In einem Leserbrief habe ich heute gelesen, dass ein Befürworter der Masseneinwanderungsinitiative sich von den Gegnern fälschlich in eine Fremdenhasser-Ecke gestellt fühlt. Er sei freundlich mit Ausländern.
Das glaube ich ihm sogar. - Er hat weiter geschrieben, es sei einfach so, dass bei ihm zuerst sein eigenes Wohl, dann das seiner Familie, dann das seiner Freunde, dann das der Gemeinde, dann das des Schweizerlandes komme. Ganz am Schluss aber sei er freundlich mit den Ausländern.
Er vergisst einfach nur, dass alles mit allem zusammenhängt.
Dienstag, 11. Februar 2014
Montag, 10. Februar 2014
Wie soll ich das erklären
Wir haben abgestimmt und gewählt. Weniges ist zu meiner Zufriedenheit herausgekommen. Die "Masseneinwanderungsinitiative" wurde angenommen, wenn auch äusserst knapp. Und heute Morgen habe ich am Radio gehört, wie die Gewinner, die auch die Erfinder des unsäglichen Namens der Initiative sind, mit der Verantwortung umgehen werden. Sie delegieren sie ganz und gar an den Bundesrat. Das ist äusserst feige. Etwas anzetteln und dann nicht dazu stehen. Die Folgen den anderen überlassen - mit hämischem Grinsen (Toni Brunner im Tagi).
Vor Wochen hat im Facebook ein deutscher Freund (nicht nur im Facebook) gefragt: Wie soll ich eine eventuelle Annahme der Initiative in Deutschland erklären? - Ich würde sagen, dass viele Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr über ihre Nasenspitze hinaus denken und ihrem allgemeinen Unmut unüberlegt Luft machen. - Diesen Unmut müssen wir ansehen und beeinflussen. Wer ist stärker als die SVP-Miesmacher??
Vor Wochen hat im Facebook ein deutscher Freund (nicht nur im Facebook) gefragt: Wie soll ich eine eventuelle Annahme der Initiative in Deutschland erklären? - Ich würde sagen, dass viele Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr über ihre Nasenspitze hinaus denken und ihrem allgemeinen Unmut unüberlegt Luft machen. - Diesen Unmut müssen wir ansehen und beeinflussen. Wer ist stärker als die SVP-Miesmacher??
Sonntag, 9. Februar 2014
"Sotschi"
"Natürlich" war "Sotschi" schon an, als ich aufstand - "Mens downhill run" lief, Abfahrt der Männer. "Wir" haben keine Medaille gewonnen, sind nur sechste geworden. - Unterdessen ist Mittagszeit. Draussen wechselt das Wetter in Halbstundentakt - Wolken, Sonne, Wind, Regen. Und sieh, waren das Graupelkörner? - Ich übe eine Multioptionsaufmerksamkeit. Oder anders - ich bin ein bisschen überall und nirgends. Am "Sotschi"- Hören, am Zeitungslesen, am Hunger - Spüren, am Tulpen - Bewundern, am Vorwärts - Träumen, am Wärme - Geniessen, am Schönes - Erinnern wie den langen Besuch unseres Sohnes gestern. Ganz ohne "Sotschi" - war das schön! - Wann ist "Sotschi" zu Ende???
Freitag, 7. Februar 2014
Mövenfrau in Zürich am See
Wir waren gestern mit Judith und Kaya in Zürich am See. Kaffee in Pappbecher zum Mitnehmen. Zvierimüesli fürs Meiteli aus dem Glas. Schlendern. Gucken. Beguckt werden. Und am Schluss fast nicht weggekommen von Stadelhofen, weil wir den Lift ewig nicht fanden. Mit Kinderwagen ist manches schwieriger, aber das meiste nicht unlösbar.
Mittwoch, 5. Februar 2014
Ilse Aichinger
Nein, ich finde nicht, dass man die österreichische, hochbetagte Schriftstellerin Ilse Aichinger lesen muss. Sie ist eine skurrile Person. Es reicht, dass ich ein Buch von ihr mal früher nicht verstanden habe. Und dass ich jetzt ein Interviewbuch mit ihr lese, in dem hauptsächlich steht, dass sie verschwinden möchte. Dass sie das Leben eine Zumutung findet und dazu nie ja gesagt hätte, hätte man sie gefragt. Sie schreibt keine Romane, sondern Sätze. Sagt sie.
