben wir auf Stefan gewartet, der um fünf Uhr Arbeitsschluss hatte. Zu dritt spazierten wir im "Gundeli" weiter, um bei einem Tapas-Restaurant Halt zu machen. Wetter erstaunlich gut. Wir beschlossen, im Gartenrestaurant zu essen. Grosse Tapas-Platte gemischt für drei. Ich schlug je ein Gals Rotwein vor, aber Stefan war für eine Flasche. Und wie schmeckte der Rioja vorzüglich! Ich lebe heute noch davon.
Satt und glücklich ging es später Bahnhof wärts. - Mal wieder spontan sein, wird sich lohnen!
Sonntag, 8. September 2019
Samstag, 7. September 2019
Inspirierende Frauen
Endlich fertig gelesen - DAS MAGAZIN NR. 23, vom 8.6.2019. Schönes Heft, wo Frauen über die Frau schreiben, die sie inspiriert. Da kommen so überraschende Statements vor wie das von Patrizia Laeri (Wirtschaftsjournalistin) über Johanna Spyri. Und ich habe ganz neue Namen kennen gelernt von Frauen, über die zu lesen sich lohnen würde. Sehr gutes "Tagi-Magi" kurz vor dem Frauenstreik-Tag!
Endlich mit Interesse und Genuss fertig gelesen - und überlegt, über welche Frau ich schreiben würde.
Vielleicht gibt es auch so etwas wie "negative Inspiration". Sicher gibt es das! - Von einer Frau fasziniert zu sein, die auch nervt. (Aber bei weitem nicht nur). Sie heisst Luisa Francia und bloggt. Ich lese ihren Blog täglich und bin immer wieder überrascht, wie hässig die alte Frau ist (sie ist gerade auch siebzig geworden). Sie versteht sich als moderne Hexe, aber ihre Themen sind grossenteils auch meine Themen: Natur und natürliche Heilmittel, das Älterwerden, die Politik und mehr.
Inspiration ist mir Luisa Francia , seit ich sie vor Jahren in Luzern selber erlebt habe. Sie hielt einen Vortrag. Was mich aber vor allem beeindruckte, war, WIE sie vortrug. - Zuerst einmal zog sie die Schuhe aus, und dann setzte sie sich im Schneidersitz bluttfuss auf ihren Stuhl.
Was ich als negativ empfinde, ist ihre Schimpferei auf alles und alle. Ihre Gehässigkeit. Da zieht sie über unser aller Greta her, weil die mehr Aufmerksamkeit bekommt als Luisa. Dabei hat Luisa das alles schon längst gewusst und darüber geschrieben. Und nun diese "Göre"...
Tage später krebst sie zurück. Die Kommentare waren wohl nicht so.
Ich bleibe ihr treu, der Luisa - und finde die Greta auch gut.
Endlich mit Interesse und Genuss fertig gelesen - und überlegt, über welche Frau ich schreiben würde.
Vielleicht gibt es auch so etwas wie "negative Inspiration". Sicher gibt es das! - Von einer Frau fasziniert zu sein, die auch nervt. (Aber bei weitem nicht nur). Sie heisst Luisa Francia und bloggt. Ich lese ihren Blog täglich und bin immer wieder überrascht, wie hässig die alte Frau ist (sie ist gerade auch siebzig geworden). Sie versteht sich als moderne Hexe, aber ihre Themen sind grossenteils auch meine Themen: Natur und natürliche Heilmittel, das Älterwerden, die Politik und mehr.
Inspiration ist mir Luisa Francia , seit ich sie vor Jahren in Luzern selber erlebt habe. Sie hielt einen Vortrag. Was mich aber vor allem beeindruckte, war, WIE sie vortrug. - Zuerst einmal zog sie die Schuhe aus, und dann setzte sie sich im Schneidersitz bluttfuss auf ihren Stuhl.
Was ich als negativ empfinde, ist ihre Schimpferei auf alles und alle. Ihre Gehässigkeit. Da zieht sie über unser aller Greta her, weil die mehr Aufmerksamkeit bekommt als Luisa. Dabei hat Luisa das alles schon längst gewusst und darüber geschrieben. Und nun diese "Göre"...
Tage später krebst sie zurück. Die Kommentare waren wohl nicht so.
