Mittwoch, 11. September 2013

Leben heiter

Wieder diverse bedenkenswerte Sätze gelesen beim Zmorge. Wie liebe ich das! Aber wie schnell vergesse ich, was es war. Sofort überdecken die Tagesaktualitäten die Poesie. Wir brauchen einen neuen Drucker; der alte rattert seit Wochen und druckt nur noch in Glücksminuten. So geht das nicht weiter. Reto übernimmt den Fall. Ich aber muss die Zwetschgen, die ich gestern Abend in Stücklein geschnitten habe, zu Konfitüre verkochen.

Jetzt ist ein neuer Drucker im Haus, und Reto versucht ihn in Gang zu bringen. System "Versuch und Irrtum"; er liest nicht gern Gebrauchsanweisungen. Welcher Mann schon?!

Ich habe die allerletzten Gläser mit heissem Zwetschenmus gefüllt. Aber wo ist nun der schöne Satz, den ich posten wollte? Ich durchsuche die Zeitung von vorn nach hinten und umgekehrt. Er kann doch nicht weg sein. Welche Rubrik? Sicher im Kulturteil. Such, such, such... Der Satz steht über einer Todesanzeige eines verstorbenen Kinderarztes:

"Doch warum es fürchten, lange eh es da ist!
Warum nicht einfach leben, und wenn möglich, heiter."                         Christa Wolf

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