So ein Satz ist dieser:
"Mein einziger Sieg ist, dass ich das, was ich nicht bin, auch nie sein wollte."
Dann mache ich auch so einen Satz von mir:
"Zu meinem eigenen Glück wollte ich das, was ich nicht habe, auch nie haben."
So ein Satz ist dieser:
"Mein einziger Sieg ist, dass ich das, was ich nicht bin, auch nie sein wollte."
Dann mache ich auch so einen Satz von mir:
"Zu meinem eigenen Glück wollte ich das, was ich nicht habe, auch nie haben."
Dienstag, 4. Februar 2014
Morgen...
Morgen will ich das und will ich jenes tun. Vielleicht. - Heute ist ein Tag, der vorgegeben war/ist. Beides ist gut - sowohl vorgegeben wie auch offen für eigene Entscheide von Stunde zu Stunde.
Heute sind wir um sieben Uhr aufgestanden; Reto musste in seine Fuss-Therapie, die zum Glück nützt. (Immerhin sind wir gestern fast zwei Stunden gewandert, und ich war am Schluss kaputter als Reto's Fuss.) Wir haben heute auf dem Markt viel Salat geholt und im Coop Flammkuchenteig. Dann habe ich gerüstet und geschnitten und geraffelt. Judith hat sich gefreut über Randen-, Rüebli-, Sellerie- und Zuckerhutsalat. Dessert gab es auch. Und Kaffee. - Nach Kaya's Mittagsschlaf waren wir an der Luft. Dann Zvieri für Kaya bereit machen, füttern, wickeln, wieder zum Schlafen legen. Unterdessen ist fünf Uhr. In einer Viertelstunde kommt Judith von ihrer Teamsitzung zurück. Dann gibt es erneut Kaffee. Zum Znacht Artischocken ("So nes Gschläck mues i de nümme ha" hat mein Mami gesagt, als sie bei uns einmal dieses Gemüse vorgesetzt bekam.). Und zum Schluss des Tages "Der Bestatter" und "Kassensturz".
Kann es sein, dass schon Februar ist? Woran erkennt man das? Geht die Zeit schneller, seit ich pensioniert bin? Warum?
Heute sind wir um sieben Uhr aufgestanden; Reto musste in seine Fuss-Therapie, die zum Glück nützt. (Immerhin sind wir gestern fast zwei Stunden gewandert, und ich war am Schluss kaputter als Reto's Fuss.) Wir haben heute auf dem Markt viel Salat geholt und im Coop Flammkuchenteig. Dann habe ich gerüstet und geschnitten und geraffelt. Judith hat sich gefreut über Randen-, Rüebli-, Sellerie- und Zuckerhutsalat. Dessert gab es auch. Und Kaffee. - Nach Kaya's Mittagsschlaf waren wir an der Luft. Dann Zvieri für Kaya bereit machen, füttern, wickeln, wieder zum Schlafen legen. Unterdessen ist fünf Uhr. In einer Viertelstunde kommt Judith von ihrer Teamsitzung zurück. Dann gibt es erneut Kaffee. Zum Znacht Artischocken ("So nes Gschläck mues i de nümme ha" hat mein Mami gesagt, als sie bei uns einmal dieses Gemüse vorgesetzt bekam.). Und zum Schluss des Tages "Der Bestatter" und "Kassensturz".
Kann es sein, dass schon Februar ist? Woran erkennt man das? Geht die Zeit schneller, seit ich pensioniert bin? Warum?
Montag, 3. Februar 2014
Neue Lebensgeister
So ein schönes Wochenende! - Wir waren in Flüelen und in Gurtnellen und wieder in Flüelen. - Wieder einmal durchs Reussdelta spaziert und dort einen ehemaligen Schüler mit seiner Mutter zufällig getroffen. Gelacht. Geredet. Mich gefreut. - Dann im Gottesdienst in Gurtnellen. Hände geschüttelt. Lächeln erwiedert. Mich gefreut. - Dann bei einem Freund zum Raclette mit fast dem ganzen "alten" Team. Gelacht. Geredet. Mich gefreut. - Jetzt sind wir wieder zu Hause, und ich bin unternehmungslustig. Gleich steige ich in den Keller. Dort warten andere als SVP-Masseneinwanderungsprobleme auf mich - eingewanderte Massen von Waren liegen da unten, die wir mitgebracht haben vom Oberland und die endlich einen definitiven Integrationsplatz finden müssen. Ich bin verantwortlich.
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