Ich bleibe ihr treu, der Luisa - und finde die Greta auch gut.
Freitag, 6. September 2019
Fast vergessen,
dass es schon Abend ist. Die Lichtverhältnisse der letzten Tage verwirren mich. Dunkel, weil spät oder dunkel, weil Regenwetter? - Enkelin hüten am Wochenende ist abgesagt. Das Sch….-wetter, merde alors!!! - Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Jedenfalls wünschen wir unserer Tochter eine schöne Wanderung mit ihrem Mann - wenn nicht morgen, dann... - Wir haben, nix wie los, umdisponiert. Wir müssen unsere verbleibende (Lebens-)Zeit nutzen. Statt zu hüten fahren wir nach Basel zu unserem Sohn. Endlich! - Er arbeitet in einem riesigen Bücher-Brocki. Oh, oh, oh - ich nehme Reto mit. Er muss tragen helfen später am Abend. Die Bücher kosten fast nix. Das ist schon wunder-, wunderbar!
Donnerstag, 5. September 2019
Kaffeekanne
Wir haben keine, aber beim Bahnhof Oberwinterthur ziert eine hübsche, weisse Kaffeekanne eine Schuttmulde. Wer sie dort auf Schuttbrocken gestellt hat, zeigt Humor, aber auch Sinn für Schönheit. - "Kaffeekanne" sagen aber Kindergartenkinder und Schulkinder auch einem Rund von Eiben am Rande des Schulhausplatzes hinter uns. Gestern waren wir mit Kaya dort zum Klettern, Graben und Spielen. Mal waren wir Familie, mal Indianer, und Kaya war Auskundschafterin. Den Bison töten mit dem Pfeilbogen mussten die Männer. Wir wollen aber dann auf dem warmen Bisonfell liegen in der Zukunft.
Dienstag, 3. September 2019
De Andi ond de Ändu
Geschter han i e ganzi Churzgschicht uf Mondart gläse. Guet gange. Jongi schriibe jo ihri Simsli fascht immer, wie ne de Schnabu gwachse isch. Vierzgjährigi sind jong im Fau.
Geschter si mer wiit greist. A "Lac de Joux". Zwar cha me deet nüt chouffe. Ömu mir händ i zweu Dörfer keis offnigs Lädeli gfonde. Aber es isch wonderschön. Mir sind uf eme Fuesswäägli am See noche glouffe ond händ die wildi Natur ond die pützlete Gäärte gliichermasse gnosse.
De grooss Hit vom Tag sind aber de Andi ond de Ändu gsii. Eigentlich heisse beed Manne "André". Dass mir nid immer vom André Senior ond -Junior müend rede, säge mir em Junge "Andi" ond em Alte "Ändu". -Die beide sind i Spiiswage cho ond a euse Tisch gsässe, wo mir eus es Kafi ond es Gipfeli gönnt händ. De Ändu het sofort afoh rede - und bis uf Yverdon, wo mir use sind, nümme ufghört. Läck, dä Maa! - Isch überall uf de Wält gsii ond hett eus alli Länder ufzällt, wo-n-er sich umetribe hett. - Also umetribe nid, är isch Manager gsii, en bedütende Maa, gfrogt, wichtig, erfolgriich. - Uuuhh, ond Gäld hett er verdienet. Cha jetz jede Januar uf Kuba. Muess nid im Näbel hocke wie eusereis.
Irgend einisch ha-n-i de de Andi gfrogt, wie lang är i de Schwiiz bliibi. Er isch nämlich vo Brasilie, wohnt bim Ändu ond leert Änglisch. - I ha de Andi uf Änglisch gfrogt, obwou de Ändu gmeint het, i chöni nüt, wie alli Froue. I ha de em Reto vorzue übersetzz, was de Andi ond i gschwätzt händ.
Wo mer uusgschtige sind, hend mer is müesse schöttle ond weder zu eus cho. No de ganz Tag sind de Ändu ond de Andi i eusne Gschprääch wieder uftoucht. Ond jo - "Andi" tönt zärtlech ond Ändu" grob, so wie die beide sind oder wörke. De Andi isch ufgschtande, wo mer händ müesse goh, ond het eus d Hand gäh zum Abschied. Ebe e rchtige "Andi".
