Freitag, 9. Oktober 2015

Gestern

Gestern war Reto an der OLMA, und unser Computer ist wieder für einen Tag ausgestiegen. Mein "Fall-Bein" hat nur erlaubt, zehn Minuten im nahen Park zu spazieren. Schritt für Schritt ganz bewusst ein- und ausleiten. Da merkt man plötzlich, wie fein es ist, einfach so vor sich hin zu gehen, ohne sich etwas dabei zu denken. - Ich habe den Tag mit Klaus Merz verbracht. Dem erst gerade entdeckten Aargauer Schriftsteller. Ich habe eine Fernsehproduktion geschaut, wo Klaus Merz zu seinem 70. Geburtstag per Auto in seiner Heimat herumfährt und uns sein Elternhaus und mehr zeigt - natürlich Aargauer Dialekt redet und mir so nahe kommt. Literaturkritiker haben Gedichte von ihm gelesen und interpretiert. Ja, der Klaus Merz kann schreiben! - Ich habe dann gelesen in "Brandmale des Glücks". Wie dieser Merz nur schon auf einen solchen Titel kommt!?
Um halb sechs Uhr abends ist Reto heimgekommen und hat von Käse und Salatsauce berichtet. Er hat degustiert und recherchiert. Zum Beispiel, was es auf dem Markt gäbe, um Fensterscheiben rationeller putzen zu können. Einer von uns muss ja am Boden bleiben und den Alltag aufrecht halten. Ich drifte in den Herbstblues ab.

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