Montag, 9. September 2013
Gelungen, obschon nicht alles gelang
Freunde aus Altdorf erstmals bei uns in Oberwinterthur. Wir erlebten einen gelungenen halben Tag miteinander - obwohl das Ofengemüse teilweise schwarz geworden war, derweil wir Weisswein "gesürfelt" haben, obwohl der "Gateau de Vully", den ich erstmals gebacken habe, zum Staubsaugen trocken war. - Schön, Freunde zu haben, wo grössere oder kleinere Missgeschicke nichts machen, wo ich mich nicht ein halbes Jahr dafür schämen muss! Sie werden zu Hause vom Gemüse im Schaugarten beim Schloss Hegi schwärmen und nicht über mein "Dörrgemüse" aus dem Ofen schimpfen.
Sonntag, 8. September 2013
Kontrastprogramm
GESTERN durften wir an der Hochzeit eines lieben Kollegen teilnehmen. Der Apéro riche war wunderbar, aber leider die Hochzeitsmesse für mich schrecklich. Ein Priester, der nicht vom Leben ausging, nicht zu Braut und Bräutigam sprach, sondern Papst Johannes Paul II. zum Vorbild für die Liebe des Paares propagierte. So wie jener Papst seinem Attentäter gegenüber sollten sie vergebungsbereit sein, usw. Kein Wort zu einem heutigen Eheleben. Dafür mehrmals die Bitte um Kinder, die dieser Ehe entspringen sollten; sie mussten sogar öffentlich versprechen, offen für Nachwuchs zu sein. Alles sehr römisch-katholisch nach dem Messbuch. Und die Messtexte so herzlos heruntergeleiert, wie ich es noch nie erlebt habe. Ich konnte die Kommunion nicht empfangen, denn für mich hatten sich Hostie und Wein nur in Ärger gewandelt.
DAGEGEN HEUTE! - Einweihungsfest des renovierten Pfarreiheimes in St. Ulrich Winterthur mit einem Gottesdienst, in dem mir das Herz aufging. Mit symbolischen Zeichen, die mir die Freudentränen in die Augen trieben: Die Pfarrei hatte in der Zeit der Renovation in der reformierten SCHWESTERkirche Gastrecht bekommen. Heute nun durfte die katholische Gemeindeleiterin den Schlüssel zur reformierten Kirche behalten, und der reformierte Kollege bekam einen Schlüssel für die neurenovierte katholische Kirche. Als der Altar, der Ambo, der Taufbrunnen, die Marienkapelle gesegnet wurden, segnete die Gemeindeleiterin genau so gültig und berechtigt wie die vier Priester. Vier Priester waren es, weil vier Nationen in dieser Kirche Gottesdienste feiern: Schweiz, Kroatien, Tschechien und Portugal. Wir haben Lieder gleichzeitig in vier Sprachen gesungen. Wir haben das Vaterunser gleichzeitig in vier Sprachen gebetet. Und es war eine einzige grosse Gemeinschaft, die nachher bei Speise und Trank (gratis!) zusammensass und weiter feierte bis in den Nachmittag hinein.
UND DIE MAXI-MINIS (anderswo Oberministranten genannt) GIBT ES IMMER NOCH, DIE ICH INS LEBEN GERUFEN HABE.
DAGEGEN HEUTE! - Einweihungsfest des renovierten Pfarreiheimes in St. Ulrich Winterthur mit einem Gottesdienst, in dem mir das Herz aufging. Mit symbolischen Zeichen, die mir die Freudentränen in die Augen trieben: Die Pfarrei hatte in der Zeit der Renovation in der reformierten SCHWESTERkirche Gastrecht bekommen. Heute nun durfte die katholische Gemeindeleiterin den Schlüssel zur reformierten Kirche behalten, und der reformierte Kollege bekam einen Schlüssel für die neurenovierte katholische Kirche. Als der Altar, der Ambo, der Taufbrunnen, die Marienkapelle gesegnet wurden, segnete die Gemeindeleiterin genau so gültig und berechtigt wie die vier Priester. Vier Priester waren es, weil vier Nationen in dieser Kirche Gottesdienste feiern: Schweiz, Kroatien, Tschechien und Portugal. Wir haben Lieder gleichzeitig in vier Sprachen gesungen. Wir haben das Vaterunser gleichzeitig in vier Sprachen gebetet. Und es war eine einzige grosse Gemeinschaft, die nachher bei Speise und Trank (gratis!) zusammensass und weiter feierte bis in den Nachmittag hinein.