Geschter si mer wiit greist. A "Lac de Joux". Zwar cha me deet nüt chouffe. Ömu mir händ i zweu Dörfer keis offnigs Lädeli gfonde. Aber es isch wonderschön. Mir sind uf eme Fuesswäägli am See noche glouffe ond händ die wildi Natur ond die pützlete Gäärte gliichermasse gnosse.
De grooss Hit vom Tag sind aber de Andi ond de Ändu gsii. Eigentlich heisse beed Manne "André". Dass mir nid immer vom André Senior ond -Junior müend rede, säge mir em Junge "Andi" ond em Alte "Ändu". -Die beide sind i Spiiswage cho ond a euse Tisch gsässe, wo mir eus es Kafi ond es Gipfeli gönnt händ. De Ändu het sofort afoh rede - und bis uf Yverdon, wo mir use sind, nümme ufghört. Läck, dä Maa! - Isch überall uf de Wält gsii ond hett eus alli Länder ufzällt, wo-n-er sich umetribe hett. - Also umetribe nid, är isch Manager gsii, en bedütende Maa, gfrogt, wichtig, erfolgriich. - Uuuhh, ond Gäld hett er verdienet. Cha jetz jede Januar uf Kuba. Muess nid im Näbel hocke wie eusereis.
Irgend einisch ha-n-i de de Andi gfrogt, wie lang är i de Schwiiz bliibi. Er isch nämlich vo Brasilie, wohnt bim Ändu ond leert Änglisch. - I ha de Andi uf Änglisch gfrogt, obwou de Ändu gmeint het, i chöni nüt, wie alli Froue. I ha de em Reto vorzue übersetzz, was de Andi ond i gschwätzt händ.
Wo mer uusgschtige sind, hend mer is müesse schöttle ond weder zu eus cho. No de ganz Tag sind de Ändu ond de Andi i eusne Gschprääch wieder uftoucht. Ond jo - "Andi" tönt zärtlech ond Ändu" grob, so wie die beide sind oder wörke. De Andi isch ufgschtande, wo mer händ müesse goh, ond het eus d Hand gäh zum Abschied. Ebe e rchtige "Andi".
Montag, 2. September 2019
Telefoniert
Heute Morgen haben wir viel telefoniert. Ich ein Telefonat, Reto zwei, alle länger. Um zu wissen, wie es geht. - Eine Angerufene kriegte Angst, es gehe uns nicht gut, weil wir anriefen. Dabei tut das Reto alle paar Monate. Ehr und redlich und gewiss. - Die zweite Angerufene freute sich und will uns auch gerne treffen. In der Stadt vielleicht? Nächstens? - Ja gern, müssen nur die Agenda konsultieren. Wir melden uns. - Und der dritte Angerufene erzählte viel und spannend und nicht nur lustig. Er verglich unser aller Leben mit dem Vogel, der auf dem Leim sitzt. Da kommt das interessante Verb "quinquilieren" drin vor. Müssen wir alle uns merken. Und tun sollten wir es auch so oft als möglich - quinquilieren. Hier das ganze Gedicht von Wilhelm Busch:
"Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
Er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
Die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
Kommt er dem armen Vogel näher.
Der Vogel denkt: Weil das so ist
Und weil mich doch der Kater frisst,
So will ich keine Zeit verlieren,
Will noch ein wenig quinquilieren
Und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor."
Ich hole mir heute meine Gesamtausgabe "Wilhelm Busch" vom Gestell und schaue mal nicht nur "Max und Moritz" an...
Sonntag, 1. September 2019
Den Herbst entgegen nehmen
Wir sind übers Hegifeld spaziert. Der Herbst ist spürbar heute am 1.September. Reto und ich haben beide dieses Jahr Mühe, den schönen Sommer loszulassen. Überall liegt Niedergang in der Luft. Das Blumenkohlfeld riecht verweslich. Kommt der "Geruch" des nahen Schweinestalls dazu, ist unser "Bedarf" an Nasekitzel gedeckt. - Wir fragen uns, ob wir Mühe haben mit dem kommenden Herbst und gar dem Winter, weil wir selber im Niedergang begriffen sind. - Reto findet lapidar: "Es gilt, den Herbst entgegen zu nehmen". So ist es. Wir geben uns Mühe, stellen uns ein - und kehren in der Schloss-Schenke zum Apéro ein.
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