Mittwoch, 5. Oktober 2016

What a nice day

Ich bin schon um halb neun Uhr in der Morgenkühle Richtung Bahnhof marschiert. Vor zehn Uhr wollte ich Besorgungen machen und dann eine Freundin zum Kaffee treffen. Mit ordentlich weniger Geld im Geldbeutel und dafür gewichtigen Neuzugängen in Rucksack und Plastiktasche (pfui, pfui, Plastik!) eilte ich zwanzig Minuten zu früh dem "Kafisatz" zu. Schon wollte ich das neuerstandene Buch mit Franz Hohlers Kurzgeschichten (700 Seiten) zücken, um die Wartezeit zu überbrücken. Da fiel mir ein, dass ich ständig, ständig meine, etwas tun zu müssen/sollen. Warum nicht einfach da am Fenster sitzen und den Baum gegenüber betrachten? Das tat ich und sah also bloss, dass der Wind die noch ganz grünen Blätter bewegte. Sass und wurde mir selbst bewusst. Konnte ich nicht den Rücken etwas strecken, die Arme etwas lockerer lassen, ein bisschen freundlicher schauen? - Das alles konnte ich und mich vorfreuen auf Susanne, die schon bald kam und auch einen "Genusstee" vom Jura trank. Und klar, dann hatten wir uns viiiiiel zu erzählen...

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