Donnerstag, 31. August 2017
Wassermusik, aber nicht von Händel
Vielleicht höre ich mir auf youtube die Wassermusik von Händel an heute, aber zuerst will ich über die Regenwassermusik berichten. Wir sind trocken und zufrieden losgegangen, um Steine zu suchen im Hegifeld. Wir, das sind Reto und ich und unser Nachbarskind. Aber kurze Zeit später hat es zu regnen begonnen. Wir haben "Räge- Rägetröpfli" gesungen und die Kapuzen hochgeschlagen. Bald waren genug Steine im Rucksack, und das kleine Mädchen hat noch ein paar gesammelt, um sie in den Bach zu werfen. Zuhören, wie sie plumpsen. Und weiter heimwärts. Lautes freudiges Lachen der Kleinen jedesmal, wenn sie eine angemessen grosse Pfütze sah. Und ich lasse sie springen. Wie das tönt und spritzt auf alle Seiten! - Unterdessen regnet es Wolkenbruch artig. Es trommelt auf unsere Plastikkapuzen. Leise fallen Tropfen auf unsere Nasen. - Reto ist weit voraus. Er will ans Trockene. Aber ich erlebe nach Jahren wieder einmal, dass Regen kein Ärgernis sondern eine unbändige Freude macht. Nass werden? Wo liegt das Problem?
Mittwoch, 30. August 2017
So kann man sich täuschen
Reto war am Sonntag im Wald und hat berichtet, es warte ein Brombeersegen auf uns. Heute haben wir uns auf den Weg gemacht - weil diese Woche viel los ist ein bisschen schneller als sonst. Gibt natürlich mein Ehemann nicht zu. Es sei sein Tempo - wie immer. Aber das stimmt nicht - immer wenn er an tausend Dinge denkt, die auch noch zu tun sind, wird er schnell(er). - Wir waren also BALD im Wald. Schneller. Aber wo war der Brombeersegen? - Wir sind uns nicht ganz sicher, ob halt andere Leute NOCH schneller waren als wir, oder ob die letzten heissen Tage nur Mickerlinge wachsen liessen. Jedenfalls mussten wir viel arbeiten, um ein Kilo Beeren heimzubringen.
Dienstag, 29. August 2017
Karte geschrieben
Eine Karte zu schreiben ist ja nicht gerade eine Sensation. Aber heute hat unsere Enkelin ihren Eltern eine Postkarte von Digital Postcard geschrieben. Hier auf dem Laptop. Auswahl des Sujets. Hintergrund violett. Musik von Elise. Herzen steigend. Und am Schluss bei der Vorschau staunen, was man zusammen fertig gebracht hat. Das Mami wird das Ergebnis erst morgen sehen; sie arbeitet in die Nacht hinein. Der Papi ist am Elternabend vom Kindergarten. Jetzt müssen wir Znacht essen, dass wir fertig sind, wenn das kleine Mädchen abgeholt wird. Schön, dass Sprache für die Kleine eine spannende Sache ist. Bücher erzählen. Den eigenen Namen schreiben. Und heute "laptopplen".
Montag, 28. August 2017
Rüebliernte
Sie ist nicht gross, unsere Rüebliernte, aber ich freue mich dennoch über die gewaschenen orangefarbenen Dinger, die nun im Kühlschrank liegen. Sie schmecken nämlich ganz anders als die Lagerrüebli im Winter. - Heute war Koch- und Hütetag. Genusstag mit Pfirsich-Buchteln und einem aufgestellten Kindergarten-Enkelkind. Sie hat mir beim Nähen auf der Kindernähmaschine geholfen. Mit Ausdauer und Konzentration. Vier Befehle, und fast immer richtig gemacht. - Jetzt ist sie nach Hause geholt worden, aber ich muss nochmals an die Nähmaschine.
Sonntag, 27. August 2017
Was bringt die neue Woche?
Sonntagabend! - Es war in der vergangenen Woche einiges los. Kindergartenbeginn unserer Enkelin. Sie hat gut begonnen und hat nun ihr erstes freies Wochenende hoffentlich genossen. Sie weiss noch nicht so genau, dass sie für viele Jahre Fünftagewoche haben wird. Dass sie nicht sagen kann, es reiche nun. Sie ist der Schulpflicht unterworfen, und das mit vier Jahren. - Reto und ich sind allen Verpflichtungen enthoben. Eigentlich. Aber wir sind froh, dass wir noch Ämtli übernehmen können. Und Kinder hüten ist sehr erfüllend, anregend, spannend. Nochmals erleben, wie Kinder sich entwickeln. Man hat so vieles von früher vergessen, und einiges ist auch etwas anders geworden. - Nächste Woche hüten wir an vier Tagen, und am Wochenende feiern wir ein grosses Fest. Gesegnete Zeit!
Samstag, 26. August 2017
Ein Fest wird kommen
Schön ist es, ein Fest zu feiern, und gut ist es, das Fest mit lieben Leuten vorbereiten zu können. - Wir sassen heute zusammen und listeten alles auf, was nicht vergessen werden darf. Verfügten, wer was tut. Waren uns schnell einig, und so durften wir vor allem essen und trinken und zum Voraus fröhlich sein.
Freitag, 25. August 2017
Kaffeegeschichten
Früher, da braute mein Götti den allerbesten Kaffee der Welt. Schwarz, stark, mit Zucker. Kaffeebohnen von Hand gemahlen, sofort in Kolben gefüllt, in Maschine gedreht. Maschinchen brummt gemütlich, und Tropfen des Guten fallen in vorgewärmte Tässchen. - Heute haben (fast) alle ein Kapselsystem. Nespresso ist das bekannteste und dominierendste. Kann Coop noch lange von Kompatibilität schreiben. Bis du es gelesen hast, hat Nespresso irgendwelche Häkchen eingebaut - und die Coop-Kapsel tröpfelt nur noch. Brauchst du Nerven. - ODER aber, du stellst nochmals um. - Wir haben. Wollen von Nespresso nichts mehr wissen, dafür von "Ethical Coffee". Wir vertrauen und wir hoffen, dass alles, alles stimmt, was unser neuer Anbieter verspricht. Nämlich vor allem, dass seine Kapseln auf dem Kompost verrotten und wir kein schlechtes Gewissen mehr haben müssen. Dafür haben wir nach einem Monat, wo wir ein neues Nespresso-Kaffeemaschinchen gekauft haben, weil das alte den Geist aufgab, ein Ethical-Coffee-Maschinchen erstanden. Weil sonst tröpfelt auch der ethisch wertvolle Kaffee vor sich hin. Immerhin hat uns Ethical Coffee unendlich viele ihrer Kapseln geschenkt. Sie türmen sich in der Küche neben den beiden Kaffeemachinchen. Schliesslich müssen wir Nespresso fertig brauchen. Schenken tun wir denen nichts, aber auch gar nichts.
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