UND DIE MAXI-MINIS (anderswo Oberministranten genannt) GIBT ES IMMER NOCH, DIE ICH INS LEBEN GERUFEN HABE.
Freitag, 6. September 2013
Biodiversität überraschend cool
Biodiversität meint die Vielfalt des Lebens. Das Wort "Bios" habe ich im Altgriechisch lernen müssen/dürfen; es bedeutet "Leben". Biologische Produkte sind lebendige Produkte. Und lebendig ist die Hausgemeinschaft, in der wir leben. Das Fest gestern hat bis Mitternacht gedauert und war anregend und spannend wie wenig sonst. Wir leben mit lauter hochinteressanten Menschen in einem Haus. Vielfältig zusammengestellt von der Vermieterschaft, die gestern zum Apéro eingeladen hatte. Der zum Gelage wurde, aber nie abglitt in dumpfe Niedrigkeit. Hochgestimmt haben Reto und ich heute Morgen alle Gläser, die wir überhaupt besitzen, abgewaschen. Noch den ganzen Tag werden wir über die überraschend coole Biodiversität im Haus austauschen. Die nächsten Apéros sind geplant - reihum in den vier Wohnungen. Es lebe das Leben!
Donnerstag, 5. September 2013
Nächste "Streiche"
Heute ist Fest angesagt in unserem Garten und in unserer Stube: Apéro mit allen im Haus. Gespendet vom Vermieter. Gibt es denn sowas auch sonst noch? - Wir freuen uns und werden gern die Infrastruktur stellen. Auch ein Feuer anzünden im grossen Grill, damit nach dem Käse auch noch das Fleisch vom Knochen genagt werden kann. Oder so...
Aber bevor wir umstellen und Tisch decken, habe ich nach Chur mailen müssen. So ein Ärger- Käse, dass der Infomensch vom Bischof meint, er müsse uns immer wieder kirchenrechtskonforme Infos zu allem Möglichen und Unmöglichen zusenden. Diesmal zur Abstimmung "Arbeitsgesetz" - ob nachts auch "Stärndlifade" und neue Kopfkissenbezüge gekauft werden dürfen (Beispiele weit hergeholt, gebe ich zu). Unser Bischof findet, das habe nichts mit chritlichem Glauben zu tun. Es hat also nichts mit christlichem Glauben zu tun, ob weitgehend Frauen - ja, auch Mütter - nachts Unsinniges und Unnötiges verkaufen müssen. Es hat nichts mit dem christlichen Glauben unseres Bischofs zu tun, ob noch mehr Frauen (vor allem Frauen) gesundheitliche Störungen durch Nachtarbeit erleiden. - Ein Arzt schreibt: "Shopping mitten in der Nacht ist unnötig wie ein Schilddrüsenkropf." - So einen kriegt man, wenn man nicht aufpasst, beim Lesen von Churer Infos.
Aber bevor wir umstellen und Tisch decken, habe ich nach Chur mailen müssen. So ein Ärger- Käse, dass der Infomensch vom Bischof meint, er müsse uns immer wieder kirchenrechtskonforme Infos zu allem Möglichen und Unmöglichen zusenden. Diesmal zur Abstimmung "Arbeitsgesetz" - ob nachts auch "Stärndlifade" und neue Kopfkissenbezüge gekauft werden dürfen (Beispiele weit hergeholt, gebe ich zu). Unser Bischof findet, das habe nichts mit chritlichem Glauben zu tun. Es hat also nichts mit christlichem Glauben zu tun, ob weitgehend Frauen - ja, auch Mütter - nachts Unsinniges und Unnötiges verkaufen müssen. Es hat nichts mit dem christlichen Glauben unseres Bischofs zu tun, ob noch mehr Frauen (vor allem Frauen) gesundheitliche Störungen durch Nachtarbeit erleiden. - Ein Arzt schreibt: "Shopping mitten in der Nacht ist unnötig wie ein Schilddrüsenkropf." - So einen kriegt man, wenn man nicht aufpasst, beim Lesen von Churer Infos.
