Sonntag, 12. Februar 2012

Warum so erschüttert?

Am Sonntagmorgen bin ich meistens nicht zu Hause sondern gottesdienstlich in einem der sechs Kirchenorte im Seelsorgeraum Urner Oberland. Heute nicht. - Ich habe nach SEHR langer Zeit wieder einmal "Sternstunde Religion" am Schweizer Fernsehen erlebt. - Ja, erlebt!. - Fulbert Steffensky über Ökumene war gut, aber nicht überraschend. Ich trage selbst die Ökumene in mir, ähnlich wie er. Dann aber habe ich den Film über die vier Menschen angeschaut, die zu Fuss nach Jerusalem gepilgert sind . Von Bad Schönbrunn bei Zug nach Jerusalem. - Ich habe in Bad Schönbrunn viermal Schweigeexerzitien gemacht. Und ich war als junge Erwachsene ein halbes Jahr in Israel, habe in zwei Kibbuzim gearbeitet und war mehrmals in Jerusalem. Ich kenne drei der vier Pilgernden.

Warum aber hat mich der Film so erschüttert, dass ich heulend auf dem Sofa sass? - Kann es sein, dass ich meine Erstarrung spüre? Meine Unbeweglichkeit? Das Aussitzen meines Lebens?

Ich muss gewiss nicht nach Jerusalem pilgern, aber in Bewegung kommen, das wäre schön. Kann doch nicht sein, dass ich gebannt sitzen bleibe wie das Kaninchen vor der berühmten Schlange. Die Winterstarre muss ein Ende haben. Vielen Dank für die Erschütterung!

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