Mittwoch, 4. September 2013
Aktiver Ruhestand
Heute trafen wir alte Bekannte von Winterthur, als wir mit einer Ehemaligengruppe von Reto unterwegs waren. Unsere alten Bekannten luden uns ein, doch einmal am Angebot der Kirche für aktive SeniorInnen teilzunehmen. Dafür haben wir aber vorerst keine Zeit; unsere Agenda ist bis auf Weiteres gut gefüllt. Und nicht nur mit Dingen, wo wir passiv mit dabei sind! Heute war Reto der Organisator und Reiseleiter. Und es ist sehr gut gekommen. Nur die Wölfe im Tierpark "Bruderhaus" haben wir nicht gesehen.
Aber wir haben an der Stadtführung gelernt, dass die Marktgasse (Fussgängerzone) schon eine alte römische Strasse war; nun setzen wir unsere Schritte stolz und respektvoll. Und wir wissen nun, was "Torschlusspanik" bedeutet, nämlich das Gefühl, das Menschen im Mittelalter hatten, wenn sie kurz vor der Schliessung des Stadttores noch nicht innerhalb der Mauern waren. Und wir haben es genossen, mit den unterschiedlichsten Frauen und Männern ins Gespräch zu kommen. Die Einladung von Beda auf den Bauernhof nehmen wir gern an, lieber als diejenige zum Angebot der Kirche für Leute unseres Alters. Uns muss nicht geholfen werden.
Aber wir haben an der Stadtführung gelernt, dass die Marktgasse (Fussgängerzone) schon eine alte römische Strasse war; nun setzen wir unsere Schritte stolz und respektvoll. Und wir wissen nun, was "Torschlusspanik" bedeutet, nämlich das Gefühl, das Menschen im Mittelalter hatten, wenn sie kurz vor der Schliessung des Stadttores noch nicht innerhalb der Mauern waren. Und wir haben es genossen, mit den unterschiedlichsten Frauen und Männern ins Gespräch zu kommen. Die Einladung von Beda auf den Bauernhof nehmen wir gern an, lieber als diejenige zum Angebot der Kirche für Leute unseres Alters. Uns muss nicht geholfen werden.
Dienstag, 3. September 2013
Die Blaue Stunde
Gestern sind wir mit ÖV nach Pfäffikon/ZH gefahren und dem See entlang nach Seegräben gewandert zur bekannten "Juckerfarm" (www.juckerfarm.ch) mit ihren tonnenweisen, vielfarbigen, vielförmigen Kürbissen nebst anderem. Mit dem frischen Süssmost flüchteten wir von der Seeterrasse nullkommanichts ins Hausinnere; wir sind nicht Wespen-resistent. Mein Rucksack wog schwer, als wir uns wieder auf den Weg zurück machten. Ein paar Kürbisschen und einen Kürbis mussten wir schon kaufen, wo wir schon da waren. Auf einem Bänkli am See genossen wir dann die "Blaue Stunde", ehe wir wieder den Zug nach Hause nahmen.
Montag, 2. September 2013
Der Beginn einer neuen Woche
Da wäre zuerst eigentlich zu klären, an welchem Tag eine neue Woche beginnt. Gemäss christlichem Glauben am Sonntag, dem ersten Tag der Woche, weil Ostern alles (zum Guten) änderte. - Ich mag Ostern. Und doch beginnt für mich die Woche mit dem Montag. Schon immer. Der Sonntagabend ist ein Abschluss. Wenn man schlafen geht, weiss man, dass am anderen Morgen wieder "der Ernst des Lebens" beginnt. Sonntag ist Unterbruch, Erholung, das ganz Andere, die Zäsur, die wir brauchen.
Heute ist Montag. Ich beginne neu und bin gespannt, was die Woche bringt.
Heute ist Montag. Ich beginne neu und bin gespannt, was die Woche bringt.
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